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Sandisks neue portable SSD im Juni 2015 auf der Computex
Sandisks neue portable SSD im Juni 2015 auf der Computex (Bild: Pichi Chuang/Reuters)

Fusion: Western Digital übernimmt Sandisk

Sandisks neue portable SSD im Juni 2015 auf der Computex
Sandisks neue portable SSD im Juni 2015 auf der Computex (Bild: Pichi Chuang/Reuters)

Micron und Western Digital verhandeln mit Sandisk über eine Übernahme. Der SSD-Hersteller ist derzeit 12,6 Milliarden US-Dollar wert. Bei den Verhandlungen ist auch ein chinesischer Staatskonzern dabei, das Joint Venture mit Toshiba bleibt bestehen.

Der Chiphersteller Micron Technology und der Festplattenproduzent Western Digital wollen Sandisk übernehmen oder mit dem Unternehmen fusionieren. Das hat die Nachrichtenagentur Bloomberg aus informierten Kreisen erfahren. Sandisk ist ein US-amerikanisches Unternehmen, das Flashspeicher, SSDs und Software entwickelt und herstellt.

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Sandisk hat einen Börsenwert von 12,6 Milliarden US-Dollar und lässt sich für die mögliche Übernahme von einer Bank beraten. Der Hersteller ist wegen fallender Speicherpreise in Schwierigkeiten, die Aktie ist um 37 Prozent gefallen. Eine Entscheidung ist noch nicht getroffen und die Gespräche könnten auch noch abgebrochen werden. Sandisk fordert laut dem Bericht mindestens 90 US-Dollar pro Aktie. Micron, Western Digital und Sandisk haben den Bericht nicht kommentiert. Sandisk mit Sitz im kalifornischen Milpitas betreibt zusammen mit Toshiba Flash-Fabriken und dürfte die Zustimmung der Japaner für eine Übernahme benötigen.

Das Geld kommt aus China

Eine Tochter des chinesischen Staatsunternehmens Tsinghua hatte einen Anteil von 15 Prozent an Western Digital erworben. Zu diesem Zweck kaufte Unisplendour neu ausgegebene Aktien für 3,78 Milliarden US-Dollar. Damit verfügt der Festplattenhersteller wieder über ausreichende Reserven für Übernahmen. Tsinghua hat laut Medienberichten auch ein Angebot über 23 Milliarden US-Dollar für Micron vorgelegt. Die US-Regierung soll aber Sicherheitsbedenken geäußert haben.

Umgekehrt investieren aber auch US-Unternehmen wie Intel, zuletzt in RDA Microelectronics und Spreadtrum Communications, beide gehören zu Tsinghua. Intel hat durch die Beteiligung in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar mehr Optionen im chinesischen Smartphone-Markt.

Nachtrag vom 21. Oktober 2015, 15:04 Uhr

Western Digital hat Sandisk für 19 Milliarden US-Dollar übernommen. Das Joint Venture aus Sandisk und Toshiba bleibt bestehen, passend dazu verkündeten beide Hersteller den Ausrüstungsstart der Fab 2 in Yokkaichi, Japan. Dort sollen künftig 256-GBit-TLC-Flash-Bausteine produziert werden.


eye home zur Startseite
Lala Satalin... 21. Okt 2015

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