Abo
  • Services:

Funklöcher: Telefónica spottet über Netzabdeckung im Wald für Pilze-Apps

Der Telefónica-Deutschland-Chef macht sich darüber lustig, dass es gutes Netz sogar im Wald geben soll. Für den flächendeckenden 5G-Ausbau fehlen die Mittel.

Artikel veröffentlicht am ,
Markus Haas
Markus Haas (Bild: Telefónica)

Telefónica Deutschland bezeichnet eine hundertprozentige Flächenabdeckung mit dem neuen Mobilfunkstandard 5G mit den 3,5-GHz-Frequenzen als nicht machbar. "Eine vollständige Abdeckung der Bevölkerung mit schnellem Internet brauchen wir, ja, eine 100-prozentige Flächenabdeckung ist aber unmöglich", sagte Markus Haas, Vorstandsvorsitzender von Telefónica Deutschland, der Süddeutschen Zeitung. "Inzwischen soll es am liebsten ein gutes Netz im Wald geben, damit Pilzsucher über eine App ihre gesammelten Pilze bestimmen können", sagte Haas. Hintergrund für den Spott ist, dass die Telefónica aus der verschuldeten Konzernzentrale in Madrid nicht genügend finanzielle Mittel bekommt, um ein leistungsfähiges 5G-Netz aufzubauen.

Stellenmarkt
  1. Alexander Bürkle GmbH & Co. KG, Freiburg
  2. Groz-Beckert KG, Albstadt

Insgesamt sei die Akzeptanz für den Mobilfunk und den notwendigen Ausbau in der Bevölkerung sehr gestiegen. "Inzwischen unterstützen die Gemeinden und selbst die Grünen den Ausbau des Mobilfunks", erklärte Haas.

"Es wird nicht auf jeder kleinen Straße, in jedem Waldstück und in jeder Anwohnersackgasse 5G geben. Dafür müssten wir mehrere Hunderttausend Antennen bauen, das ist weder wertstiftend noch finanzierbar", sagte Haas. Tatsächlich ist der 5G-Ausbau laut Informationen von Golem.de kostspielig und würde durch die vielen neuen Sites, die errichtet werden müssten, pro Netzbetreiber einen Betrag im unteren zweistelligen Milliarden-Euro-Bereich kosten. Um Kosten zu sparen, wäre der Aufbau eines gemeinsamen Netzes eine logische Möglichkeit.

Bundesinnenminister Seehofer hatte zuletzt 5G in jedem Dorf gefordert. "Wir brauchen eine ehrliche öffentliche Diskussion und sollten uns nicht immer mit unrealistischen Vorschlägen überbieten, die technisch gar nicht machbar sind", sagte Haas dazu. Etwa für das autonome Fahren sei künftig eben ein Technologiemix nötig, auch mit Hilfe von Sensoren, Satelliten und anderen Technologien.

Ende November will die Bundesnetzagentur die Bedingungen öffentlich machen, darunter laut Süddeutscher Zeitung auch der Zwang zu einem flächendeckenden Aufbau. Hass fordert nun deutlich geringere Minimumangebote, damit mehr in die Infrastruktur investiert werden kann. "Der Staat hat doch derzeit kein Einnahmeproblem. Wenn in drei Jahren gewählt wird, werden die Bürger sich fragen, ob die Netze besser ausgebaut wurden, nicht, wie viel bei der Frequenzauktion in den Staatshaushalt floss", sagte Haas.



Anzeige
Top-Angebote
  1. ab 529,00€ (bei o2online.de)
  2. 1745,00€
  3. 64,89€
  4. 3,74€

Richard Wahner 15. Nov 2018

Keine Sorge, das war durchaus zu erkennen. ;-) Aber auch hinter einer scherzhaften...

berritorre 14. Nov 2018

Tja, auch ich war in den USA auf einem Roadtrip um den Grand Canyon herum und da war...

Top-OR 14. Nov 2018

So siehts aus. Dieser Anbieter ist auf so vielen Ebenen eine Krankheit ...

maci23 14. Nov 2018

Ja vollkommen richtig! Selten so schwachsinnige Aussagen gelesen.

cyborg 13. Nov 2018

Letzten Herbst (2017) haben in den Wäldern hier in der Gegend vernetzte Pilzsucher einen...


Folgen Sie uns
       


Huawei Matebook 14 - Hands on (MWC 2019)

Das Matebook 14 ist eines von zwei neuen Notebooks, das Huawei auf dem MWC 2019 vorgestellt hat. Golem.de hat sich das Gerät genauer angeschaut.

Huawei Matebook 14 - Hands on (MWC 2019) Video aufrufen
Überwachung: Wenn die Firma heimlich ihre Mitarbeiter ausspioniert
Überwachung
Wenn die Firma heimlich ihre Mitarbeiter ausspioniert

Videokameras, Wanzen, GPS-Tracker, Keylogger - es gibt viele Möglichkeiten, mit denen Firmen Mitarbeiter kontrollieren können. Nicht wenige tun das auch und werden dafür mitunter bestraft. Manchmal kommen sie aber selbst mit heimlichen Überwachungsaktionen durch. Es kommt auf die Gründe an.
Von Harald Büring

  1. Österreich Bundesheer soll mehr Daten bekommen
  2. Datenschutz Chinesische Kameraüberwachung hält Bus-Werbung für Fußgänger
  3. Überwachung Infosystem über Funkzellenabfragen in Berlin gestartet

Operation 13: Anonymous wird wieder aktiv
Operation 13
Anonymous wird wieder aktiv

Mehrere Jahre wirkte es, als sei das dezentrale Kollektiv Anonymous in Deutschland eingeschlafen. Doch es bewegt sich etwas, die Aktivisten machen gegen Artikel 13 mobil - auf der Straße wie im Internet.
Von Anna Biselli


    Display-Technik: So funktionieren Micro-LEDs
    Display-Technik
    So funktionieren Micro-LEDs

    Nach Flüssigkristallanzeigen (LCD) mit Hintergrundbeleuchtung und OLED-Bildschirmen sind Micro-LEDs der nächste Schritt: Apple arbeitet daran für Smartwatches und Samsung hat bereits einen Fernseher vorgestellt. Die Technik hat viele Vorteile, ist aber aufwendig in der Fertigung.
    Von Mike Wobker

    1. AU Optronics Apple soll Wechsel von OLEDs zu Micro-LEDs vorbereiten

      •  /