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Funkzelle: Vodafone Deutschland funkt aus Gullydeckeln

Vodafone erprobt in Stuttgart einen Kanaldeckel als Mobilfunk antenne, um auf engem Raum mehr Menschen zu versorgen. Auch in Berlin wird eine neue Lösung ausprobiert.
/ Achim Sawall
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Der Gully-Funk (Bild: Vodafone)
Der Gully-Funk Bild: Vodafone

Mit einem Gullydeckel und einer unterhalb integrierten Funkzelle erprobt Vodafone zurzeit in Stuttgart neue Möglichkeiten für ein besseres Mobilfunknetz. Das gab das Unternehmen am 6. Oktober 2016 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Das soll auf Großveranstaltungen wie dem Cannstatter Wasen die Verbindungen verbessern – und künftig auch bei 5G.

Mehr Menschen auf engstem Raum benötigen mehr Netz: Da der verfügbare Platz auf dem Volksfest-Gelände in Stuttgart-Cannstatt begrenzt ist, geht Vodafone in die Tiefe.

Antennen und Systemtechnik befinden sich unterhalb einer Kanalabdeckung aus Kohlenstofffaser. Die wasserfeste Technik wird als eigenständige Mobilfunkstation in das Vodafone-Netz integriert.

Mobilfunk-Kapazität auf kleinem Raum

Im Gegensatz zu üblichen Antennen versorgt diese Technologie keine große Fläche, sondern eignet sich speziell für die Aufstockung der Mobilfunk-Kapazität auf kleinem Raum. Zum Ende des Volksfests wird Vodafone die mit der neuen Technologie gemachten Erfahrungen auswerten und entscheiden, ob die Gully-Antenne in Zukunft eingesetzt wird.

Unterirdische Mobilfunkantennen der Swisscom im Gully arbeiten mit vier Sendepfaden (MIMO) und sind mit einem Kunststoffdeckel sowie einem Schutzgehäuse ausgestattet. Sie werden seit dem Jahr 2015 eingesetzt .

In Berlin hat Vodafone die große Partymeile zwischen dem Brandenburger Tor und der Siegessäule mit 20 zusätzlichen Funkzellen verstärkt, damit in der Silvesternacht und beim Public Viewing großer Sportereignisse bis zu 1,5 Millionen Besucher ein stabileres Mobilfunknetz vorfinden. Als Antennenträger dienen Laternen im Jugendstil entlang der Partymeile.

Mobilfunkantennen würden sich schon in wenigen Jahren nicht nur auf Häusern und Masten befinden, sondern in Straßenlaternen, auf Bushaltestellen und vielleicht auch in Gullydeckeln.


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