Die Performance ist weiter bescheiden

Den Start machte im Oktober 2011 der FX-8150 alias Zambezi mit der Ur-Bulldozer-Architektur. Ein Jahr später folgte der FX-8350 alias Vishera mit Piledriver-Technik, welche Optimierungen aufwies (Hallo Zen+); dank eines gereiften 32-nm-Verfahrens stieg überdies der Basistakt um 400 MHz auf 4 GHz. Im Sommer 2013 schob AMD den FX-9590 alias Centurion nach, eine Variante mit bis zu 5 GHz und beigelegter 120-mm-AiO-Wasserkühlung.

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Für unsere Tests haben wir die drei CPUs der Reihe nach in ein 990FXA-GD80 von MSI gesteckt, denn gerade der FX-9590 mit seinen 220 Watt stellt hohe Anforderungen an die Spannungsversorgung. Um ein Heruntertakten unter Last zu verhindern, kam sicherheitshalber eine 280-mm-AiO-Wasserkühlung (die Silent Loop 2 von Be Quiet) zum Einsatz.

Gleich unser erster Benchmark zeigt Stärken und Schwächen von Bulldozer auf: Das Integer-lastige 7-Zip liegt den FX-Chips gut, schon der FX-8150 ist etwas flotter als der Core i7-2600K. Die Verbesserungen des FX-8350 und der CPU-Takt des FX-9590 sorgen jedoch nur für einen geringen Leistungszuwachs, da die RAM- und die Uncore-Frequenz inklusive L3-Cache sowie Northbridge/Speichercontroller-Takt nicht steigen.

Apps oft so lala, Spiele meist pfui

In Anwendungen wie Blender, Cinebench oder Faststone Image Viewer kann zumindest der FX-8350 den Core i7-2600K in Schach halten; einzig der Singlethread-Score ist katastrophal niedrig. Beim Light-Baking mit der Unreal Engine 4 fallen alle Bulldozer-CPUs aus uns unbekannten Gründen weit zurück, dafür läuft das Berechnen der Zahl Pi per y-Cruncher lokal im RAM äußerst flott. Der FX-9590 mit 5 GHz bleibt gegen den auf 5 GHz übertakteten Core i7-2600K ungeachtet dessen chancenlos.

  • 990FX, X470, X570, P67, RTX 3080, 32GB DDR3/DDR4, Win10 20H2 (Bild: Golem.de)
  • 990FX, X470, X570, P67, RTX 3080, 32GB DDR3/DDR4, Win10 20H2 (Bild: Golem.de)
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Spiele sind heutzutage zwar deutlich Multithreading-lastiger als vor einem Jahrzehnt, eine hohe Singlethread-Performance ist aber immer noch sehr wichtig. Im auf sehr vielen Kernen laufenden Total War Troy schafft bereits der FX-8150 fast einen Gleichstand zum Core i7-2600K, in allen anderen Titeln ist schon der Core i5-2500K schneller als der FX-8350.

Einzige Ausnahme ist Kingdom Come Deliverance, das bei den Bulldozer-CPUs ein merkwürdiges Verhalten hervorruft: Zwei Benchmark-Durchgänge sind meist kein Problem, spätestens beim dritten aber friert das Spiel für fast eine Minute bei 100 Prozent Last auf der SSD ein. Danach läuft KCD flüssiger, es fehlt jedoch ein Großteil der hochauflösenden Texturen - was ziemlich gruselig aussieht.

  • 990FX, X470, X570, P67, RTX 3080, 32GB DDR3/DDR4, Win10 20H2 (Bild: Golem.de)
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Neben der durchwachsenen Performance ist es die hohe Leistungsaufnahme und damit die Effizienz, bei der die Bulldozer-CPUs besonders schlecht dastehen: Unser System mit dem Core i7-2600K weist ein idle/load-Delta von vergleichsweise sparsamen 80 Watt auf, wenn wir Leerlauf und Blender-Last in Relation setzen. Beim langsameren FX-8150 sind es 123 Watt und beim (verglichen mit dem i7) etwas flotteren FX-9590 horrende 206 Watt; derartige Werte werden von heutigen Intel-CPUs wie dem Core i9-11900K allerdings locker überboten.

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 FX-8150/8370/9590 im Retro-Test: So schnell ist AMDs Bulldozer heuteBulldozer: Verfügbarkeit und Fazit 
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x2k 17. Okt 2021

Wenn man mal die Befehlssätze der cpus vergleicht (sofern man da cpuboss glauben kann...

yumiko 15. Okt 2021

Jupp. Bei mehreren Anwendungen gleichzeitig sowieso (Spiel, Browser, Teamspeak, Office...

herrmausf 13. Okt 2021

Passt ja, es wird Winter - da kann man eine Heizung schon brauchen ;)

ms (Golem.de) 13. Okt 2021

GTA 5 ist übrigens seit Ewigkeiten in den Top10: https://store.steampowered.com/stats...



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