Gab.ai: Social Network verklagt Google wegen Löschung im Play Store

Google hat die App des Twitter-ähnlichen sozialen Netzwerks Gab.ai aus dem Play Store geworfen. Grund: Die Beiträge werden nicht moderiert, weshalb rassistische, beleidigende und frauenfeindliche Äußerungen nicht gelöscht werden. Gab klagt nun gegen Google.

Artikel veröffentlicht am ,
Google wird verklagt.
Google wird verklagt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Die Betreiber des sozialen Netzwerks Gab.ai haben Klage gegen Google eingereicht, wie die Washington Post berichtet. Grund ist eine Löschung der App aus dem Play Store, was nach Ansicht der Gab-Gründer eine Diskriminierung und eine Schlechterstellung von Gab.ai als Konkurrenten Googles für sein eigenes Netzwerk Google+ darstelle.

Google soll seine monopolistische Stellung ausnutzen

Stellenmarkt
  1. IT Support Engineer (m/w/d)
    Hirschvogel Holding GmbH, Denklingen
  2. Senior Security Consultant (m/w/d)
    NTT Germany AG & Co. KG, Bad Homburg
Detailsuche

Mit dem App-Verbot nutze Google seine monopolistische Marktstellung aus, argumentieren die Betreiber des Netzwerks. Google begründet den Rauswurf damit, dass Gab.ai gegen die Nutzungsbedingungen des Play Stores verstoße: Soziale Netzwerke müssen demnach moderiert sein und Beiträge, die Hass verbreiten, löschen, um ihre App im Play Store anbieten zu können.

Genau dies passiert bei Gab.ai allerdings nicht. Die Betreiber sehen ihre Plattform als Speerspitze der Meinungsfreiheit, grundsätzlich sind nahezu alle Äußerungen erlaubt - auch rassistische, frauenfeindliche, antisemitische und beleidigende Beiträge. Verboten sind lediglich die Androhung von Gewalt, Terrorismuswerbung, illegale Pornografie und die Veröffentlichung von Dokumenten mit privaten Informationen Dritter (Doxing).

Gab.ai bietet Figuren vom rechten Rand ein Spektrum

Gab.ai wird vorgeworfen, insbesondere Personen aus dem rechten politischen Spektrum eine Plattform zu bieten. So sollen neben dem bei Twitter wegen seiner rechten Äußerungen gesperrten Blogger Milo Yiannopoulos auch der Gründer der rechtsradikalen Internetseite Daily Stormer, Andrew Anglin, sowie der Nationalist Richard Spencer auf Gab.ai aktiv sein. Einer der Gründer des Netzwerks, Andrew Torba, wurde selbst wegen Belästigungsvorwürfen aus dem Ehemaligen-Netzwerk des Y Combinators geworfen.

Golem Akademie
  1. Dive-in-Workshop: Kubernetes
    25.-28. Januar 2022, online
  2. Netzwerktechnik Kompaktkurs
    8.-12. November 2021, online
  3. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
Weitere IT-Trainings

Google bezeichnet die Anschuldigungen des Netzwerks als haltlos. Die Betreiber von Gab.ai seien jederzeit wieder im Play Store willkommen, wenn sie die Anforderungen an ein Mindestmaß an Moderation erfüllen würden, sagt Google der Washington Post zufolge.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Microsoft
Das nächste große Update für Windows 10 kommt im November

Die Version 21H2 wurde wohl auch wegen Windows 11 etwas nach hinten verschoben. Der Patch soll nun aber im November für Windows 10 kommen.

Microsoft: Das nächste große Update für Windows 10 kommt im November
Artikel
  1. Silence S04: Günstiges Elektroauto mit herausnehmbaren Akku vorgestellt
    Silence S04
    Günstiges Elektroauto mit herausnehmbaren Akku vorgestellt

    Beim Elektroauto Silence S04 kann der Nutzer den Akku selbst wechseln, wenn dieser leergefahren ist.

  2. Arduino und Python: Bastler nimmt Audiokassette als Speichermedium für Retro-PC
    Arduino und Python
    Bastler nimmt Audiokassette als Speichermedium für Retro-PC

    Die Kassette kann nicht nur Lieder speichern, sondern auch Bitmuster. Ein Bastler baut dafür eine Schnittstelle mit 1,5 KBit/s Datenrate.

  3. Truth Social: Trumps soziales Netz bekommt Probleme mit Hackern und Lizenz
    Truth Social
    Trumps soziales Netz bekommt Probleme mit Hackern und Lizenz

    Hacker starten in Trumps-Netzwerk einen "Online-Krieg gegen Hass" mit Memes. Der Code scheint illegal von Mastodon übernommen worden zu sein.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • AOC CQ32G2SE/BK 285,70€ • Dell Alienware AW2521H 360 Hz 499€ • Corsair Vengeance RGB PRO SL 64-GB-Kit 3600 253,64€ • DeepCool Castle 360EX 109,90€ • Phanteks Glacier One 240MP 105,89€ • Seagate SSDs & HDDs günstiger • Alternate (u. a. Thermaltake Core P3 TG Snow Ed. 121,89€) [Werbung]
    •  /