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Galaxy Gear: Samsungs unreife Tomate

In einem Interview bezeichnet ein hochrangiger Samsung-Manager die Galaxy Gear als grüne Tomate, die noch reifen muss. Die von ihm gesehene Innovation scheint indes nicht beim Kunden anzukommen - die Smartwatch verkauft sich außerordentlich schlecht.

Artikel veröffentlicht am ,
Samsung-Manager David Eun hätte sich keine Galaxy Gear gekauft.
Samsung-Manager David Eun hätte sich keine Galaxy Gear gekauft. (Bild: Jemal Countess/Getty Images)

Samsungs Executive Vice President und Chef des Open Innovative Centers, David Eun, hat im Gespräch mit Business Insider zugegeben, dass Samsungs erste Smartwatch Galaxy Gear ein noch nicht komplett ausgereiftes Produkt ist. "Die Galaxy Gear ist ein 1.0-Device", erklärt Eun.

Die Galaxy Gear - eine grüne Tomate

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Die Galaxy Gear sei die erste Generation von Samsung-Smartwatches. Eun vergleicht die Uhr mit einer kleinen, grünen Tomate: Es sei wichtig, an der unreifen Tomate zu arbeiten und sie nicht zu früh zu pflücken, damit sie reifen könne. Eine grüne Tomate sollte nicht dafür kritisiert werden, dass sie keine reife, rote Tomate ist.

  • Die mit der Galaxy Gear gemachten Fotos haben überraschend gute Schnappschussqualität. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Smartwatch Galaxy Gear von Samsung (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Auf der Uhr kann sich der Nutzer Benachrichtigungen des verbundenen Smartphones anzeigen lassen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Eine eingebaute Kamera mit 2 Megapixeln steht für Schnappschüsse bereit. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • In der verstellbaren Schnalle ist ein kleiner Lautsprecher eingebaut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Geladen wird die Galaxy Gear in einer mitgelieferten Ladeschale. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Nur an diese Ladeschale kann das Micro-USB-Kabel zum Laden angeschlossen werden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Über Kontaktstifte wird die Verbindung zur eingelegten Smartwatch hergestellt. Die Galaxy Gear selbst hat keinen Ladeanschluss. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Über ADB können auf der Galaxy Gear auch normale Android-Apps installiert werden, beispielsweise das Spiel Angdy Birds. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Die Smartwatch Galaxy Gear von Samsung (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Damit reagiert Eun indirekt auf die gemischten Testergebnisse, die Samsungs Smartwatch erhalten hat. Eun selbst gibt jedoch offen zu, dass er sich nicht sicher sei, ob er sich die erste Version der Galaxy Gear gekauft hätte. Mittlerweile gefalle ihm die Uhr aber, zudem sehe er, in welche Richtung sich das Projekt in Zukunft entwickeln werde.

Eun beklagt sich jedoch darüber, dass nicht genügend Leute die Innovation hinter der Galaxy Gear anerkannt hätten. Es sei nicht einfach gewesen, all die Funktionen in die Uhr zu integrieren. Im Laufe der Zeit werde die Galaxy Gear noch zu etwas Großem heranwachsen.

Schlechte Verkaufszahlen

Die von Eun gepriesene Innovation scheint hingegen nicht bei sonderlich vielen Nutzern anzukommen: Laut einem Bericht der Internetseite Businesskorea.co.kr wurden bisher unter 50.000 Galaxy Gears verkauft. Die Galaxy Gear ist derzeit nur mit wenigen Samsung-Geräten kompatibel, Android-Geräte anderer Hersteller werden nicht unterstützt. Geek.com berichtet, dass die Rückgabequote der Smartwatch bei Bestbuy.com in den USA bei 30 Prozent liege.

Auch im Test von Golem.de schnitt die Galaxy Gear eher schlecht ab. Hauptkritikpunkte waren unter anderem fehlende Funktionen und mangelnde Kompatibilität bei einem zu hohen Preis. Mittlerweile hat Samsung ein Update nachgereicht, das mehr Apps erlaubt, Benachrichtigungen an die Uhr zu senden. Diese beinhalten zudem jetzt auch konkrete Informationen und nicht nur den bloßen Hinweis, auf sein Smartphone zu schauen.

Custom ROM mittlerweile verfügbar

Unterdessen ist das erste Custom ROM für die Galaxy Gear erschienen. Das Null-ROM von Fomey kommt mit dem Nova Launcher, erweitert die Videoaufnahmezeit auf 60 Sekunden, beinhaltet die kompletten Android-Einstellungen und ermöglicht es, die Smartwatch über Bluetooth-Tethering über das Smartphone direkt mit dem Internet zu verbinden.

Damit sollten auch das Internet nutzende Apps auf der Smartwatch funktionieren, was bei einer Galaxy Gear mit Stock-ROM nicht möglich ist - hier ist immer die Verbindung über den Gear Manager nötig, die Kompatibilität ist auf wenige Samsung-Geräte beschränkt. Dank Null-ROM sollte die Galaxy Gear als eigenständiges Gerät mit zahlreichen Android-Smartphones kompatibel sein.

Nachtrag vom 19. November 2013, 14:00 Uhr

Laut einem Reuters-Bericht beziffert Samsung selbst die Anzahl der verkauften Galaxy Gear mit 800.000 Geräten seit dem Verkaufsstart. Diese Zahl ist 16-mal höher als die Verkaufszahlen, die Businesskorea.co.kr nennt.



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pur3 21. Nov 2013

20min.ch berichtet heute "GALAXY GEAR - VERKAUFSSCHLAGER" scheinbar über 800k verkauft...

ruamzuzler 20. Nov 2013

Ich meinte das erste Ding, nicht die neue SW2. Die hieß LiveView und kriegt man...

Moe479 20. Nov 2013

mit noch einem gerät, wass ich kaufen, kennenlernen, warten und irgendwann wieder...

Freiheit statt... 19. Nov 2013

... dass sie keine reife, rote Tomate ist. Soso Samsung. Und welcher Gemüsehändler...

x2k 19. Nov 2013

Na das ist doch ein Schnäppchen für etwas das mit keinem gerät zusammen arbeiten kann...


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