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Funk: Google Fiber stoppt Ausbau, um drahtlos zu werden

Google Fiber stoppt nach einer Übernahme seine Bauprojekte und will prüfen, ob nicht ein größerer Teil mit Funktechnologie abgedeckt werden kann.

Artikel veröffentlicht am ,
Webpass-Techniker errichten Funkverbindung.
Webpass-Techniker errichten Funkverbindung. (Bild: Webpass/Screenshot: Golem.de)

Google Fiber hat den Ausbau in mindestens zwei Städten ausgesetzt, um einen kostengünstigeren Ausbau mit Funktechnologie zu prüfen. Das berichtet die Zeitung Mercury News aus San Jose unter Berufung auf Unternehmensquellen.

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Der Konzern hatte im vergangenen Monat die Tiefbauarbeiten im kalifornischen San Jose ausgesetzt, wofür bereits fast 100 Arbeiter engagiert waren. Sie seien in ein Büro geholt worden, und es sei ihnen erklärt worden, dass das Projekt ausgesetzt werde, berichten die Arbeiter laut Mercury News. Ihnen sei ein Transfer nach San Diego zu einem anderen Projekt angeboten worden.

"Wir waren verärgert und wollten wissen, was los ist", sagte der Glasfaser-Arbeiter Salvador Bustamonte. "Man sagte uns, dass Google das gesamte Projekt neu bewerten würde, weil sie überlegten, Funktechnologie einzusetzen."

Übernahme ändert Google Fiber

Google Fiber ist die Festnetzsparte des Alphabet-Konzerns. Mit der Stadt Nashville wurde unlängst die fünfte Stadt an Google Fibers FTTH-Netzwerk angeschlossen, offiziell sind 18 weitere Städte für den Ausbau vorgesehen.

Google Fiber läuft laut dem Bericht bereits in vielen Städten außerhalb Kaliforniens. Eine Unternehmensquelle sagte Mercury News, dass weitere Ausbauprojekte komplett überprüft würden, um günstigere Alternativen zum Tiefbau oder dem Kabelverlegen an Masten zu finden.

Google Fiber hatte unlängst den Netzbetreiber Webpass übernommen. Webpass betreibt nach eigenen Angaben ein eigenes Glasfasernetzwerk, das schrittweise ausgebaut wird, und nutzt dabei auch Funktechnologie. Das Unternehmen hat über 90 Beschäftigte und versorgt rund 20.000 Haushalte und Firmen in der San Francisco Bay Area, San Diego, Miami, Chicago und Boston. Angeboten werden Datenrate bis zu 1 GBit/s.

Die Firma werde sich auch nach der Übernahme "auf eine schnelle Bereitstellung von Highspeed-Internet-Verbindungen für Wohn- und Geschäftsgebäude konzentrieren, in erster Linie mit Point-to-Point-Wireless-Verbindungen". Webpass arbeitet mit einem Mesh-Netz, dessen Dachantennen Sichtkontakt zueinander benötigen. Das Unternehmen nutzt das 2,4-GHz- und 5-GHz-Band, aber auch Frequenzen bei 6, 11, 18, 23, 24, 60, 70 und 80 GHz.

Google Fiber setzt bereits auf Fixed Wireless, um entlegene Haushalte zu erreichen. In Kansas City wird dazu das 3,5-GHz-Band genutzt. Der Betreiber plant im November 2016 Tests dazu und will das drahtlose Netzwerk bis Ende 2017 errichtet haben.

Über die Google-Fiber-Sparte des Alphabet-Konzerns ist wenig bekannt: Es gibt keine offiziellen Angaben zu den Nutzerzahlen, Investitionen und Umsatz. Laut einem Bericht des Onlinemagazins Recode habe Google Fiber in den ersten drei Ausbaugebieten das interne Ziel erreicht und zahlende Kunden für seine Internetzugänge in rund 30 Prozent der erschlossenen Haushalte. Im vergangenen Jahr erzielte Google Fiber den inoffiziellen Angaben zufolge einen Umsatz von 100 Millionen US-Dollar und investierte sehr hohe Summen.



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Salzbretzel 10. Aug 2016

Ja, es gibt auch bei der Funktechnik Verbesserungen. Nur wird Funk immer geteilt sein...

lahmbi5678 10. Aug 2016

Langfristig lohnt sich so ein bundesweiter Glasfaserausbau immer, wenn man es als...

rosapantherschreck 10. Aug 2016

Hat den jemand für die BRD einen "Breitbandwegeplan" mit den Alternativen "Funk versa...

Moe479 10. Aug 2016

-kT-


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