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Streitpunkt National Roaming

Für Markus Haas, den Chef von Telefónica Deutschland, gehört auch National Roaming zu einem neuen "Mobilfunkpakt" dazu, um die weißen Flecken zu schließen. O2 hat dieses Prinzip bereits vorexerziert: So konnten die Kunden während des Netzaufbaus die Infrastrukturen anderer Betreiber vorübergehend mitnutzen. Berater von Roland Berger fordern in einem Gutachten für die Internet Economy Foundation, zu der sich hiesige Internetunternehmer wie Ralph Dommermuth von United Internet oder der Seriengründer und Geldgeber Oliver Samwer zusammengeschlossen haben, sogar ein verpflichtendes nationales Roaming.

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Die Telekom lehnt einen solchen Schritt energisch ab. "Auf die Einführung neuer Zugangsrechte für nicht investierende Unternehmen" müsse verzichtet werden, erklärte ein Konzernsprecher Golem.de. Vorstand Dirk Wössner wurde jüngst noch deutlicher: Ihm zufolge käme "eine Verpflichtung zum National Roaming" einer "Enteignung derer gleich, die in Infrastruktur investiert haben".

Neustart, Fenstertrick, Wi-Fi Calling

Solange die Mobilfunkindustrie und Politiker noch nach Lösungen suchen, um Deutschland funklochfrei zu bekommen: Was lässt sich tun, wenn die Balken im Handydisplay immer kleiner werden und die Verbindung wackelt? In seltenen Fällen kann ein überraschender Abfall der Sprach- oder Datenqualität am eigenen Mobiltelefon liegen. Um dies festzustellen, sollte man das Gerät zunächst neu starten. Dieses einfache Mittel sorgt zumindest dafür, dass sich das Handy neu ins Netz einbucht und damit alles wieder besser läuft. Sicherstellen sollte man auch, ob die Kontakte zwischen Gerät und SIM-Karte richtig funktionieren. Dies kann man ausloten, indem man eine andere Karte einlegt beziehungsweise die eigene in einem anderen Mobiltelefon ausprobiert.

Ist nur der Empfang im Innenraum einer Wohnung oder eines Büros schlecht, aber prinzipiell vorhanden, hilft es, das Handy auf die Fensterbank zu legen und es mit einem Headset zu verbinden. Eine Lösung mit Bluetooth bietet hier mehr Bewegungsfreiheit als eine Kabelverbindung, ist aber nicht nach jedermanns Geschmack.

Gibt es an einem Ort kein Mobilfunknetz, dafür aber WLAN, kann Wi-Fi Calling weiterhelfen (hier finden sich die Konditionen von Vodafone). Dabei telefoniert man übers Internet, wofür schon recht geringe Datenraten von 100 KBit/s ausreichen. Die Rufnummer bleibt gleich, bei ausreichendem Mobilfunknetz schaltet das Smartphone auch automatisch darauf um. Weitere Vorteile: Es fallen keine zusätzlichen Gebühren an, das eigene Datenvolumen wird innerhalb der EU nicht belastet und der Gesprächspartner braucht selbst kein Wi-Fi Calling oder eine spezielle App.

Die Option, die bei der Telekom WLAN Call heißt, wird bisher aber meist nur von Smartphones der höheren Klasse unterstützt, die O2 etwa hier auflistet. Los geht es etwa bei Apples iPhone 5C oder 5S, Googles Pixel 2, Huaweis P8 Lite 2017, Samsungs Galaxy S7 oder Sonys Xperia X. Zudem ist das Telefonieren via WLAN nicht Bestandteil aller Tarife.

Lohnt sich ein Repeater?

Wohnt oder arbeitet man in einem absoluten Funkloch, in dem keiner der drei hiesigen Netzbetreiber einen Dienst anbietet und auch kein drahtloses Internet verfügbar ist, könnte ein Repeater helfen - aber nur theoretisch. Das dabei verwendete Verfahren leitet das Funksignal über eine erste Antenne von einem Ort mit Empfang zum eigentlichen Verstärker in einem nicht versorgten Gebiet weiter, der es über eine kleine Antenne dort wieder ausstrahlt. Dies funktioniert beispielsweise in ICE-Zügen mehr oder weniger gut.

Ein Repeater braucht eigentlich nur eine CE-Kennzeichnung und damit das Siegel, dass er sich an die gängigen Richtlinien für derlei funkende Geräte hält. Die große Hürde ist aber, dass die Mobilfunknetzbetreiber die exklusiven Nutzungsrechte an den genutzten Frequenzen haben und dem Betrieb der Verstärker daher zustimmen müssen. Teltarif hat sich bei der Telekom und Vodafone erkundigt, ob sie ihr Plazet geben: Die Telekom antwortete demnach gleich mit einem klaren Nein. Vodafone sagte weniger hart, aber gleichfalls entschieden ab: "Um einen störungsfreien Betrieb unseres Netzes zu gewährleisten, stimmen wir der Nutzung solcher Repeater nicht zu." Ein kurzzeitig erlaubter Test habe zudem gezeigt, dass Endverbraucher von der schwierigen Montage besser ablassen sollten.

Wenn alle Stricke reißen

Bleibt also noch der gute alte Amateurfunk für alle Bastler, die Mikrofone, Verstärker, Antennen und gegebenenfalls den Lötkolben ihr Eigen nennen. Mit Schaltkreisen, Oszilloskop sowie Rechten, Pflichten und Gepflogenheiten der Funker sollte man sich dabei etwas auskennen. Mit einer Einsteigerlizenz dürfen Tüftler Sender mit wenigen Watt und reduziertem Frequenzband benutzen. Wer stärkere Anlagen betreiben will, braucht eine Genehmigung für Fortgeschrittene. Über UKW oder Kurzwelle bleibt die Gemeinde so via Satellit auch im Mobilfunkloch in Verbindung.

Wem das zu anstrengend ist und wer das nötige Kleingeld in der Tasche hat, kann zum Satellitentelefon greifen. Die sind aber nach wie vor recht klobig und können weder mit modernen Smartphones noch GSM-Handys in puncto Funktionen und Bedienungskomfort mithalten. Die Tarife sind zudem happig: Wer andere Nutzer anruft, muss dafür pro Minute üblicherweise zwischen 70 Cent und 2 Euro einplanen.

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Bachsau 18. Jun 2018

Immer mehr Frequenzen werden mit Mobilfunk zugekleistert, anstatt dass man die alten...

EMP 16. Mai 2018

Erstaunlich aber jetzt tut sich doch langsam was. Kaum hat Vodafone den Ausbauzeitraum...

Anonymer Nutzer 30. Apr 2018

Problem gelöst. Wie kann man sich nur so anstellen.

Gandalf2210 28. Apr 2018

Selbst die Salzburger halten ihr Milliwatt nicht ein. Die Zukunft wird strahlend

Boa-Teng 27. Apr 2018

Feige Ausreden! In den 1920ern war es lebensgefährlich zu demonstrieren. Trotzdem gingen...


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