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Licht als Alternative zum Funk

Aber: Muss es überhaupt immer Funk sein? Der Vertreter des Berliner Heinrich-Hertz-Instituts verneint und bringt stattdessen Licht als Übertragungsmedium ins Spiel: "Wir verwenden herkömmliche LEDs. Diese LEDs können wir nutzen, um damit mit sehr hohen Datenraten mobil und drahtlos zu kommunizieren."

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Die "LiFi"-Technik ist bereits mehrere Jahre alt und hat sich stark weiterentwickelt. Waren vor einigen Jahren noch nur wenige Megabyte pro Sekunde unidirektional möglich, schaffen heutige Systeme wie das vom HHI nun Gigabyte-Raten sowohl in Sende- als auch in Empfangsrichtung. So sei es möglich, Industriehallen oder Büros mit drahtloser Konnektivität auszurüsten, ohne die Problematik der überlaufenen Funk-Frequenzbänder zu streifen.

"Nutzung von Frequenzbändern ist kostbar"

Dank technischer Innovationen können Störungen in den verschiedenen Frequenzbändern heute bereits sehr gut umgangen werden. Dennoch ist die Nutzung der Frequenzbänder extrem eng geworden. Darauf weist Sören Peik von der Hochschule Bremen hin: "Das sieht man zum Beispiel daran, dass, wenn irgendwo eine Frequenz frei wird, gleich viele Interessenten auf diese Frequenzen springen wollen. Die Nutzung von Frequenzbändern ist etwas extrem Kostbares."

Entsprechend versuchen Gesetzgeber und Verwaltung möglichst viele Bänder freizugeben. Markus Schreiber, der Leiter des Referats Prüf- und Messdienst bei der Bundesnetzagentur, sagt: "Das ist auch der Ansatz, dass der Einzelne nicht mehr Zuteilungen braucht. Das bedeutet aber auch immer, dass letztendlich keine Garantie da ist, dass die Anwendung überall und zu jeder Zeit funktioniert. Die Rahmenbedingungen, das ist der Preis der Freiheit."

Darin stecke aber auch die Herausforderung für Entwickler und Hersteller, die Parameter allgemein so zu wählen, dass möglichst weitgehend auch eine Verträglichkeit gegeben ist, so Schreiber. Der Bremer Sören Peik ergänzt: "Einerseits gibt es die Lizenzierung und das andere ist, dass die Funkstandards so definiert sind, dass sie möglichst immun sind. Dementsprechend sind die meisten Leute noch frohen Mutes, dass es irgendwie gehen wird."

Denkbar sei beispielsweise, dass künftig nicht nur innerhalb eines Standards auf die kooperative Nutzung des verfügbaren Spektrums abgezielt wird, sondern aktiv übergreifend über alle Techniken, die ein Frequenzband nutzen: "Zurzeit ist die Kooperation noch passiver Natur. Man versucht, den anderen auszuweichen. Wie im Straßenverkehr. Wenn zu viele Leute da sind, kann nicht jeder jedem ausweichen. Da muss man sich auch zwischen den Protokollen absprechen."

Die Funkverschmutzung ist da - wie schlimm wird sie noch?

Es gibt Störungen, doch es könnte schlimmer sein. Und derzeit läuft es im Bereich der Funkkommunikation. Also alles gut? Ja und nein. "Dadurch, dass immer mehr elektronische Geräte den Markt fluten, ist es natürlich so, dass es eine gewisse Funkverschmutzung gibt, die ist nicht wegzudiskutieren", fasst Sören Peik zusammen.

Aber, auch das betont der Bremer Professor, diese Verschmutzung laufe noch sehr in geregelten Bahnen ab. "Es ist kein Wildwest, was hier herrscht in Deutschland, sondern es ist alles genau geregelt, es ist lizenziert und es läuft in der Regel in diesen geregelten Bahnen ab. Es gibt nicht ein Szenario, bei dem ich sagen würde: Das wird völlig außer Kontrolle geraten demnächst."

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tritratrulala 28. Jul 2020 / Themenstart

Mich stören regulatorisch vor allem die überbordenden Forderungen der Mobilfunk...

FreiGeistler 28. Jul 2020 / Themenstart

Radioteleskope horchen doch nur?

chefin 28. Jul 2020 / Themenstart

naja, es gibt halt kein 0 oder 1 in diesem Bereich. Es gibt ein breites Spectrum an...

chefin 28. Jul 2020 / Themenstart

Was sollen 6G Frequenzen sein? 4G, 5G, 6G sind Sendeprotokolle, die grundsätzlich...

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