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Funkenbildung bei Funky Cat: Ora behebt Sicherheitsproblem beim Laden

Nach der Kritik des ADAC hat der Hersteller reagiert. Der Ora Funky Cat muss für ein Softwareupdate in die Werkstatt.
/ Friedhelm Greis
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Beim Laden des Ora Funky Cat konnte es Probleme geben. (Bild: Ora Motor)
Beim Laden des Ora Funky Cat konnte es Probleme geben. Bild: Ora Motor

Der chinesische Hersteller Great Wall Motors (GWD) hat einen Sicherheitsmangel bei seinem elektrischen Ora Funky Cat behoben. Durch ein Softwareupdate werde nun verhindert, dass der Ladestecker unter Last abgezogen werden könne, teilte der Automobilclub ADAC am 27. Juli 2023 mit(öffnet im neuen Fenster) . Der ADAC habe sich von der Lösung überzeugen können und das Auto nach dem Update wieder auf sein Ladeverhalten hin überprüft.

Der Automobilclub hatte das Problem vor rund zwei Wochen öffentlich gemacht . Im schlimmsten Fall könne das Abziehen des Steckers unter Last zu Funkenbildung, Rauch und Brandschäden führen. Zumindest sei es wahrscheinlich, dass die Ladekontakte im Laufe der Zeit stärker abgenutzt würden.

Nach Angaben des ADAC soll das Update ab sofort bei allen Ora-Händlern europaweit auf die Lagerfahrzeuge aufgespielt werden. Kunden mit bereits ausgelieferten Fahrzeugen würden von GWD in die Werkstatt gebeten. Das Kraftfahrtbundesamt werde außerdem über die Maßnahmen informiert.

Der Club empfiehlt Ora-Fahrern bis zur Installation des Updates, ihre Ladevorgänge vor dem Abziehen des Steckers aktiv über die Ladesäule oder die Ladeapp zu beenden. Sei das nicht möglich, sollten Verbraucher den Ladestecker möglichst langsam herausziehen.

Ora Funky Cat Probe gefahren
Ora Funky Cat Probe gefahren (03:29)

Neues Leasingangebot

Bislang ist der Ora Funky Cat ( Probefahrt ) noch alles andere als ein Verkaufsschlager in Deutschland. Nach Angaben des Kraftfahrtbundesamtes wurden im ersten Halbjahr 2023 610 Funky Cat zugelassen. Damit ist die Schweizer Autoimportfirma Emil Frey noch weit von der geplanten Zahl von 6.000 verkauften Exemplaren in diesem Jahr entfernt.

Um den Verkauf anzukurbeln, hat das Unternehmen zuletzt ein günstiges Leasingangebot auf den Markt gebracht(öffnet im neuen Fenster) . Die Einstiegsvariante, der Funky Cat 300, lässt sich nun von Privatkunden für 149 Euro im Monat bei einer Sonderzahlung von 4.500 Euro leasen. Das Modell verfügt allerdings nur über einen Akku von 48 Kilowattstunden (kWh). Der Kaufpreis beträgt 38.990 Euro.


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