Was ist, wenn ein Schiff sinkt?

Für 2024 ist nämlich das sogenannte Kryostat Closure geplant, der Abschluss der Arbeiten am Kryostat. Dann wird die Anlage noch abgenommen - und der nächste große Moment zum Luftanhalten steht bevor: Die Luft wird abgepumpt für das First Plasma, das im Dezember 2025 stattfinden soll.

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Wissenschaftlich sei das erste Plasma "nicht sehr spektakulär", sagt Griffith. Wie im Wendelstein 7-X in Greifswald vor einigen Jahren wird in Cadarache zuerst Helium-Plasma erzeugt, das deutlich weniger heiß ist als Wasserstoffplasma. Damit soll hauptsächlich gezeigt werden, dass der Vakuumbehälter dicht hält und alles so funktioniert, wie es soll.

Dann bestehe auch die letzte Möglichkeit, nochmal "per Hand" an die Maschine zu kommen, erzählt Griffith. Denn wenn erst einmal Plasma Deuterium und Tritium, die eigentlichen Brennstoffe, in die Vakuumkammer eingespeist werden, dürfen keine Menschen, sondern nur noch Roboter hinein.

First Plasma ist aber auch ein politisch bedeutsames Etappenziel: Es bedeutet, dass die Bauphase abgeschlossen ist und die Betriebsphase beginnt. Dieser Übergang ist auch bedeutsam, weil für die neue Phase wieder Gelder bereitgestellt werden.

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Auch wenn es Betriebsphase heißt, wird dennoch weiter am Iter gebaut. Es werden noch drei Phasen folgen, in denen mehr Komponenten ergänzt werden. Erst zehn Jahre nach dem First Plasma, also im Jahr 2035, soll Iter so weit sein, dass dort Deuterium und Tritium fusioniert werden.

Bis dahin ist der Reaktor vor allem eine logistische Herausforderung: Die Anlage wird aus über einer Million Teilen gebaut, die entsprechend aus der ganzen Welt angeliefert werden: Eine der kleineren beiden polodialen Feldspulen wurde in China gebaut und ist bald auf dem Weg nach Cadarache. Die ersten Sektoren für das Vakuumgefäß sind fertig. Sie kommen aus Südkorea und Europa und sollen ebenfalls Anfang dieses Jahres vor Ort sein. Per Schiff werden sie nach Marseille geliefert und per Spezialtransporten auf einer eigens dafür angelegten Route zur Baustelle transportiert.

Die Koordination übernimmt das Projektbüro, das aktuell größer ist als die wissenschaftliche Abteilung. "Momentan ist Iter ein Bauprojekt", sagt Griffith. "Wir haben sehr viele Wissenschaftler und Ingenieure hier. Aber derzeit geht es darum, dieses Riesenpuzzle zusammenzufügen." Hauptaufgabe ist, die Komponenten im Auge zu behalten, dafür zu sorgen, dass sie fertig und versandt werden, zu wissen, wo sie sich gerade befinden, so dass sie pünktlich vor Ort sind.

Natürlich sind überall genug Toleranzen eingebaut, damit der Bau nicht stillsteht, wenn sich eine Komponente verspätet. Das Schlimmste sollte allerdings nicht passieren: "Wenn ein Schiff sinkt, dafür haben wir, glaube ich, keine Backup-Lösung."

Geschick ist aber nicht nur beim Umgang mit den Komponenten gefragt.

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 Fusionsreaktor Iter: Das Eine-Million-Teile-Puzzle in der entscheidenden PhaseEin schwankendes Projekt 
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derdiedas 06. Mai 2020

https://www.youtube.com/watch?v=MmPrWr4pY10

Poison Nuke 07. Feb 2020

Tritium mag ja Radioaktiv sein, aber die Strahlung ist absolut harmlos und ungefährlich...

Poison Nuke 07. Feb 2020

Warum baut man 3,2m dicke Betonwände mit tausenden Tonnen Armierungsstahl um den Reaktor...

NeoTiger 03. Feb 2020

Das ist von der Bedeutung erst mal beides das Gleiche. Die Kritikalität der...

TonyStark 28. Jan 2020

sollte eigendlich eine Anspielung auf meinen Namen sein >TonyStark=Iron Man Ich finde das...



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