Großes Display und Snapdragon-SoC

Das Galaxy A9 ist kein kleines Smartphone: Das OLED-Display hat eine Diagonale von 6,3 Zoll, die Auflösung liegt bei 2.220 x 1.080 Pixeln. Auf eine Einbuchtung am oberen Displayrand, die sogenannte Notch, hat Samsung verzichtet. Stattdessen hat das Smartphone verhältnismäßig schmale Ränder. Die Bildschirmqualität macht auf den ersten Blick einen guten Eindruck.

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Von der restlichen Ausstattung her handelt es sich um ein Gerät der Oberklasse - bis auf das SoC. Samsung verwendet Qualcomms Snapdragon 660, ein SoC der gehobenen Mittelklasse, das für die meisten Herausforderungen des Alltags gewappnet ist. Technisch gesehen ist es aber nicht so leistungsfähig wie der Snapdragon 845.

Das Galaxy A9 hat 6 GByte Arbeitsspeicher und 128 GByte Flash-Speicher, ein Steckplatz für Micro-SD-Karten ist eingebaut. Das Smartphone unterstützt Cat9-LTE und WLAN nach 802.11ac, Bluetooth läuft in der Version 5.0. Nutzer können zwei SIM-Karten mit dem Gerät verwenden. Ein GPS-Empfänger und ein NFC-Chip sind eingebaut. Der Akku hat eine Nennladung von 3.720 mAh, Angaben zur Laufzeit macht Samsung nicht. Ausgeliefert wird das Galaxy A9 noch mit Android 8.0, das in unserem Test flüssig auf dem Gerät läuft.

Fazit

Das Galaxy A9 soll ab November 2018 in Deutschland erhältlich sein, der Preis liegt bei 600 Euro. Angesichts der Ausstattung halten wir diesen Preis durchaus für gerechtfertigt, für manchen Kunden dürfte er aber nicht leicht zu vermitteln sein.

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Grund ist die Klassifizierung des Galaxy A9 als Gerät der A-Klasse, Samsungs Mittelklasse. Obwohl es viele Elemente eines Oberklasse-Smartphones hat, könnte die Einstufung in die Mittelklasse dazu führen, dass Leute eher unwillig sind, 600 Euro zu bezahlen.

Zudem bekommen Käufer für 600 Euro heutzutage bereits ein Oneplus 6 und sogar ein Galaxy S9, beides absolute Topgeräte. Sicher, diese Smartphones haben nicht die gut funktionierende Vierfachkamera - ob diese technische Neuerung allerdings bei einem als Mittelklassegerät bezeichneten Smartphone ein Kaufargument sein wird, ist fraglich. Bei einem wirklichen Topgerät, das auch als solches vermarktet wird, dürfte die neue Vierfachkamera wohl besser aufgehoben sein.

Samsung steckt allerdings etwas in der Zwickmühle: Die Konkurrenz hat mit ihren Kameras vorgelegt, allen voran Huawei mit der Dreifachkamera des P20 Pro - das immer noch die Rangliste des Kameratests von DxO anführt. Ein neues Top-Smartphone wird Samsung aber wohl erst im nächsten Jahr bringen - bis dahin könnte der Kampf um die beste und außergewöhnlichste Smartphone-Kamera verloren gegangen sein.

Interessant wird sein, inwieweit Samsung die im Galaxy A7 und Galaxy A9 vorgestellte Technik bei kommenden Topgeräten verwenden wird. Das Galaxy A9 ist wahrscheinlich auch eine Art Test, um zu sehen, wie der Markt die Vierfachkamera aufnimmt.

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 Hauptkamera mit merklich besserer Auflösung
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