Fußball-Streaming ade: 400 illegale Streamingportale vom Netz genommen
Strafverfolger gehen angesichts der derzeit laufenden Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wieder verstärkt gegen illegales Streaming vor. Laut einer Pressemitteilung der US-Staatsanwaltschaft(öffnet im neuen Fenster) wurden im Rahmen einer Strafverfolgungsoperation namens Operation Offsides kürzlich knapp 400 Webseiten vom Netz genommen, die unautorisierte Streams für Spiele der Fußball-WM anboten.
Zugehörige Domains und Server sollen zudem beschlagnahmt worden sein. An deren Identifizierung wirkten laut Mitteilung neben der Fifa auch die Bein Media Group, NBC Universal, die Alliance for Creativity and Entertainment (ACE), Ultimate Fighting Championship (UFC) und Warner Brothers mit.
"In Peru und Bulgarien, zwei bekannten Zentren der Online-Piraterie, wurden Server und Domains ins Visier genommen, die mit dem illegalen Streaming von WM-Spielen in Verbindung standen", heißt es in der Meldung der US-Justiz. Weitere Maßnahmen sollen zudem in Kroatien, Rumänien, Polen und Kolumbien stattgefunden haben. Von möglichen Festnahmen der Betreiber ist jedoch nicht die Rede.
Betroffene Domains
Welche Domains genau von der jüngsten Zerschlagung betroffen sind, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Das Nachrichtenportal Torrentfreak(öffnet im neuen Fenster) konnte aber einige Domains illegaler Streamingportale ausfindig machen, die offenbar kürzlich beschlagnahmt wurden. Eine schon mehrfach aktualisierte Liste ist am Ende des Torrentfreak-Artikels zu finden.
Bei den betroffenen Domains scheint es sich überwiegend um solche mit den Endungen .com, .name, .org und .app zu handeln. Da diese von US-amerikanischen Organisationen verwaltet werden, dürfte es für die US-Behörden keine große Herausforderung gewesen sein, sie zu beschlagnahmen.
Als Gegenbeispiel wird im Bericht ein illegaler Fußball-Streamingdienst mit einer von Russland aus verwalteten Domain genannt. Dieser soll nach wie vor online sein und zuletzt über 73 Millionen Aufrufe pro Monat erzielt haben.
Erst kürzlich hatte die ACE vermeldet, 44 Domains eines illegalen Streamingdienstes namens PirloTV übernommen zu haben, welcher zuvor auf fast eine Milliarde Aufrufe pro Jahr kam. Diese Zerschlagung fand jedoch schon im Vorfeld des Finalspiels der Uefa Champions League statt, und damit vor dem 30. Mai. Teil der 400 Webportale, die jetzt im Rahmen der Fußball-WM vom Netz genommen wurden, dürften diese Domains daher nicht sein.
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