Future Circular Collider: Cern plant riesigen neuen Beschleuniger

Mehr Energie, größer und vor allem teurer: Das europäische Kernforschungszentrum Cern hat das Konzept für den Nachfolger des LHC vorgestellt. Von dem Future Circular Collider, in dem Teilchen mit höherer Energie kollidieren sollen, erhoffen sich Forscher unter anderem neue Erkenntnisse über die Entstehung des Universums.

Artikel veröffentlicht am ,
Lageplan des FCC: Wissen in der Grundlagenphysik verbessern, Technologien voranbringen
Lageplan des FCC: Wissen in der Grundlagenphysik verbessern, Technologien voranbringen (Bild: Cern)

Er ist der größte und leistungsfähigste Teilchenbeschleuniger und hat schon zu einem Nobelpreis beigetragen. Doch der Large Hadron Collider (LHC) reicht nicht aus: Physiker planen bereits einen neuen Teilchenbeschleuniger, der deutlich größer werden soll.

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Future Circular Collider (FCC) soll der neue Beschleuniger heißen, der ebenfalls am europäischen Kernforschungszentrum in Genf entstehen soll. Auch der neue Tunnel wird rund sein und eine Länge von 100 Kilometern haben - das ist fast das Vierfache des LHC. Das geht aus dem Conceptual Design Report (CDR) hervor, den das Cern vorgelegt hat. An der Studie, die 2014 begann, haben über 1.300 Forscher mitgearbeitet.

Im FCC sollen Elektronen mit Positronen, Protonen mit Protonen sowie Ionen mit Ionen kollidieren. Die Kollisionsenergie soll 100 Tera-Elektronenvolt (TeV) betragen: Der LHC ist auf 14 TeV ausgelegt. Von den Kollisionen erhoffen sich die Forscher unter anderem Erkenntnisse über die ersten Nanosekunden nach dem Urknall und die Entstehung des Universums. Außerdem wollen sie weitere Elementarteilchen nachweisen.

"Der Conceptual Design Report ist eine bemerkenswerte Leistung. Es zeigt die enorme Möglichkeit des FCC, unser Wissen in der Grundlagenphysik zu verbessern und viele Technologien mit weitreichenden Auswirkungen auf die Gesellschaft voranzubringen", sagte Cern-Chefin Fabiola Gianotti. Das Projekt könnte vom Fachwissen, den bestehenden Beschleunigern sowie von der gesamten Infrastruktur des CERN profitieren.

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Der Bau des Tunnels soll rund fünf Milliarden Euro kosten, der Elektronen-Positronen-Collider vier Milliarden. Die Anlage könnte um das Jahr 2040 für etwa 15 bis 20 Jahre in Betrieb gehen. Anschließend soll in dem Tunnel ein Protonen-Collider entstehen, der Ende der 2050er Jahre einsatzbereit wäre. Dafür wäre ein Etat von weiteren 15 Milliarden Euro notwendig.

Der LHC soll noch bis etwa 2040 einsatzbereit sein. Seit Dezember ist der Beschleuniger wegen Wartungsarbeiten für rund zwei Jahre außer Betrieb. Zudem wird bereits an der nächsten Ausbaustufe gearbeitet: Der LHC erhält neue, stärkere Magneten, die eine höhere Zahl an Kollisionen in der Sekunde ermöglichen sollen. Der Ausbau zum High-Luminosity-LHC soll 2025 abgeschlossen sein.

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Dieter Grosch 25. Jan 2019

Noch eine Ergänzung, Beweisen Sie mir, dass meine Vorstellung falsch ist, indem Sie Ihre...

Sothasil 22. Jan 2019

Internet ungleich www. Klar, das www wäre auch früher oder später ohne die Entwicklung...

Daphne 21. Jan 2019

Das Ding wird doch grösstenteils in der Schweiz gebaut. Noch Fragen?

Eheran 20. Jan 2019

Wenn man einen Weltraumaufzug hat ist man doch eh schon am Ziel...

Vash 19. Jan 2019

Experten wissen: Schwarze Löcher sind harmlos, solange man sie nicht füttert.



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