Galaxy Fold: Samsung dementiert eigene Verkaufszahlen
Samsung widerspricht sich selbst. Das Unternehmen bestreitet die Angabe eines ranghohen Samsung-Managers, der verkündet hatte, weltweit seien bereits eine Million Galaxy Fold verkauft worden. Vieles bleibt ungeklärt.

Das passiert auch nicht oft, dass ein Unternehmen den eigenen Aussagen widerspricht. Es geht um die Verkaufszahlen zum Galaxy Fold, dem ersten breits verfügbaren Smartphone mit faltbarem Display. Young Sohn, Präsident von Samsung Electronics, hatte auf einer Techcrunch-Veranstaltung angegeben, dass das Galaxy Fold bereits eine Million Mal verkauft wurde. Die koreanische Nachrichtenagentur Yonhap zitiert Samsung mit der Aussage, dass diese Zahl nicht stimme und keineswegs bereits eine Million Galaxy Fold verkauft worden seien.
In dem neuen Bericht nennt Samsung keine neue Verkaufszahl. Klar ist derzeit nur, dass noch längst nicht ein Million Stück des faltbaren Smartphones verkauft wurden. Wie es dazu kam, dass der ranghohe Samsung-Manager eine falsche Zahl nannte, ist derzeit nicht bekannt. Das Unternehmen hat derzeit nur eine Vermutung, wie es zu dem Fehler gekommen sein könnte. Sohn könnte das Verkaufsziel mit den verkauften Einheiten verwechselt haben. Den genauen Grund nennt Samsung nicht.
Das ist allerdings sonderbar, denn Samsung ging intern bisher davon aus, weltweit 500.000 Galaxy Fold in diesem Jahr zu verkaufen. Die Zahl von einer Million bedeutet, dass Samsung das Marktfeld mittlerweile deutlich positiver sieht als zuvor.
Galaxy Fold mit wechselhafter Geschichte
Das Galaxy Fold hat eine wechselhafte Geschichte hinter sich: Eigentlich sollte das Smartphone bereits Ende April 2019 auf den Markt kommen. Journalisten entdeckten bei Vorabtests jedoch zahlreiche technische Mängel, die Samsung während der Entwicklung entweder nicht bemerkt oder ignoriert hatte.
Unter anderem konnten die Tester eine Schutzfolie auf dem Bildschirm entfernen, die unbedingt auf dem Display verbleiben musste. Dazu fand sich jedoch kein Hinweis in der Dokumentation zum Galaxy Fold. Das Entfernen der Folie führte zur dauerhaften Beschädigung des Displays des 2.000 Euro teuren Smartphones.
Außerdem konnte durch einen sehr breiten Spalt am Faltgelenk des Galaxy Fold Staub in den Bereich hinter dem Display eindringen. Beim Zuklappen zerstörten diese kleinen Teile bei einigen Journalisten das Display von der Rückseite her. Die neue Version des Galaxy Fold erschien im September 2019 mit einem überarbeiteten Gelenk, das verhindern soll, dass Schmutz eindringen kann. Außerdem wurde die Schutzfolie vergrößert, so dass sie bis unter den Rahmen reicht. So sollen Nutzer nicht mehr auf die Idee kommen, die Folie zu entfernen.
Erfahrungen mit dem neuen Galaxy Fold
Das Galaxy Fold ist das erste breit verfügbare Smartphone mit einem faltbaren Display. In unserem Test des Galaxy Fold funktionierte der Mechanismus sehr gut, das aufgeklappte Gerät ist absolut plan und stabil. Ebenso gut setzte Samsung das Umschalten zwischen innenliegendem Display und zweitem Außendisplay um.
Am Ende des Tests ließ uns das Konzept dennoch eher nachdenklich zurück. Grundsätzlich machten wir uns Gedanken um die Langlebigkeit des Gerätes: Der Faltbildschirm ist aus Kunststoff, voraussichtlich wird das Material im Laufe der Zeit verkratzen - besonders, wenn dauernd mit dem Finger darüber gestrichen wird. Im Alltag würden wir das Galaxy Fold entsprechend wie ein rohes Ei behandeln.
Der aufgeklappte Faltbildschirm bietet zudem nicht so viele Vorteile, wie sich zunächst vermuten lässt: Beim Videoschauen beispielsweise erhalten wir bei aktuellen Filmen und Serien häufig kein größeres Bild auf dem Galaxy Fold als auf anderen modernen Smartphones mit klassischer Form. Das 4:3-Format passt schlicht nicht zu der Art und Weise, wie heutzutage Filme und Serien produziert werden. Praktisch ist das Display hingegen für Webbrowsing oder Spiele.
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Ja auf den ersten Blick ist's bisserl verwirrend. Aber wenn man sich das Video anschaut...
Ich kann mich generell mit Faltphones noch nicht anfreunden. Das Fold sieht im...
Bemerkenswert lächerlich.
Es wäre schon möglich gewesen, gibt viele Millionäre, denen traue ich das schon zu, dass...