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Galaxy S10+ im Test: Top und teuer

Mit dem Galaxy S10+ bringt Samsung erstmals eine Dreifachkamera in eines seiner Top-Smartphones. Die Entwicklung, die mit dem Galaxy A7 begann, hat sich gelohnt: Das Galaxy S10+ macht sehr gute Bilder, beim Preis müssen wir aber schlucken.

Ein Test von veröffentlicht am
Das Galaxy S10+ von Samsung
Das Galaxy S10+ von Samsung (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Nach der Präsentation der neuen Galaxy-S10-Serie schien diese etwas im Schatten des Galaxy Fold zu stehen. Schließlich ist Samsungs faltbares Smartphone weitaus aufsehenerregender als ein herkömmliches Smartphone. Dabei sind die neuen Galaxy-S10-Modellen durchaus interessant, weil sie an einigen Stellen sinnvolle Weiterentwicklungen beinhalten.

Technisch am interessantesten ist das Galaxy S10+, das nicht nur eine Dreifachkamera auf der Rückseite hat, sondern auch eine duale Frontkamera. Zusammen mit einem Fingerabdrucksensor unter dem Display, einem starken Prozessor und einer hohen Verarbeitungsqualität bietet das Galaxy S10+ ein gutes Gesamtpaket. Anlass für Kritik gibt es aber trotzdem, wie unser Test des Gerätes zeigt.

Das Galaxy S10+ ist das zweitgrößte der vier neuen Galaxy-S10-Modelle, nur das Galaxy S10 5G ist noch größer. Das Display misst in der Diagonale 6,4 Zoll und hat eine Auflösung von 3.040 x 1.440 Pixeln. Wie gewohnt verbaut Samsung ein OLED-Panel, das HDR-Darstellung unterstützt. Der Bildschirm gefällt uns sehr gut: Er ist absolut blickwinkelstabil, weist eine sehr gute Schärfe und eine in der Grundeinstellung natürliche Farbdarstellung auf. Diese lässt sich, wenn gewünscht, auch noch in der Sättigung intensivieren. Praktisch finden wir auch die optional zuschaltbare Videooptimierung, die die Display-Helligkeit erhöht, wenn Apps wie Youtube und Netflix starten. Dadurch sehen auch Nicht-HDR-Inhalte etwas besser aus.

Direkt unter dem Display-Glas ist ein Fingerabdrucksensor eingebaut, Nutzer müssen ihren Finger zum Entsperren des Smartphones also nur auf den Bildschirm legen. Anders als beim Huawei Mate 20 Pro oder beim Oneplus 6T funktioniert der Sensor nicht mit einer Kamera, sondern mit Ultraschall. Das macht ihn in unserem Test merklich zuverlässiger als die anderen bisher verfügbaren Sensoren: Während wir beim Mate 20 Pro teilweise mehrmals unseren Finger auf das Display legen müssen, um das Smartphone zu entsperren, funktioniert das beim Galaxy S10+ fast immer beim ersten Mal.

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Interessanterweise ist der Fingerabdrucksensor bei direkter Sonneneinstrahlung auf das Display sichtbar, besonders vor einem weißen Hintergrund. Störend finden wir das im Alltag nicht, da eine derartige Situatiuon eher selten vorkommt. Der Sensor liegt in etwa dort, wo sich das mittlere Symbol der App-Leiste befindet. Je nach Handhaltung finden wir das manchmal etwas zu tief: Wir müssen unseren Daumen für unseren Geschmack stellenweise zu weit nach unten bewegen. Um den Fingerabdrucksensor nutzen zu wollen, müssen wir das Display des Galaxy S10+ nicht aktivieren, sondern lediglich unseren Finger auf den Standby-Bildschirm legen.

