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Fusion mit Ericsson: Telekomausrüster Nokia soll zum Verkauf stehen

Nokia hat offenbar erhebliche finanzielle Probleme und prüft einen Zusammenschluss mit einem Konkurrenten wie Ericsson. In der Debatte um eine angebliche Bedrohung durch Huawei wirft das Fragen auf.

Artikel veröffentlicht am ,
Am Nokia-Hauptsitz in Finnland
Am Nokia-Hauptsitz in Finnland (Bild: Mikko Stig/AFP via Getty Images)

Nokia prüft strategische Optionen, die von potenziellen Verkäufen von Unternehmensteilen bis hin zu Fusionen mit Konkurrenten reichen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Kreise. Das Unternehmen arbeite mit externen Beratern, um auch die Verlagerung von Investitionen und die Durchführung von Bilanzanpassungen zu prüfen.

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Die Gespräche dauerten an und es gebe keine Gewissheit, dass sie zu Transaktionen führen werden, sagten die Quellen. Ein Sprecher des Telekommunikationsausrüsters Nokia am Hauptsitz im finnischen Espoo lehnte eine Stellungnahme ab.

Das Unternehmen hat seinen Ausblick gekürzt und die Dividende im Oktober 2019 ausgesetzt. Nokia rechnet erst 2021 mit einer deutlichen Erholung des Gewinns. Nokia-Konzernchef Rajeev Suri räumte am 6. Februar ein, dass sein Unternehmen vor großen Herausforderungen bei der Cash-Generierung stehe. Die Marktkapitalisierung von Nokia lag im Oktober 2019 bei rund 29 Milliarden US-Dollar, die von Ericsson bei 27 Milliarden US-Dollar.

Laut Bloomberg könnte Nokia auch ein Zusammengehen mit einem Konkurrenten wie Ericsson oder eine Partnerschaft in bestimmten Geschäftsbereichen in Betracht ziehen. Dadurch wäre man aber mit kartellrechtlichen Kontrollen und Widerstand zur Erhaltung von Arbeitsplätzen konfrontiert. Ein Vertreter von Ericsson lehnte eine Stellungnahme ab.

Derzeit wird Nokia in der Kampagne gegen Huawei von der US-Regierung als Hoffnungsträger dargestellt. Die fehlende finanzielle Stabilität wirft aber Fragen zur Überlebensfähigkeit auf. Eine Übernahme von Nokia durch US-Konzerne wie Cisco oder den US-Festnetzausrüster Adtran brächte neue Ungewissheiten. Adtran hatte im Dezember 2011 das Geschäft mit Ausrüstung für Festnetz-Breitband von Nokia Siemens Networks gekauft.

Die USA und ihre Geheimdienste haben nach dem Patriot Act und aktuell dem Cloud Act weitreichende Zugriffe auf die Daten von US-Cloud-Providern auch im Ausland. Mittel- und längerfristig könnte Nokia so im schlimmsten Fall einen Ausschluss vom chinesischen Markt riskieren. Nokia erhielt 5G-Verträge im Wert von 2,2 Milliarden US-Dollar von den drei größten chinesischen Betreibern China Mobile, China Telecom und China Unicom. Ericsson hat ebenfalls Verträge mit einem hohen Volumen abgeschlossen.

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TW1920 28. Feb 2020 / Themenstart

Ja, dass da vieles zusammengewürfelt wurde hat Probleme verursacht, was immer bei so gro...

TW1920 28. Feb 2020 / Themenstart

sitzen halt gegenüber auf dem selben Campus. heißt ja deswegn nicht das gleiche Unternehmen

Svenson0711 28. Feb 2020 / Themenstart

Nein, eben nicht "back to the roots" sondern "back to the boots" :-)

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