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Funklöcher: Vodafone plant starken LTE-Ausbau

Cebit 2018
Vodafone will entlang von Autobahnen und Bahnstrecken die LTE-Abdeckung flächendeckend machen. Ende kommenden Jahres soll es so weit sein.
/ Achim Sawall
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LTE entlang der Autobahnen (Bild: Vodafone)
LTE entlang der Autobahnen Bild: Vodafone

Vodafone will an Autobahnen, Bahnstrecken und auf Flughäfen in Deutschland sein LTE-Netz ausbauen. Ziel sei eine verbesserte Versorgung für alle Hauptverkehrsadern, erklärte der Mobilfunkbetreiber am 11. Juni 2018(öffnet im neuen Fenster) auf der Cebit. Bis Ende des Jahres 2019 soll LTE flächendeckend auf allen Autobahnen und entlang der ICE-Hauptstrecken angeboten werden. In diesem Geschäftsjahr startet Vodafone LTE an 700 zusätzlichen Mobilfunk-Basisstationen.

Die bayerische Staatsregierung hat bereits angekündigt, einen Mobilfunkpakt abzuschließen, um Funklöcher zu beseitigen. Wirtschaftsminister Franz Pschierer (CSU) will, dass Behörden, Gemeinden und Netzbetreiber konkrete Ziele für den Ausbau festlegen.

Bahn: Funklöcher entlang der Strecken

Laut dem Chip-Netztest vom November 2017 ist die Netzqualität im Zug bei allen drei Netzbetreibern und der Deutschen Bahn nicht ausreichend. Der damalige Deutsche-Bahn-Chef Rüdiger Grube hatte auf der Cebit im Jahr 2016 erklärt, dass die Bahnstrecken von genügend Funktürmen ausgeleuchtet werden müssten. "29.000 Kilometer sind nicht ausgeleuchtet", sagte Grube.

Die Deutsche Bahn hat bereits erklärt, zu prüfen, entlang der Gleise mit schwacher oder nicht vorhandener Mobilfunkversorgung selbst ein Netz aufzubauen. Das hatte Sabina Jeschke, die Technik- und Digitalisierungsvorständin der Deutschen Bahn, erklärt. Eigene Sende- und Empfangsmasten könnten aufgestellt werden.

"Wenn die Kunden gute Mobilfunkverbindungen haben wollen, müssen wir sie ihnen anbieten", sagte Jeschke. Für den Mobilfunk seien die Netzbetreiber verantwortlich. Doch sollte in Verhandlungen zwischen der Bahn und den Unternehmen keine Verbesserung erreicht werden können, müsse die Bahn "auch über unkonventionelle" Wege nachdenken, sagte die studierte Informatikerin, die Professorin an der RWTH Aachen ist.


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