Funklöcher: Brandenburg errichtet neue Mobilfunkmasten
Das Land Brandenburg lässt 32 neue Masten für den Mobilfunk errichten. Das gaben das Innenministerium und das Wirtschaftsministerium des Landes am 22. Mai 2018 bekannt(öffnet im neuen Fenster). Die Masten sind für den Digitalfunk von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) des Landes bestimmt, also die Polizei, Feuerwehren und Rettungsdienste. In Brandenburg tätige Mobilfunkbetreiber können die Infrastruktur mitnutzen.
Das hat die Landesregierung mit den drei Unternehmen Deutsche Telekom, Telefónica Deutschland und Vodafone vereinbart. Für das Bundesland haben Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) und Innenstaatssekretärin Katrin Lange die Vereinbarung unterzeichnet. Ziel sei es, die Mobilfunkversorgung in dem Land zu verbessern.
"Wir wollen eine möglichst flächendeckende Mobilfunkversorgung in Brandenburg erreichen", erklärte Gerber. Die gemeinsame Nutzung der Mobilfunkmasten komme allen Beteiligten zugute.
Lange sagte: "Die am Bedarf des Digitalfunks BOS orientierten Standorte der neuen Funkmasten werden wir mit den Telekommunikationsfirmen abstimmen." Man habe damit bereits gute Erfahrungen gemacht, denn von den bislang vorhandenen 139 Basisstandorten für den BOS-Digitalfunk werden schon 14 von Telekommunikationsunternehmen mitgenutzt. Das brandenburgische Wirtschaftsministerium werde eine Koordinierungsstelle für das Projekt einrichten.
Seit Anfang Mai 2017 haben die Brandenburger auf der Seite funkloch-brandenburg.de 23.024 Funklöcher gemeldet. Das teilte die CDU-Fraktion Brandenburg mit, die die Messung gestartet hatte.
Trotz der Marketingversprechungen der Netzbetreiber gibt es sehr viele Funklöcher bei der Versorgung mit mobilem Internet im deutschen Mobilfunk. Das ergab der Netztest der Computer Bild, für den über eine App drei Millionen Datenverbindungen und mehr als zwei Millionen Gesprächsminuten von 49.597 Nutzern gesammelt wurden. Je nach Netz und Aufenthaltsort sitzen laut den Ergebnissen vom Dezember 2016 beim mobilen Internet 30 bis 45 Prozent der Deutschen im Smartphone-Funkloch.
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