Fusion: Telefónica will O2 verkaufen
Die Telefónica will ihre britische Mobilfunksparte an BT (British Telecom) abgeben, um dafür 20 Prozent an dem Festnetzbetreiber zu erhalten. Das berichtet die spanische Onlinezeitung El Confidencial(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf mehrere informierte Quellen. Die Verhandlungen zwischen dem spanischen Konzern und BT seien schon relativ weit fortgeschritten, ohne dass jedoch bisher ein Vertrag unterzeichnet sei.
Laut den Informationen von El Confidencial will Telefónica durch den Zusammenschluss verhindern, dass der US-Konzern AT&T in Europa durch Übernahmen oder Fusionen stärker wird.
Telefónica verfügt in Großbritannien nicht über ein eigenes Festnetz und hat 24,32 Millionen Mobilfunkkunden. Telefónica Chief Operating Officer José María Álvarez-Pallete hatte laut der britischen Financial Times erklärt, der britische Markt sei noch nicht konvergent bei Mobilfunk und Festnetz. Wenn sich dies ändere, werde der Konzern überlegen, wie die Zukunft des dortigen Landesgeschäfts aussehe.
O2 wurde 1985 von der BT Group und Securicor als Gemeinschaftsunternehmen Cellnet gegründet und 1999 von BT komplett übernommen. Im Jahr 2005 kaufte Telefónica den Mobilfunkbetreiber O2 mit seinen Landestöchtern in Deutschland, Irland und den Niederlanden für 18 Milliarden Pfund von der BT Group.
In Deutschland ist O2 mit E-Plus fusioniert. Die Übernahme hatte ein Volumen von 12 Milliarden Euro: Telefónica zahlte für E-Plus 3,7 Milliarden Euro, die niederländische E-Plus-Mutter KPN bekam einen Anteil von 24,9 Prozent an dem Unternehmen.
Seit Anfang Oktober 2014 ist E-Plus eine hundertprozentige Tochter von Telefónica. Mit fast 47 Millionen Anschlüssen wurde das Unternehmen gemessen an den Kundenzahlen zum größten Mobilfunkbetreiber in Deutschland.
Nachtrag vom 25. November 2014, 9:43 Uhr
BT hat bestätigt(öffnet im neuen Fenster), dass zwei Mobilfunkanbieter in Großbritannien mit einem Verkaufsangebot an das Unternehmen herangetreten seien. Einer davon sei O2 gewesen, wobei es wie berichtet um den Verkauf des britischen Landesgeschäfts ging.
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