G3 Screen: LGs erstes Smartphone mit eigenem Nuclun-Prozessor
LG hat das G3 Screen mit dem Nuclun-Chip angekündigt(öffnet im neuen Fenster) . Das Smartphone ist das erste LG-Gerät, das kein SoC von Qualcomm oder einem anderen Hersteller eingebaut hat, sondern ein System-on-a-Chip von LG selbst. Das G3 Screen ist vorerst für den koreanischen Markt gedacht.
Das Display misst 5,9 Zoll in der Diagonalen, das IPS-Panel bietet eine Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln (373 ppi). Das auch in Deutschland verfügbare G3 von LG bringt 2.560 x 1.440 Bildpunkte auf 5,5 Zoll unter (534 ppi). Bei der 13-Megapixel-Hauptkamera und dem 2,1-Megapixel-Modell in der Front dürfte es sich um die gleichen, guten Kameras handeln wie beim G3.
Bei dem Nuclun-Chip, der in Vorabberichten Odin hieß, handelt es sich um einen Application Processor. Das bedeutet, für LTE-Advanced Cat6 mit bis zu 225 MBit/s Downstream ist ein zusätzliches Funkmodem notwendig, LG nutzt Intels 7260-NIC. Das Nuclun-SoC basiert auf vier A15- und vier A7-Kernen mit bis zu 1,5 sowie bis zu 1,2 GHz. Diese big.LITTLE-Konfiguration ist vergleichsweise langsam und nicht 64-Bit-fähig. Zur Grafikeinheit macht LG keine Angaben.
Im G3 Screen stecken außer dem Nuclun und dem 7260-NIC noch 2 GByte Arbeitsspeicher und eine 32 GByte große eMMC. Medieninhalte können auf eine Micro-SD-Karte ausgelagert werden, wir vermuten, das Smartphone unterstützt Modelle mit bis zu 128 GByte Kapazität.
LG möchte im Lauf der Woche damit beginnen, das 182 Gramm schwere G3 Screen mit Android 4.4.4 in Südkorea auszuliefern, der Preis ist bisher nicht bekannt. Ob und wann das Smartphone in Europa erscheint, ist nicht bekannt.