• IT-Karriere:
  • Services:

Galaxy Fold: Samsung dementiert eigene Verkaufszahlen

Samsung widerspricht sich selbst. Das Unternehmen bestreitet die Angabe eines ranghohen Samsung-Managers, der verkündet hatte, weltweit seien bereits eine Million Galaxy Fold verkauft worden. Vieles bleibt ungeklärt.

Artikel veröffentlicht am ,
Samsungs Galaxy Fold
Samsungs Galaxy Fold (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Das passiert auch nicht oft, dass ein Unternehmen den eigenen Aussagen widerspricht. Es geht um die Verkaufszahlen zum Galaxy Fold, dem ersten breits verfügbaren Smartphone mit faltbarem Display. Young Sohn, Präsident von Samsung Electronics, hatte auf einer Techcrunch-Veranstaltung angegeben, dass das Galaxy Fold bereits eine Million Mal verkauft wurde. Die koreanische Nachrichtenagentur Yonhap zitiert Samsung mit der Aussage, dass diese Zahl nicht stimme und keineswegs bereits eine Million Galaxy Fold verkauft worden seien.

Stellenmarkt
  1. Lidl Digital, Neckarsulm
  2. Universität Hamburg, Hamburg

In dem neuen Bericht nennt Samsung keine neue Verkaufszahl. Klar ist derzeit nur, dass noch längst nicht ein Million Stück des faltbaren Smartphones verkauft wurden. Wie es dazu kam, dass der ranghohe Samsung-Manager eine falsche Zahl nannte, ist derzeit nicht bekannt. Das Unternehmen hat derzeit nur eine Vermutung, wie es zu dem Fehler gekommen sein könnte. Sohn könnte das Verkaufsziel mit den verkauften Einheiten verwechselt haben. Den genauen Grund nennt Samsung nicht.

Das ist allerdings sonderbar, denn Samsung ging intern bisher davon aus, weltweit 500.000 Galaxy Fold in diesem Jahr zu verkaufen. Die Zahl von einer Million bedeutet, dass Samsung das Marktfeld mittlerweile deutlich positiver sieht als zuvor.

Galaxy Fold mit wechselhafter Geschichte

Das Galaxy Fold hat eine wechselhafte Geschichte hinter sich: Eigentlich sollte das Smartphone bereits Ende April 2019 auf den Markt kommen. Journalisten entdeckten bei Vorabtests jedoch zahlreiche technische Mängel, die Samsung während der Entwicklung entweder nicht bemerkt oder ignoriert hatte.

Unter anderem konnten die Tester eine Schutzfolie auf dem Bildschirm entfernen, die unbedingt auf dem Display verbleiben musste. Dazu fand sich jedoch kein Hinweis in der Dokumentation zum Galaxy Fold. Das Entfernen der Folie führte zur dauerhaften Beschädigung des Displays des 2.000 Euro teuren Smartphones.

Außerdem konnte durch einen sehr breiten Spalt am Faltgelenk des Galaxy Fold Staub in den Bereich hinter dem Display eindringen. Beim Zuklappen zerstörten diese kleinen Teile bei einigen Journalisten das Display von der Rückseite her. Die neue Version des Galaxy Fold erschien im September 2019 mit einem überarbeiteten Gelenk, das verhindern soll, dass Schmutz eindringen kann. Außerdem wurde die Schutzfolie vergrößert, so dass sie bis unter den Rahmen reicht. So sollen Nutzer nicht mehr auf die Idee kommen, die Folie zu entfernen.

Erfahrungen mit dem neuen Galaxy Fold

Das Galaxy Fold ist das erste breit verfügbare Smartphone mit einem faltbaren Display. In unserem Test des Galaxy Fold funktionierte der Mechanismus sehr gut, das aufgeklappte Gerät ist absolut plan und stabil. Ebenso gut setzte Samsung das Umschalten zwischen innenliegendem Display und zweitem Außendisplay um.

Am Ende des Tests ließ uns das Konzept dennoch eher nachdenklich zurück. Grundsätzlich machten wir uns Gedanken um die Langlebigkeit des Gerätes: Der Faltbildschirm ist aus Kunststoff, voraussichtlich wird das Material im Laufe der Zeit verkratzen - besonders, wenn dauernd mit dem Finger darüber gestrichen wird. Im Alltag würden wir das Galaxy Fold entsprechend wie ein rohes Ei behandeln.

Der aufgeklappte Faltbildschirm bietet zudem nicht so viele Vorteile, wie sich zunächst vermuten lässt: Beim Videoschauen beispielsweise erhalten wir bei aktuellen Filmen und Serien häufig kein größeres Bild auf dem Galaxy Fold als auf anderen modernen Smartphones mit klassischer Form. Das 4:3-Format passt schlicht nicht zu der Art und Weise, wie heutzutage Filme und Serien produziert werden. Praktisch ist das Display hingegen für Webbrowsing oder Spiele.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 6,99€
  2. 7,99€

matzenordwind 16. Dez 2019

Ja auf den ersten Blick ist's bisserl verwirrend. Aber wenn man sich das Video anschaut...

budweiser 16. Dez 2019

Ich kann mich generell mit Faltphones noch nicht anfreunden. Das Fold sieht im...

jkow 16. Dez 2019

Bemerkenswert lächerlich.

gentux 16. Dez 2019

Es wäre schon möglich gewesen, gibt viele Millionäre, denen traue ich das schon zu, dass...

gentux 16. Dez 2019

Doch aber nicht breit verfügbar.


Folgen Sie uns
       


CoD, Crysis, Dirt 5, Watch Dogs, WoW: Radeon-Raytracing kann auch schnell sein
CoD, Crysis, Dirt 5, Watch Dogs, WoW
Radeon-Raytracing kann auch schnell sein

Wer mit Raytracing zockt, hat je nach Titel mit einer Radeon RX 6800 statt einer Geforce RTX 3070 teilweise die besseren (Grafik-)Karten.
Ein Test von Marc Sauter


    Librem Mini v2 im Test: Der kleine Graue mit dem freien Bios
    Librem Mini v2 im Test
    Der kleine Graue mit dem freien Bios

    Der neue Librem Mini eignet sich nicht nur perfekt für Linux, sondern hat als einer von ganz wenigen Rechnern die freie Firmware Coreboot und einen abgesicherten Bootprozess.
    Ein Test von Moritz Tremmel

    1. Purism Neuer Librem Mini mit Comet Lake
    2. Librem 14 Purism-Laptops bekommen 6 Kerne und 14-Zoll-Display
    3. Librem Mini Purism bringt NUC-artigen Mini-PC

    IT-Teams: Jeder möchte wichtig sein
    IT-Teams
    Jeder möchte wichtig sein

    Teams bestehen in der IT häufig aus internen und externen, angestellten und freien Mitarbeitern. Damit alle zusammenarbeiten, müssen Führungskräfte umdenken.
    Von Miriam Binner

    1. Digital-Gipfel Wirtschaft soll 10.000 zusätzliche IT-Lehrstellen schaffen
    2. Weiterbildung Was IT-Führungskräfte können sollten
    3. IT-Profis und Visualisierung Sag's in Bildern

      •  /