Galaxy-Fold-Pleite: Leises Kichern in Shenzhen

Huawei dürfte über den verpatzten Marktstart von Samsungs Galaxy Fold nicht unglücklich sein: Im Rennen um das erste gute Falt-Smartphone liegen die Trümpfe nun in China. Allerdings sollte Huawei das Mate X zum Veröffentlichungstermin wirklich fertig haben - im Moment ist es das offenbar noch nicht.

Eine Analyse von veröffentlicht am
Das rückseitige Gelenk des Galaxy Fold scheint problematisch zu sein.
Das rückseitige Gelenk des Galaxy Fold scheint problematisch zu sein. (Bild: Samsung)

Einen aufsehenerregenden weltweiten Marktstart kurz vorher absagen zu müssen, dürfte zu den unangenehmsten Dingen gehören, die einem Unternehmen passieren können. Samsung hat nur wenige Tage vor dem Start seines faltbaren Smartphones Galaxy Fold die Reißleine gezogen und dessen Einführung ohne neuen Termin verschoben. Grund sind zahlreiche negative Testberichte, die auf Konstruktionsfehler beim Galaxy Fold hinweisen.

Inhalt:
  1. Galaxy-Fold-Pleite: Leises Kichern in Shenzhen
  2. Auch Huawei erwartet noch Arbeit

Die Deutsche Telekom als Partner des abgesagten Launch-Events in Deutschland lobt den südkoreanischen Hersteller für dieses "konsequente und kundenfreundliche Vorgehen zur Sicherstellung einer hundertprozentigen Produktqualität ausdrücklich". Derartige Motive wollen wir Samsung nicht absprechen; hinter der kurzfristigen Absage dürfte aber auch die berechtigte Sorge stecken, dass in den Wochen nach dem Marktstart zahlreiche weitere negative Testberichte zum Galaxy Fold zum einen das Smartphone zu einem Flop machen und zum anderen dem Renommee Samsungs schaden könnten.

In Shenzhen wird Huawei die Entwicklung bei seinem aktuell wohl größten Konkurrenten im Smartphone-Markt mit Interesse verfolgt haben. Ein verpatzter Marktstart des direkten Konkurrenzproduktes zum eigenen faltbaren Smartphone Mate X - da liegt die Vermutung nahe, dass der eine oder andere Huawei-Manager leise gekichert haben könnte.

Zweifellos schadet die Galaxy-Fold-Pleite vor allem Samsung. Eine negative Auswirkung auf den Markt der faltbaren Smartphones erwarten wir nicht: Dafür ist dieser Produktbereich noch zu jung und vor allem zu leer. Es gibt kein nennenswertes faltbares Smartphone, das weltweit erhältlich ist - Royole verkauft sein Flexpai nur in China und den USA, zudem handelt es sich um kein besonders gutes Gerät.

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Einen negativen Übertragungseffekt auf das Mate X erwarten wir daher nicht. Huawei ist in der aktuellen Situation im Vorteil: Der Hersteller hatte - anders als Samsung - bei der Präsentation des Mate X zunächst kein konkretes Veröffentlichungsdatum bekanntgegeben; mittlerweile ist von frühestens Juli 2019 die Rede. Während die IT-Welt aktuell auf Samsung eindrischt, kann Huawei also halbwegs in Ruhe sein eigenes Gerät fertigstellen und zu gegebenem Zeitpunkt auf den Markt bringen.

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Auch Huawei erwartet noch Arbeit 
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AllDayPiano 25. Apr 2019

Die älteren kleinen hatten oft Probleme mit gesprungenem Glas. Weiß nicht, ob die neuen...

deus-ex 25. Apr 2019

Wenns Apple wäre, wären sich alle einig und Apple wäre in 6 Monaten tot.

Balion 25. Apr 2019

Wie sind denn die Maße zusammengeklappt? Scheinst da ja mehr zu wissen. :D

derMax 25. Apr 2019

-> That's what she said!



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