Ottobahn arbeitet mit einheimischen Partnern zusammen

Abspringen müssen sie jedenfalls nicht: Die Kabine ist mit einem Aufzugmechanismus ausgestattet, der sie sanft auf den Boden herablässt. Sensoren achten darauf, dass sich unter der Kabine kein Hindernis befindet, dass kein Mensch oder Tier darunter steht. Eine Tür schwingt auf, und der Fahrgast oder die Gruppe kann aussteigen.

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Der elektrische Antrieb für den Aufzug ist auf dem Fahrgestell montiert. Beim Herunterfahren der Kabine werde ein Teil der Energie rekuperiert und anschließend wieder zum Hochziehen genutzt, sagt Schindler. Damit die Kabinen auch bei Wind bequem genutzt werden könnten, sei es möglich, an den Masten Schienen anzubringen, die verhinderten, dass die Kabine beim Ablassen schwinge.

Das Kurvenverhalten im Schienensystem ist angenehm

Auf die Fahrt selbst soll das Wetter relativ wenig Einfluss haben: Die Abdeckung ist weit genug nach unten gezogen, um die Kabine vor Wind zu schützen, so dass die Ottobahn erst ihren Betrieb bei starkem Sturm einstellen muss. Im Betrieb habe die schwebende Kabine sogar einen Vorteil gegenüber einem fahrenden Verkehrsmittel, berichtet Schindler. Sie pendle leicht in der Kurve, so dass der Fahrgast nicht wie im Auto oder Zug in einer Kurve zur Seite gedrückt werde, sondern ganz sanft senkrecht in den Sitz - kaum spürbar.

Eine Kabine hat eine Grundfläche von 1,8 Meter x 1,4 Meter. Die Höhe beträgt etwa zwei Meter. Es soll sie mit verschiedenen Layouts geben: In der Luxusvariante fährt der Fahrgast allein und kann sich unterwegs mit diversen Infotainmentsystemen die Zeit vertreiben.

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Natürlich lassen sich auch Profile hinterlegen, so dass der Fahrgast beim Einsteigen von seiner bevorzugten Musik empfangen wird und auf dem Bildschirm seinen personalisierten Nachrichten-Feed lesen kann. Ottobahn denkt auch an Zusatzdienste, etwa dass die Fahrgäste sich in ihre Kabine etwas zu essen, zu trinken oder ihre Einkäufe bestellen können.

In die Kabine passen zwei Paletten

Etwas weniger aufwendig mit Elektronik ist die Gruppenkabine ausgestattet: Hier werden sich vier Personen auf zwei Bänken gegenübersitzen. Dabei sollen sie etwas mehr Beinfreiheit haben als im Zug. Variante drei schließlich ist für den Gütertransport gedacht. Die Fläche reicht aus, um zwei Paletten nebeneinander in die Kabine zu stellen.

Wie bei der Schienentechnik setzt Ottobahn auch bei anderen Komponenten ihres Systems auf vorhandene Technik: Der Ablassmechanismus wird gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) in Dortmund entwickelt, das Fahrwerk kommt von Transtec Vetschau im Spreewald. Die Türentwicklung erfolgt zusammen mit Ife Doors, einer Tochter des Münchener Unternehmens Knorr Bremse. Die Gleisträger sollen vom Unternehmen Fuchs Europoles aus Neumarkt in der Oberpfalz kommen.

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Die erste Ottobahn soll 2023 schweben

Vorteil von vorhandener Technik sei, dass sie bereits zugelassen sei, sagt Schindler. So müsse Ottobahn am Ende nur das ganze System zertifizieren lassen, nicht aber jede Komponente einzeln. So will das Unternehmen seinen ehrgeizigen Zeitplan schaffen: Bis 2023 soll die erste Ottobahn im Einsatz sein.

Derzeit gibt es nur eine kurze Strecke im Büro. Als nächstes soll in einem Gewerbegebiet im Süden von München eine einen Kilometer lange Teststrecke gebaut werden. Der Bau soll in Kürze beginnen. Dort sollen dann auch die zwei Hauptkomponenten getestet werden, die Ottobahn für dieses System entwickelt und die überhaupt erst den Betrieb ermöglichen.

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Jossele 02. Dez 2020

Dann hast aber immer noch Autos auf den Straßen und nicht flanierende Spaziergänger...

derLaie 30. Nov 2020

Sowas muss man journalistisch trennen und einen IMHO Artikel verfassen. Du kannst deine...

MacWinUx 29. Nov 2020

Als Eisenbahner-Kind frage ich mich, wie sich die Entwickler vorstellen, dass die Gleise...

Flix 27. Nov 2020

Seilbahnen sind mist. Das wird sich niemals durchsetzen: - Ottobahn soll sich ausklinken...



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