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FuzixOS: Alan Cox zeigt Betriebssystem für 8-Bit-CPU Z80

Der Kernel-Hacker Alan Cox hat ein unixoides Betriebssystem für den 8-Bit-Prozessor Zilog Z80 erstellt. FuzixOS soll portierbar sein und Retro-Fans dienen, benötigt aber noch viel Arbeit an Bibliotheken und Werkzeugen.

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FuzixOS wurde von Alan Cox auf dem Armstrad NC 100 getestet.
FuzixOS wurde von Alan Cox auf dem Armstrad NC 100 getestet. (Bild: Wikimedia: Putput/CC-BY-SA 3.0)

"Because Small Is Beatiful", heißt es auf der Github-Seite von FuzixOS, einem Betriebssystem für den 8-Bit-Prozessor Zilog Z80, das von dem Linux-Kernel-Hacker Alan Cox bereitgestellt wird. Scherzhaft empfiehlt Cox das System in seiner Ankündigung jenen, die genug haben von Systemd und Kdbus, denen die Linux-Community zu groß ist und die sich nach den guten alten Zeiten sehnen, als der gesamte Quellcode noch auf eine Diskette passte.

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Von Fuzix wird zunächst nur die Prozessorarchitektur des Z80 unterstützt, so dass das System auch auf Klonen und verschiedenen Varianten des Chips laufen sollte. Theoretisch könne Fuzix aber auf allem laufen, das "8-Bit hat und eine RAM-Bank", vermutet Cox. Er selbst hält etwa eine Portierung auf den 8086 für möglich, dazu brauche es aber ein verwendbares ANSI-C, weshalb Cox bereits einige Arbeiten an dem Portable C Compiler vorgenommen hat. Das Projekt benötige aber mehr Beitragende.

Wie zu erwarten, ist das von Cox erstellte System Unix-artig, er selbst beschreibt es als "Fusion verschiedener ausgesuchter Bestandteile aus UZI-Forks und -Entwicklungszweigen, die zu einer Art semikohärenter Plaftform zusammengewürfelt worden und von V7 irgendwohin in die SYS3- und SYS5-Welt erweitert worden sind, mit einigen Einwürfen von POSIX-Bestandteilen als Zugabe. Gelerntes und Tricks aus ELKS sowie OMU sind ebenfalls eingemischt worden".

Das System, das mit je 32 KByte Kernel- und Nutzerspeicher auskommen können soll, unterstützt bereits eine Vielzahl von Funktionen, Cox plant jedoch weitere. Dazu zählen Ptrace, Core-Dumps, TCP/IP, ein besserer Scheduler, die Unterstützung für Dateisysteme mit mehr als 32 MByte Größe oder auch ein Port des CP/M-Emulators auf die Systemaufrufe von Fuzix.

Das System hat Cox auf einem Emulator sowie auf einem Amstrad NC100 getestet. FuzixOS soll, falls sich genügend Beitragende und Interessierte finden, eine freie Alternative zu bisherigen Systemen sein, die sich langfristig pflegen lässt, um das Herumspielen mit Retro-Systemen zu ermöglichen.



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