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Galaxy J2 Pro: Samsung zeigt Offline-Smartphone

Kein UMTS, kein LTE, kein Edge und auch kein WLAN. Samsung hat ein Galaxy-Smartphone vorgestellt, mit dem sich das Internet nicht nutzen lässt. Dieser radikale Schritt wird wohl nur wenige Kunden überzeugen.

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Das Galaxy J2 Pro ist ein echtes Offline-Smartphone.
Das Galaxy J2 Pro ist ein echtes Offline-Smartphone. (Bild: Samsung)

Ein Smartphone, das nicht ablenkt: Solch ein Gerät hat Samsung mit dem Galaxy J2 Pro vorgestellt. Das Android-Smartphone hat keine Möglichkeit, Daten über das Internet zu empfangen. Alle dafür nötigen Verbindungstechniken sind per Software deaktiviert. Das schränkt den Nutzen eines Smartphones ganz erheblich ein, soll für eine ganz spezielle Kundschaft in Südkorea aber genau das Richtige sein.

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Das Galaxy J2 Pro wird es nur in Südkorea geben. Es richtet sich vor allem an Schüler, die gerade vor dem Suneung stehen, einem achtstündigen Test, mit dem die Eignung zum Besuch einer Hochschule ermittelt wird. Alle Oberklassenschüler müssen diesen Test absolvieren, wenn sie eine Hochschule besuchen wollen. Diese Prüfung findet gleichzeitig an allen Schulen des Landes statt und an dem Tag herrscht in Südkorea so etwas wie ein Ausnahmezustand. Viele Büros öffnen erst später, um das morgendliche Verkehrsaufkommen zu verringern, damit kein Schüler zu spät zum Test erscheint.

Android-Smartphone verspricht keinerlei Ablenkung

Die Prüfung kann die spätere Karriere stärker beeinflussen als der Abschlusstest an der Uni. Denn mit der Prüfung wird auch entschieden, welcher Schüler an welche Universität kommt. Und in Südkorea ist die besuchte Universität oft wichtiger als die Note auf dem Abschlusszeugnis. Teilweise stehen die Eltern an diesem Tag vor den Schulen und beten für ihre Schützlinge. Der soziale Druck auf die Kinder ist enorm, so dass es dann zu besonders vielen Suizidversuchen unter Schülern kommt.

  • Galaxy J2 Pro (Bild: Samsung)
  • Galaxy J2 Pro (Bild: Samsung)
Galaxy J2 Pro (Bild: Samsung)

Die Schüler bereiten sich lange und umfangreich auf diese Prüfung vor. Und in dieser Zeit sollen die Ablenkungen für die Lernenenden besonders gering ausfallen. Hier tritt die Funktion eines Offline-Smartphones in den Vordergrund. Der Ansatz von Samsung ist, dass sich die Schüler nicht ablenken können, wenn das Smartphone keinerlei Internetanbindung hat. Es können keine neuen Posts bei Facebook aufpoppen, es gibt keinen Hinweis auf neue E-Mails und auch keine Ablenkung durch Twitter-Feeds oder Instagram-Fotos.

Samsung hat sich für diesen drastischen Schritt entschieden, der dann aber auch erhebliche Funktionseinbußen mit sich bringt. Nach dem Wetterbericht schauen, sich die Abfahrtzeit der nächsten Bahn anzeigen lassen oder Nachrichten aus aller Welt lesen - all das geht mit dem Galaxy J2 Pro nicht, weil der Internetzugang fehlt und dafür aktuelle Daten bezogen werden müssten. Das Gerät kann im Grunde nur zum Telefonieren und zum Schreiben von SMS sowie für Fotoschnappschüsse verwendet werden. Zudem ist eine Wörterbuch-App in den Sprachen englisch und koreanisch vorhanden, um bei Übersetzungen zu helfen.

Samsung wird das Galaxy J2 Pro in dieser Ausführung nur in Südkorea anbieten. Das Android-Smartphone hat die typische Ausstattung eines Einsteigergeräts und wird für umgerechnet um die 150 Euro verkauft.



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