Fußball: Fifa setzt bei erstem neuen Computerspiel auf NFT und Krypto
Wer sich jahrelang darüber beschwert hat, dass die Fifa-Sportspiele von Electronic Arts zu kommerziell seien, muss rückblickend wohl sagen: Es hätte noch viel schlimmer kommen können.
Dieser Eindruck drängt sich jedenfalls nach Ankündigung von Fifa Rivals auf, dem ersten neuen Game nach der Trennung von Fußball-Weltverband und EA Sports im Jahr 2022.
Fifa Rivals soll im Sommer 2025 als kostenloser Download für mobile Endgeräte (Android und iOS) erscheinen.
Die Spieler können laut der Pressemitteilung(öffnet im neuen Fenster) ihren eigenen Fußballverein gründen und managen, das Team zusammenstellen und verstärken sowie in Echtzeit gegen andere Spieler antreten.
Für die Produktion ist das kalifornische Entwicklerstudio Mythical Games zuständig. Das hat bereits ein offiziell lizenziertes Sportspiel namens NFL Rivals im Angebot – es dient offensichtlich als Blaupause für Fifa Rivals.
Die Monetarisierung soll "über In-Game- und Online-Marktplätze" erfolgen, die "die Mythos-Blockchain nutzen und auf denen die Spieler ihre Lieblingsfußballstars kaufen, verkaufen und tauschen" können.
Besonders leistungsstarke Athleten soll es als NFT geben, also quasi einmalig oder zumindest in limitierter Auflage. Wie das in NFL Rivals aussieht, kann man sich im Marktplatz anschauen(öffnet im neuen Fenster) : Dort werden virtuelle Sportler für Summen zwischen etwas mehr als einem US-Dollar und rund 30 US-Dollar gehandelt.
Auch eine eigene Kryptowährung soll in Fifa Rivals zum Einsatz kommen: Die schon in NFL Rivals verwendeten Mythos Token, die momentan über eine Marktkapitalisierung von etwas mehr als 90 Millionen Euro verfügen(öffnet im neuen Fenster) .
Für Fans von Pay-to-Win ein Volltreffer
Ob Fifa Rivals bei europäischen Fußballfans gut ankommt, die traditionell eher gegen allzu viel Kommerz im Sport sind, bleibt abzuwarten. Die Bewertungen von NFL Rivals in den App Stores sind gar nicht so übel: Auf iOS etwa erhält das Spiel die Durchschnittsnote 4,7 (von 5).
Allerdings wird klar gesagt, dass es durch die Pay-to-Win-Mechaniken extrem schwer bis quasi unmöglich sei, in den Wettbewerben gut abzuschneiden.
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