Furiosa: Anya Taylor-Joy hat nur 30 Sätze an Dialog
Sowohl Mel Gibson als auch Tom Hardy waren in der ursprünglichen Mad-Max-Trilogie und in Mad Max: Fury Road schweigsame Helden. Anya Taylor-Joys Figur Furiosa gilt das auch, laut The Telegraph(öffnet im neuen Fenster) hat sie nur ungefähr 30 Dialoge.
Dass die Hauptfiguren in Mad Max nicht viel reden, ist Teil der DNA von Mad Max. Anya Taylor-Joy fiel das aber nicht gerade leicht. Sie sagte der New York Times(öffnet im neuen Fenster) , dass sie Monate am Set gewesen sei, ohne dass ihre Figur auch nur ein Wort gesagt habe. "Ich habe mich nie einsamer bei einem Dreh gefühlt. Ich möchte da nicht zu sehr in die Tiefe gehen, aber alles, von dem ich dachte, dass es einfach sein würde, war tatsächlich sehr schwierig."
Vielleicht in 20 Jahren
Auf die Frage, was so schwierig war, wollte sie nicht antworten und sagte nur, man solle sie das in 20 Jahren noch einmal fragen. Sie erklärte aber auch, was ihr an der Figur wichtig war: Sie habe häufig mit dem Regisseur George Miller darüber gesprochen, dass Furiosas Wut erkennbar sein müsste, auch wenn sie die nicht hinausschreien konnte(öffnet im neuen Fenster) .
"George hatte eine sehr genaue Vorstellung von Furiosa – und mehr noch von ihrem Gesichtsausdruck. Mir blieben über große Teile des Films nur meine Augen. Mein Mund war geschlossen, ich sollte keine Emotion zeigen, sondern meine Augen sprechen lassen," erklärte Taylor-Joy.
Ein Schrei kam doch
Allerdings gibt es einen Schrei in dem Film, für den Taylor-Joy wirklich hart kämpfen musste. Genauer gesagt hatte sie drei Monate lang Diskussionen mit Miller, bis er auf ihre Linie einschwenkte.
Taylor-Joy erklärte aber auch, dass sie Millers Vision ganz und gar akzeptiere. Sie habe mit ihm über die Dinge gesprochen, die sie wirklich aufwühlten, sei aber nie drängend gewesen. Letzten Endes, sagte sie, habe sie ihre Argumente vorgebracht, aber es sei Millers Entscheidung gewesen, in welche Richtung er gehen wollte.
Furiosa startet am 23. Mai in den deutschen Kinos. Premiere feiert er bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes.