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G.fast: Telekom macht trotz FTTH-Ausbau wieder Gigabit über Kupfer

Nach langer Zeit spricht die Telekom wieder über Gigabit per Kupferleitung mit G.fast. Die Technik wird getestet.
/ Achim Sawall
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Telekom testet Technik für G.Fast. (Bild: Deutsche Telekom / Screenshot: Golem.de)
Telekom testet Technik für G.Fast. Bild: Deutsche Telekom / Screenshot: Golem.de

Die Deutsche Telekom arbeitet weiter an G.fast. Das geht aus einem kurzen Einblick-Video im Youtube-Channel(öffnet im neuen Fenster) der Telekom über ihre Kabelversuchsanlage (KVA) in Darmstadt hervor. "Und wir schauen auch, wie wir Gigabit-Geschwindigkeiten über Kupfernetz realisieren können. Schließlich wohnt nicht jeder in einem Neubau, der perfekt auf Glasfaser vorbereitet ist", erklärte ein Telekom-Sprecher.

Dort würden alle Leistungsanbindungen im Bestandsnetz und alle Router darauf getestet, wie sie sich im Netz verhalten, hieß es weiter. Bei G.fast (ITU-T Spezifikationen G.9700 und G.9701) liegt die Glasfaser in der Regel bis ans Haus, indoor wird die Kupferverkabelung aber nicht ersetzt, sondern über Frequenzen von bis zu 212 MHz weiter genutzt. Bei G.fast teilt sich die Datenrate von 1 GBit/s auf den Download und Upload auf. Aufgrund des genutzten Frequenzbandes ist der Einsatz optimiert für Leitungsdistanzen bis 250 Meter.

Zulieferer aus den USA

Die Telekom hat seit langer Zeit nichts mehr über den Einsatz von G.fast oder Pilotprojekte mit der Technologie bekanntgegeben. Zuletzt erklärte Robert Soukup, Senior Program Manager der Deutschen Telekom, vor genau fünf Jahren, am 24. Oktober 2017, dazu etwas auf dem Broadband World Forum in Berlin. "Es läuft ein Feldtest von uns in Frankfurt mit G.fast. Für G.fast ist Fiber To The Building (FTTB) der richtige Weg, das einzusetzen. Bis Ende des Jahres wissen wir, was wir brauchen, ein Rollout ist geplant."

Im Juli 2019 wurde bekannt, dass die Telekom ab 2020 bei ihrem US-Zulieferer Adtran verstärkt auf G.fast für FTTB setzen würde. Ein weiterer großer Hersteller für G.fast war zu der Zeit Huawei. Die Technik kam auch bei anderen deutschen Netzbetreibern zum Einsatz. ZTE stattete den Kölner Netzbetreiber Netcologne mit G.fast DPUs (Distribution Point Units) und Terminals aus. In München setzt M-net seit vielen Jahren G.fast ein.


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