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Galaxy Fold im Hands on: Samsung hat sein faltbares Smartphone gerettet

Samsungs Überarbeitungen beim Galaxy Fold haben sich gelohnt: Das Gelenk wirkt stabil und dicht, die Schutzfolie ist gut in den Rahmen eingearbeitet. Im ersten Test von Golem.de haben wir trotz aller guten Eindrücke Bedenken hinsichtlich der Kratzempfindlichkeit des Displays.

Ein Hands on von veröffentlicht am
Das überarbeitete Galaxy Fold von Samsung (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Den ersten Start des Galaxy Fold hat Samsung vermasselt, beim zweiten Mal will es der südkoreanische Hersteller besser machen: Auf der Elektronikfachmesse Ifa 2019 hat Samsung den Marktstart für Deutschland bekannt gegeben, Golem.de konnte sich das Smartphone bereits in einem ersten Test genauer anschauen. Dabei haben uns die Überarbeitungen überzeugt - wir fragen uns aber, ob das Display wirklich widerstandsfähig genug ist.

Inhalt:
  1. Galaxy Fold im Hands on: Samsung hat sein faltbares Smartphone gerettet
  2. Kleiner Bildschirm für kurze Nutzungszeiten

Bei der Überarbeitung des Galaxy Fold hat sich Samsung auf zwei Kernprobleme der ersten Version konzentriert: den Spalt zwischen Display und Gelenk sowie die Schutzfolie auf dem Bildschirm. Diese konnten Vorabtester beim ersten Modell einfach abziehen - was allerdings keinesfalls so gedacht war und zur Zerstörung des Bildschirms führte. Beim neuen Galaxy Fold reicht die Folie bis unter den Rahmen und kann entsprechend nicht mehr entfernt werden.

Spalt ist geschlossen

Der Spalt zwischen Display und Rahmen im Bereich des Gelenks sorgte beim ersten Galaxy Fold dafür, dass winzige Fremdkörper in das Gehäuse eindringen konnten und den Bildschirm von hinten beschädigten. Samsungs Lösung ist einfach, erscheint uns aber sehr wirkungsvoll: Der Spalt wird auf beiden Seiten durch eine kleine Kunststoffnase verdeckt. Diese ist so unauffällig, dass wir sie nicht als störend empfinden.

Beide Verbesserungen wirken sich nicht negativ auf die Klappfunktion des Galaxy Fold aus. Das Smartphone lässt sich leicht auf- und zuklappen und bleibt im aufgeklappten Zustand stabil und flach. Das Gelenk fühlt sich sehr gut an, der gesamte Mechanismus macht einen sehr hochwertigen Eindruck auf uns.

  • Samsung hat das überarbeitete Galaxy Fold vorgestellt. Neu sind unter anderem Kunststoffnasen, die den Spalt zwischen Display und Gehäuse verschließen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Nasen fallen währen der Nutzung nicht auf. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Displayschutzfolie ist beim neuen Modell unter den Rahmen gezogen worden - sie kann also nicht abgelöst werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das 4,6 Zoll große Außendisplay kann wie ein eigenständiges Smartphone verwendet werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die meisten Inhalte machen aber auf dem Innendisplay mehr Spaß. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Gelenk des Galaxy Fold ist stabil und wirkt sehr hochwertig. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Galaxy Fold hat einen Fingerabdrucksensor an der Seite. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf dem 7,3 Zoll großen Innenbildschirm können bis zu drei Anwendungen gleichzeitig verwendet werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • So können wir beispielsweise Browser, Youtube und Maps gleichzeitig nutzen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Klappen wir das Smartphone im Multitasking-Modus zu, erscheint die Haupt-App auf dem Außendisplay. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Hauptkamera des Galaxy Fold ist vom Galaxy S10+ übernommen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Innenbildschirm eignet sich auch gut zum Spielen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Technisch bedingt ist in der Mitte des faltbaren Displays ein Falz zu erkennen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Galaxy Fold kann auch nur halb aufgeklappt und wie ein kleiner Communicator genutzt werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Galaxy Fold wird es in zwei Farben geben. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Innendisplay ist aus Kunststoff - und vor Macken nicht zwingenderweise gut geschützt, wie wir anhand unseres Testgerätes erkennen konnten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Samsung hat das überarbeitete Galaxy Fold vorgestellt. Neu sind unter anderem Kunststoffnasen, die den Spalt zwischen Display und Gehäuse verschließen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
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Auch die Software hat Samsung sehr gut umgesetzt. Verwenden wir eine App auf dem außenliegenden, 4,6 Zoll großen Display, können wir das Galaxy Fold einfach aufklappen, um die Anwendung auf dem großen Innenbildschirm weiter zu verwenden. Dabei entsteht keine nennenswerte Wartezeit, das Umschalten erfolgt sehr zügig und ohne Grafikfehler - egal, in welcher Richtung.

Das funktioniert in unserem Test gut mit einem Browser, Google Maps oder auch der Kamera-App. Diese schaltet im Selbstporträtmodus beim Öffnen des Galaxy Fold automatisch von der einzelnen Frontkamera auf der Vorderseite auf die duale Frontkamera der Innenseite um. Lediglich beim Spiel Asphalt 9 funktionierte das Umschalten von Innendisplay auf den Außenbildschirm nicht.

Sichtbarer Falz in der Mitte des Displays

Im aufgeklappten Zustand fällt uns relativ schnell ein sichtbarer Falz in der Mitte des innenliegenden 7,3 Zoll großen AMOLED-Displays auf. Auf dem aktuellen Stand der Technik ist dies wohl nicht zu verhindern, wenn wie von Samsung ein relativ geringer Klappradius gewählt wird - das Kunststoffmaterial des Display-Panels wird dann einfach zu stark gebogen. Bei der Bedienung hat uns dieser Falz allerdings nicht gestört.

Das innenliegende große Display eignet sich sowohl gut, um Videos zu schauen, als auch zum Browsen oder Schreiben von E-Mails. Die Einbuchtung für die Frontkameras am oberen Rand hat uns bei der Bedienung nicht gestört. Praktisch ist der Multitasking-Modus: Wir können bis zu drei Apps gleichzeitig auf dem großen Bildschirm verwenden. Die Hauptanwendung ist in der linken Hälfte des Displays untergebracht, zwei weitere in der rechten Hälfte. Klappen wir das Galaxy Fold im Multitasking-Modus zu, wird auf dem Außendisplay nur die Hauptanwendung angezeigt. Das ist sinnvoll, da drei Apps auf dem kleinen Außenbildschirm nicht sinnvoll zu bedienen wären.

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Jormungandr 10. Sep 2019

Ich hatte das Gerät selbst auf der IFA in der Hand. Ja, die Falz ist sichtbar, aber vor...

Kahmu 09. Sep 2019

:) +1 Warum nur habe ich jetzt Spinal Tap vor meinem geistigen Auge? :D

Niaxa 09. Sep 2019

Mehr ist bei dir nicht hängen geblieben von seiner Aussage? Eijeijei. Fachkräftemangel...

tk (Golem.de) 09. Sep 2019

Hallo, Die Partikel kamen beim ersten Smartphone nicht zwischen die Folie und das...

Kleba 09. Sep 2019

Da wird man wohl noch ein paar Tage warten müssen, bis tatsächlich ein Gerät in der...


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