Bulldozer: Verfügbarkeit und Fazit

AMD hat den Verkauf der Bulldozer-CPUs schon vor vielen Jahren eingestellt, parallel zu den ersten Ryzen-Modellen anno 2017 wurden mit Bristol Ridge aber sogar noch APUs mit DDR4 auf Basis dieser Architektur angeboten. Wer heute einen FX-8150 erwerben möchte, bekommt den Chip schon ab 50 Euro - kleinere Modelle kosten keine 30 Euro. Für einen FX-9590 sind aufgrund des Seltenheitswerts hingegen oft 200 Euro fällig, selbst als Tray-CPU.

Fazit

Stellenmarkt
  1. Projektmanager (m/w/d) Digital Marketing
    Porsche Deutschland GmbH, Bietigheim-Bissingen
  2. Senior Projektleiter (w/m/d) SAP/ERP
    Deutsche Welle, Fürstenfeldbruck
Detailsuche

Machen wir es kurz: Der Bulldozer war anno 2011 schon kein Rennwagen und daran hat sich bis heute auch nur wenig geändert. Für AMD bedeutete das viele Jahre in Folge rote Zahlen, die meisten Quartale endeten mit einem Verlust. Alleine die Tatsache, dass der FX-9590 von 2013 bis 2017 das nominelle Topmodell war und es Weiterentwicklungen wie Steamroller/Excavator nur für APUs gab, spricht Bände.

Die Gründe für die schlechte Leistung der Bulldozer-CPUs sind vielfältig: Die an sich innovative CMT-Architektur, also Core respektive Cluster Multithreading, entpuppte sich in der Praxis insbesondere bei Singlethread-Workloads als äußerst langsam und selbst bei Multithreading-Anwendungen waren Intels Sandy-Bridge-Prozessoren oft schneller unterwegs.

Module statt Kerne, bei denen sich zwei Integer-Einheiten das gemeinsame Frontend mit dem einzelnen Gleitkomma-Block plus den L1/L2-Caches teilen, erwiesen sich als Fehlentwicklung. Hinzu kam, dass das 32-nm-Verfahren von Globalfoundries die gewünschten Taktraten einzig bei vergleichsweise hoher Leistungsaufnahme ermöglichte.

Golem Karrierewelt
  1. Automatisierung (RPA) mit Python: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    19./20.12.2022, Virtuell
  2. Container Technologie: Docker und Kubernetes - Theorie und Praxis: virtueller Drei-Tage-Workshop
    14.-16.12.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Überdies war beim Launch die Software nicht vorbereitet, so benötigte Windows 7 einen Patch, damit der Scheduler die Threads auf die passenden Module legt - erst Windows 8 machte das von Beginn an richtig. Gerade Spiele profitierten davon, generell aber war und ist die Gaming-Leistung angesichts der Shared-FPU und des niedrigen Uncore-Takts eine Schwachstelle der Technik.

Das eigentliche Ziel, mit Bulldozer und CMT eine bessere (Flächen)effizienz zu erreichen, wurde zwar von AMD verfehlt. Die Idee hat jedoch bis heute überdauert: ARM setzt beim Cortex-A510 für Smartphones ebenfalls auf Cluster Multithreading, wenngleich der Ansatz sich im Detail stark unterscheidet.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Die Performance ist weiter bescheiden
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3


x2k 17. Okt 2021

Wenn man mal die Befehlssätze der cpus vergleicht (sofern man da cpuboss glauben kann...

yumiko 15. Okt 2021

Jupp. Bei mehreren Anwendungen gleichzeitig sowieso (Spiel, Browser, Teamspeak, Office...

herrmausf 13. Okt 2021

Passt ja, es wird Winter - da kann man eine Heizung schon brauchen ;)

ms (Golem.de) 13. Okt 2021

GTA 5 ist übrigens seit Ewigkeiten in den Top10: https://store.steampowered.com/stats...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Nach Datenleck
Softwareentwickler durch Privatdetektiv bedroht

Durch Zufall entdeckte ein Entwickler ein Datenleck, meldete es und informierte die Betroffenen. Kurze Zeit später stand ein Privatdetektiv vor seiner Tür.
Eine Recherche von Moritz Tremmel

Nach Datenleck: Softwareentwickler durch Privatdetektiv bedroht
Artikel
  1. Agrifotovoltaik: Landwirte werden nebenbei zu Kraftwerksbetreibern
    Agrifotovoltaik
    Landwirte werden nebenbei zu Kraftwerksbetreibern

    Äcker können zusätzlich zur Stromerzeugung genutzt werden. Neun Prozent des Bedarfs ließen sich so durch Solarenergie decken.

  2. Iran: Zwei Eutelsat-Satelliten mit Jammern angegriffen
    Iran
    Zwei Eutelsat-Satelliten mit Jammern angegriffen

    Auch Eutelsat-Satelliten werden vom Iran aus gezielt gestört. Die Massenproteste im Iran bekommen immer mehr aufstandsähnliche Züge.

  3. Klage gegen Datenschutzaufsicht: Bundeskriminalamt weigert sich, Funkzellendaten zu löschen
    Klage gegen Datenschutzaufsicht
    Bundeskriminalamt weigert sich, Funkzellendaten zu löschen

    Das BKA will gesammelte Überwachungsdaten nicht löschen müssen. Deswegen klagt die Polizei gegen einen Bescheid des obersten Datenschützers.
    Eine Exklusivmeldung von Lennart Mühlenmeier

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • iPhone 14 Plus jetzt erhältlich • Günstig wie nie: Gigabyte RTX 3090 Ti 1.099€, Sapphire RX 6900 XT 834,99€, KF DDR5-5600 16GB 99,39€, Logitech Gaming-Maus 69,99€, MSI Curved 27" WQHD 165Hz 289€ • AMD Ryzen 7 5800X3D 429€ • NfS Unbound vorbestellbar • 3 Spiele für 49€ [Werbung]
    •  /