  • Das Galaxy S10+ macht ausgewogen belichtete Bilder. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Mate 20 Pro hingegen hellt dunkle Bereiche weniger stark auf. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Galaxy S10+ hat neben dem Normal- und einem Teleobjektiv ...
  • ... auch ein Superweitwinkelobjektiv. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Auch das Mate 20 Pro hat neben dem Standardobjektiv ...
  • ... ein Superweitwinkelobjektiv, das allerdings einen etwas geringeren Blickwinkel hat. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Detailvergrößerung der mit dem Standardobjektiv gemachten Aufnahme des Galaxy S10+ zeigt, dass es etwas weniger Kantenschärfe hat. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das mit dem Standardobjektiv des Mate 20 Pro gemachte Bild ist zwar schärfer, dafür hat es aber mehr Artefakte - gut zu sehen in den Fenstern. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Eine Vergrößerung einer mit dem Galaxy S10+ gemachten Superweitwinkelaufnahme (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Mate 20 Pro macht etwas schärfere Bilder, die zudem weniger Artefakte haben. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Eine mit dem Galaxy S10+ am Abend gemachte Aufnahme (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Belichtung ist ähnlich gut wie die des Mate 20 Pro. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Auch in diesem Beispiel unterschieden sich die Aufnahme mit dem Galaxy S10+ ...
  • ... und die Aufnahme mit dem Mate 20 Pro nur in Nuancen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Bei Nachtaufnahmen ist der Unterschied deutlicher: Das Galaxy S10+ macht weniger gute Bilder ...
  • ... als das Mate 20 Pro. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Galaxy S10+ hat ein 6,4 Zoll großes Display. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Am Edge-Rand können Nutzer sich wieder eine Leiste einblenden lassen, mit der sich Anwendungen schnell starten lassen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die gebogenen Edge-Ränder sind wie bei den vorigen Galaxy-S-Modellen rein kosmetischer Natur, einen wirklichen Nutzen gibt es nicht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Fingerabdrucksensor ist beim Galaxy S10+ unter dem Display untergebracht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Galaxy S10+ hat eine duale Frontkamera, die direkt in das Display eingearbeitet ist. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Über diese Frontkamera können Nutzer das Smartphone auch entsperren. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Wen der Ausschnitt für die Kameras stört, kann diesen in den Einstellungen auch vor einem schwarzen Hintergrund verstecken. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Uns hat der Ausschnitt im Alltag aber nicht gestört. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf der Rückseite ist Samsungs neue Dreifach-Kamera eingebaut. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Galaxy S10+ wird über einen USB-C-Anschluss geladen, das Smartphone hat zudem einen Kopfhöreranschluss. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Fingerabdrucksensor unter dem Display scheint bei direkter Sonneneinstrahlung durch das Bildschirm-Panel durch. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mit dem Galaxy S10+ können wir drahtlos andere Qi-fähige Geräte laden - hier beispielsweise ein Mate 20 Pro von Huawei. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Kamera des Galaxy S10+ bietet Nutzern eine Motiverkennung an, die gute Vorschläge macht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Galaxy S10+ liegt trotz des großen Bildschirms gut in der Hand. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Das Galaxy S10+ hat ein 6,4 Zoll großes Display. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Alternativ lässt sich das Galaxy S10+ auch mit einem Gesichtsscan entsperren. Dafür wird die duale Frontkamera verwendet, das zweite Objektiv ist ein Tiefensensor. Im Dunkeln funktioniert die Gesichtserkennung nicht mehr so zuverlässig. In den Systemeinstellungen können wir zwischen einer schnellen und einer langsameren Gesichtserkennung wählen; die langsamere ist Samsung zufolge sicherer, die schnelle soll sich auch mit einem Foto überlisten lassen - gelungen ist uns das im Test allerdings nicht.

Das Galaxy S10+ hat Stereolautsprecher: Audioinhalte werden sowohl über einen im unteren Rahmen verbauten Lautsprecher als auch über den Lautsprecher im Ohrhörer wiedergegeben. Der Klang ist nicht nur laut, sondern auch gut: Wir können Bässe gut erkennen, insgesamt klingt das Galaxy S10+ sehr voll. Nicht alle aktuellen Top-Smartphones bieten einen derartig guten Stereoklang - das LG V40 Thinq beispielsweise hat nur einen Lautsprecher und hört sich eher durchschnittlich an.

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Duale Frontkamera im Display 
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sav 08. Mär 2019

Ohne jetzt Samsung in Schutz nehmen zu wollen, die geben sich bei Sicherheitsupdates...

sav 08. Mär 2019

"Aber wer tatsächlich denkt, dass ein 300¤ oder 400¤ Xiaomi Gerät besser ist als ein...

Nahkampfschaf 06. Mär 2019

Da wird im Testvideo als erstes auf die Kamera eingegangen, die Bildqualität gelobt, und...

Anonymer Nutzer 06. Mär 2019

Die BenachrichtigungsLED braucht mehr Strom, als wenn man auf dem (OLED-)Display einen...

bccc1 06. Mär 2019

Ich hab mir mein S8+ nicht wegen, sondern trotz des Materials gekauft. Wenn man ein...


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