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Verfügbarkeit und Fazit

Das Galaxy Fold ist im Onlineshop von Samsung in den Farben Schwarz und Silber erhältlich. Das Smartphone kostet 2.100 Euro; im Lieferumfang sind zwei Kunststoffschalen inbegriffen, mit denen sich das Gehäuse schützen lässt. Eine Lederhülle für das Gerät kostet 130 Euro extra.

Fazit

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Samsungs Galaxy Fold ist ohne Zweifel nicht nur ein technisch hochwertiges, sondern auch außergewöhnliches Smartphone: Es ist das erste breit verfügbare Mobiltelefon mit einem faltbaren Display. Der Mechanismus funktioniert sehr gut, das aufgeklappte Gerät ist absolut plan und stabil. Ebenso gut umgesetzt hat Samsung das Umschalten zwischen dem vorderen und dem innenliegenden Display.

Am Ende unseres Tests lässt uns das Konzept aber dennoch eher nachdenklich zurück. Grundsätzlich machen wir uns Gedanken um die Langlebigkeit des Gerätes: Der Faltbildschirm ist aus Kunststoff und voraussichtlich wird das Material im Laufe der Zeit verkratzen - besonders, wenn dauernd mit dem Finger darübergestrichen wird. Im Alltag würden wir das Galaxy Fold entsprechend wie ein rohes Ei behandeln.

Zudem sind wir uns nicht sicher, ob das Galaxy Fold wirklich in unseren Nutzungsalltag passt. Wir wollen mit unserem Smartphone manchmal einfach schnell Dinge erledigen; dazu ziehen wir es aus der Tasche und legen los. Mit dem Galaxy Fold ist das aufgrund des viel zu klein geratenen Außenbildschirms nicht immer möglich: Nach einem Tag verwenden wir das äußere Display nur noch als Benachrichtigungsbildschirm; Nachrichten schreiben oder E-Mails lesen wir wegen der geringen Größe nicht mehr darauf. Dazu klappen wir das Galaxy Fold immer erst auf, was uns nervt.

  • Das halb aufgeklappte Galaxy Fold von Samsung (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der innenliegende Bildschirm des Galaxy Fold hat eine ausgeprägte Notch, in der vier der sechs verbauten Kameraobjektive liegen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Gelenk des Galaxy Fold hat Samsung mit Kunststoffnasen abgedeckt, die verhindern sollen, dass Staub in das Smartphone eindringt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das zusammengeklappte Galaxy Fold (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Gelenk des Galaxy Fold macht auf uns einen stabilen Eindruck. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf der Rückseite des Galaxy Fold ist eine Dreifachkamera verbaut. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf der Vorderseite ist ein kleiner, 4,6 Zoll großer Bildschirm verbaut. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Galaxy Fold hat einen 7,3 Zoll großen Bildschirm, der nach innen gefaltet werden kann. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das flexible Display-Panel hat einen sehr geringen Faltradius, weshalb der Bildschirm einen ausgeprägten Falz in der Mitte hat. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ausgeklappt bietet das Galaxy Fold reichlich Platz, der Bildschirm ist aber aufgrund fehlender Glasabdeckung gegen Kratzer nur leicht geschützt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Youtube auf dem Galaxy Fold (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bei einigen Videoinhalten lohnt sich der große Bildschirm des Galaxy Fold. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bei modernen Serien oder Spielfilmen hingegen wird auf dem 4-zu-3-Display viel Platz verschwendet; der sichtbare Bereich ist dann nicht größer als bei anderen Smartphones herkömmlicher Bauart. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Das zusammengeklappte Galaxy Fold (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Der aufgeklappte Faltbildschirm bietet zudem nicht so viele Vorteile, wie man zunächst denken mag: Beim Videoschauen beispielsweise erhalten wir bei modernen Filmen und Serien häufig kein größeres Bild auf dem Galaxy Fold als auf anderen modernen Smartphones, die eine klassische Form haben - dafür aber breite Ränder ober- und unterhalb des Videos. Das 4:3-Format passt schlicht nicht zu der Art und Weise, wie heutzutage Filme und Serien produziert werden. Praktisch ist das Display hingegen für Webbrowsing oder Spiele.

In der alltäglichen Nutzung stört uns der Falz in der Mitte des aufgeklappten Displays. Aufgrund eines sehr klein gewählten Radius lässt sich das Galaxy Fold zwar recht kompakt zusammenklappen, der Nachteil dabei ist aber der dabei entstehende Knick.

Der Grundgedanke des Galaxy Fold ist, dem Nutzer einen Bildschirm zur Verfügung zu stellen, der größer als der eines herkömmlichen Smartphones ist. Lenovo hat mit dem Motorola Razr eine andere Herangehensweise gezeigt, die für uns interessanter klingt: Das Razr ist zusammengeklappt recht klein, ausgeklappt ist es so groß wie ein gewohntes Smartphone. Auch Samsung scheint an dieser Idee Gefallen gefunden zu haben, wie ein auf der Entwicklerkonferenz des Herstellers gezeigtes Video andeutet.

Wir rechnen Samsung an, dass das Unternehmen als einer der ersten Hersteller eines Smartphones mit faltbarem Bildschirm Neuland betreten hat; das dabei herausgekommene Galaxy Fold ist abgesehen von der fraglichen Haltbarkeit des Kunststoffbildschirms ein hochwertig verarbeitetes Gerät. Bei einem Preis von 2.100 Euro müssen Interessenten sich entscheiden, ob sie für das Gimmick eines faltbaren Displays 1.000 Euro mehr ausgeben wollen - das Galaxy S10+ 5G hat im Grunde fast die gleiche Ausstattung und kostet aktuell 1.100 Euro.

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Fatal3ty 17. Dez 2019

Dann solltest du fast alle aktuellen Modelle wegstreichen, die haben nämlich abgerundete...

RedRanger 11. Dez 2019

Jedes Pixel in "The Wall" hat einen beinahe 1mm großen Rand. Der Pixelabstand beträgt 0...

Qbit42 11. Dez 2019

Ganz ehrlich? Wer heutzutage noch Text-to-speech benutzt für den Input sieht längst von...

unterhosendieb 11. Dez 2019

Thx für den Tip, direkt bestellt!

FrankGallagher 11. Dez 2019

Wow... Es gibt auch Leute die behaupten, die Erde sei flach.


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