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Funklöcher: Telekom-Tochter will keine staatlichen Mobilfunktürme

Die Telekom-Tochter Deutsche Funkturm hält die Gründung einer staatlichen Mobilfunkturm-Gesellschaft für nicht effizient genug. Es gebe bessere Methoden, etwa kürzere Genehmigungsverfahren.

Artikel veröffentlicht am ,
Mastbau der Deutschen Funkturm
Mastbau der Deutschen Funkturm (Bild: Deutsche Funkturm)

Die Deutsche Funkturm sieht die Pläne eher kritisch, eine staatliche Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft (MIG) zu gründen, die eigene Mobilfunkmasten errichten lässt, um weiße Flecken zu beseitigen. "Wir glauben, dass es weitaus effizientere Maßnahmen für eine beschleunigte Mobilfunkversorgung in Deutschland gibt als die Gründung einer staatlichen Infrastrukturgesellschaft", sagte der Sprecher der Deutsche Funkturm, Benedikt Albers, Golem.de auf Anfrage.

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Durch Förderprogramme für wirtschaftlich nicht lukrative Standorte, die Bereitstellung von öffentlichen Liegenschaften und kürzere Genehmigungsverfahren ließen sich "unmittelbar positive Effekte für einen schnelleren und großflächigeren Mobilfunkausbau" erzielen.

"Wir begrüßen, dass der Ausbau der Mobilfunkinfrastruktur in weißen Flecken unterstützt werden soll. Eine staatliche Infrastrukturgesellschaft kann helfen, die Versorgung dort sicherzustellen, wo ein wirtschaftlicher Ausbau durch die Unternehmen nicht möglich ist", erklärte Albers. Wichtig sei, jetzt wieder in einen Dialog zu kommen. "Mit einem unabgestimmten Bau von Standorten durch die staatliche Gesellschaft, der nicht zu den bestehenden Netzen passt, gepaart mit einem Anschluss- und Benutzungszwang und hohen Mietentgelten, würden aus unserer Sicht den Betreibern zusätzliche hohe Kosten aufgebürdet, ohne zu sinnvollen Lösungen für unsere Kunden und alle Bürger zu kommen."

Bauantrag seit drei Jahren hin- und hergeschoben

Die Deutsche Telekom warte bei über 1.000 Mobilfunkstandorten auf Genehmigungen, erklärte Telekom-Chef Tim Höttges im Mai 2019. "In einem Fall wird unser Bauantrag seit drei Jahren hin- und hergeschoben. In einem anderen Fall erhalten wir seit 1.023 Tagen kein Grundstück zum Bau." Die Telekom würde viel mehr bauen, wenn es möglich wäre, erklärte Höttges.

Die Fraktionsvorstände von SPD und CDU/CSU haben auf Bundesebene die Gründung einer Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft (MIG) beschlossen, mit der der Bau eigener Mobilfunkmasten beauftragt werden kann. Der Bund soll sich ausschließlich auf die Beseitigung weißer Flecken konzentrieren. "Um einen effektiven Ausbau der Mobilfunkmasten zu gewährleisten, wird prioritär auf Grundstücke und Liegenschaften der öffentlichen Hand zurückgegriffen", erklärten die Vorstände. Die Technik auf den Masten errichten die Mobilfunkbetreiber, die Masten bleiben im Besitz des Bundes.



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Paule 23. Jun 2019

Laut Text geht es um 1000 noch laufende Bauanträge, die noch nicht genehmigt und...

Paule 23. Jun 2019

Ich glaube er hat sich da als Nicht-Fachmann nur undeutlich ausgedrückt. Was er meinte...


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