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Future Circular Collider: Teilchenbeschleuniger der Zukunft erhält erste Milliarde

Am Cern könnte ein 91 km langer Teilchenbeschleuniger entstehen. Private Spenden von 1 Milliarde US-Dollar sollen das Projekt anschieben.
/ Mario Petzold
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Der FCC soll den LHC deutlich übertreffen, um weitere Fragen zum Universum zu beantworten. (Bild: Cern)
Der FCC soll den LHC deutlich übertreffen, um weitere Fragen zum Universum zu beantworten. Bild: Cern

Nach der Bestätigung der Machbarkeit eines neuen, im Vergleich zum LHC mehr als dreimal so großen Teilchenbeschleunigers(öffnet im neuen Fenster) im März 2025 ist für den Bau bereits eine Spendensumme von 1 Milliarde US-Dollar (860 Millionen Euro) erreicht worden – ausschließlich aus privaten Quellen.

Nach Angaben des Cern(öffnet im neuen Fenster) zählen die Breakthrough Prize Foundation, mitgegründet von Sergey Brin und Mark Zuckerberg, der italienische Unternehmer John Elkann und der französische Investor Xavier Niel zu den Geldgebern. Weitere Spenden von Privatpersonen und privaten Stiftungen kamen hinzu.

Für Jahrzehnte geplant

Der sogenannte Future Circular Collider (FCC)(öffnet im neuen Fenster) soll einen Umfang von 90,7 km besitzen und bis zu 400 Meter tief unter der Erde verlaufen. An acht auf der Oberfläche befindlichen Stationen sollen zukünftig Experimente und Messungen stattfinden.

Im Vergleich dazu wirkt der Large Hadron Collider (LHC) fast schon klein. Es misst nur 26,7 km und verfügt über vier Zugangspunkte mit unterschiedlicher Detektortechnik.

Ob der FCC tatsächlich gebaut werden kann, wird sich erst 2028 entscheiden. Denn ohne internationale Finanzierung werden die mindestens vorgesehenen 16 Milliarden Euro kaum zusammenkommen. Sollte der Bau starten können, kann nach jetzigem Stand noch vor 2050 mit ersten Experimenten begonnen werden.

Die Suche nach dunkler Materie und Antimaterie

Ab 2070 soll die maximale Energie von 100 Teraelektronenvolt (TeV) dank einer zweiten Beschleunigergeneration erreicht werden, siebenmal mehr als am LHC, der ein Proton nur auf 99,9999991 Prozent der Lichtgeschwindigkeit beschleunigen kann. Die noch höhere Energie wird benötigt, um unter anderem das Verständnis für das Higgs-Boson, genauer die Wechselwirkung mit dem Higgs-Feld(öffnet im neuen Fenster) , zu vertiefen.

Man erhofft sich dadurch, auch die Natur der dunklen Materie besser untersuchen zu können. Ebenfalls ist noch unklar, weshalb nach aktuellem Stand ein Überschuss an Materie im Vergleich zu Antimaterie besteht. Ab 2050 will man mehr wissen.


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