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Galaxy Note 9 im Hands On: Neues Note kommt mit großem Akku und viel Speicherplatz

Das neue Galaxy Note 9 bietet verglichen mit dem Vorgänger Verbesserungen beim SoC, der Speicherausstattung und dem S Pen: Dieser unterstützt jetzt Bluetooth und lässt sich als Fernbedienung für das Note verwenden. Bei der Kamera greift Samsung auf das Galaxy S9+ zurück.
/ Tobias Költzsch
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Das neue Galaxy Note 9 von Samsung (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
Das neue Galaxy Note 9 von Samsung Bild: Christoph Böschow/Golem.de

Samsung hat das neue Galaxy Note 9 vorgestellt. Der Nachfolger des vor einem Jahr präsentierten Galaxy Note 8 erscheint wieder mit dem charakteristischen S Pen. Samsung hat sich hauptsächlich auf kleine Verbesserungen der Hardware konzentriert, große Neuerungen bietet das Gerät gegenüber dem Vorgänger nicht.

Golem.de konnte sich das Galaxy Note 9 in einem ersten Kurztest vor der Veröffentlichung anschauen. Beim Design bleibt Samsung weitestgehend beim bekannten Aussehen der Note-Serie: Die Ränder des Gerätes sind verglichen mit den aktuellen Galaxy-S-Modellen eher kantig. Die Verarbeitung ist wie von Samsung gewohnt sehr hochwertig.

Samsung Galaxy Note 9 – Hands On
Samsung Galaxy Note 9 – Hands On (01:02)

Das OLED-Display ist verglichen mit dem des Galaxy Note 8 ein wenig größer geraten: Anstelle von 6,3 Zoll misst es jetzt 6,4 Zoll in der Diagonale. Die Auflösung ist mit 2.960 x 1.440 Pixeln gleich geblieben, die Pixeldichte beträgt 516 ppi. Der erste Eindruck des Bildschirms ist sehr gut: Die Farben wirken nicht übertrieben, die Schärfe stimmt.

Am unteren rechten Rand des Gehäuses befindet sich wieder der Einschub für den S Pen. Samsungs Bedienstift sieht seinem Vorgänger zum Verwechseln ähnlich, an den grundlegenden Software-Funktionen hat Samsung nichts geändert. Dafür hat der Stift jetzt ein eingebautes Bluetooth-Modul und kann darüber mit dem Smartphone kommunizieren.

Auf diese Weise kann der S Pen als Fernbedienung verwendet werden. So lassen sich beispielsweise die Seiten einer Präsentation weiterblättern und auch die Kamera kann für ein Selbstporträt ausgelöst werden. Über den Button des S Pen lassen sich Apps starten und Systemfunktionen auslösen; dies können Nutzer nach Bedarf selbst einstellen.

Der S Pen kann 30 Minuten lang verwendet werden, bevor der eingebaute Kondensator ihn nicht mehr mit Strom versorgt. Dann genügt es Samsung zufolge, den Stift 40 Sekunden lang in das Smartphone zu stecken; per Induktion wird er wieder aufgeladen und kann dann für weitere 30 Minuten genutzt werden.

Kamera vom Galaxy S9+ übernommen

Als Kamera kommt das komplette Modul des Galaxy S9+ zum Einsatz, eine neue Kamera hat Samsung nicht für das Galaxy Note 9 entwickelt. Bei der Qualität der S9+-Kamera ist das aber kein Nachteil. Das Galaxy Note 9 hat entsprechend auch eine Dualkamera mit zwei 12-Megapixel-Sensoren, wovon die Hauptkamera ein weitwinkliges Objektiv hat und die zweite Kamera eine doppelt so weite Brennweite. Entsprechend können Nutzer eine optische, zweifache Vergrößerung verwenden.

Die Kamera des Galaxy Note 9 hat auch die mit dem Galaxy S9+ eingeführte variable Blende. Bei wenig Licht verwendet die Kamera eine Blende von f/1.5, bei normalem bis starkem Licht eine Blende von f/2.4. Im Kameravergleichstest von Golem.de führte dieses System beim Galaxy S9+ zu sehr guten Fotos. Die Bildqualität des Galaxy Note 9 konnten wir in unserem Kurztest noch nicht genau überprüfen; es ist aber anzunehmen, dass sie der des Galaxy S9+ entspricht.

Samsung hat beim Galaxy Note 9 einen Fotoassistenten eingebaut. Dieser soll nicht auf einer KI beruhen, dem Nutzer aber dennoch dabei helfen, bessere Bilder zu machen. Nachdem ein Bild geschossen wurde, kann der Assistent Hinweise auf mögliche Fehler geben wie etwa Verwackler oder geschlossene Augen. Zudem gibt es eine Szenenerkennung. Diese soll die Parameter der Kamera anhand der jeweiligen erkannten Situation einstellen.

Im Inneren des Galaxy Note 9 arbeitet der Exynos 9810, eine Achtkern-SoC mit einer maximalen Taktrate von 2,7 GHz. Im Vorgänger kam noch der Exynos 8895 zum Einsatz, der eine geringere Frequenz aufweist. Je nach Version hat das Galaxy Note 9 entweder 6 oder 8 GByte Arbeitsspeicher: Die 6 GByte gibt es bei 128 GByte Flash-Speicher, 8 GByte RAM sind es beim Modell mit 512 GByte Flash-Speicher. Ein Steckplatz für Micro-SD-Karten ist eingebaut. Das installierte Android 8.1 läuft äußerst flott auf dem Gerät, auch anspruchsvolle Apps sind für das Galaxy Note 9 kein Problem.

Das Galaxy Note 9 unterstützt Cat18-LTE und WLAN nach 802.11ac. Der Akku hat eine Nennladung von 4.000 mAh, zur Laufzeit machte Samsung keine Angaben. Geladen werden kann das Smartphone auch wieder drahtlos. Zudem ist im Gerät die Desktop-Oberfläche DeX installiert, für deren Nutzung es jetzt auch ein Kabel gibt. Anders als bei der Dockingstation können Nutzer dann aber nur fünf Anwendungen parallel verwenden.

Stereolautsprecher mit Dolby Atmos

Auf der Vorderseite hat das Galaxy Note 9 Stereolautsprecher, die Dolby Atmos unterstützen. Die Lautsprecher klangen in unserem ersten Test recht kraftvoll und klar, Bässe konnten wir auch bei lauter Umgebung gut wahrnehmen.

Das Galaxy Note 9 soll am 24. August 2018 in den Handel kommen, vorbestellbar ist es ab sofort. Die 128-GByte-Version kostet 1.000 Euro, die 512-GByte-Variante 1.250 Euro.


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