Spiele laufen mies, Linux nur ohne 3D-Grafik

Über das Quadchannel-Interface holt sich die Grafikeinheit rund 33 GByte/s an Daten, was kaum mehr als die Hälfte der theoretischen Bandbreite ist. Schlimmer noch: Das SoC der Xbox One hat eigentlich 32 MByte ESRAM integriert, der als Pufferspeicher dient und so satte 218 GByte/s liefert - bei Cato/Panther ist er leider inaktiv.

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Ergo fällt die GPU-Performance bescheiden aus, so läuft Counter Strike: Global Offensive in 720p bei mittleren Details mit 30 fps und Skyrim in 1080p mit Medium-Einstellungen mit 35 fps. Anspruchslose Titel wie Lego Builder's Journey im Classic-Mode kann die Xbox-Grafikeinheit in 1080p mit 60 fps darstellen; das schaffen aber auch aktuelle iGPUs von AMD und Intel locker.

Abseits von Spielen wird klar, dass die Panther-GPU eine stark veraltete Video-Codec-Engine (VCE), einst Unified Video Decoder (UVD) genannt, aufweist: Sie beschleunigt zwar H.264, allerdings nur in 1080p und nicht in 4K. Das reicht, um Netflix-Filme laufen zu lassen und dank der acht Jaguar-Kerne klappt sogar 1080p60 mit VP9-Codec bei Youtube via Edge-Browser. Mit besseren Codecs wie H.265 oder gar AV1 ist die Xbox-Grafikeinheit überfordert, die CPU ohnehin.

Linux ohne 3D-Grafik

Mit aktuellen Linux-Distributionen, etwa Ubuntu 21.04, startet das Board problemlos per USB-Stick oder über eine vorbereitete SSD. Soweit es die Leistung der CPU erlaubt, lässt sich das Linux-System wie gewohnt nutzen und Anwendungen wie der Firefox-Browser laufen ohne größere Einschränkungen. Dabei lässt sich die Peripherie des Geräts wie das Gigabit-Ethernet verwenden.

  • Der Cato-Chip wird als RX-8210 vermarktet. (Bild: Golem.de)
  • Die DDR3-Bandbreite liegt designbedingt lesend/schreibend bei maximal 15 GByte/s. (Bild: Golem.de)
  • Es gibt nur eine einzige Radeon-Software für die Kryptos/Panther-Grafikeinheit. (Bild: Golem.de)
  • Die iGPU wird fälschlicherweise als Radeon RX 350 erkannt. (Bild: Golem.de)
  • Mit 4x DDR3-1333 sind 33 GByte/s möglich, der ESRAM ist deaktiviert. (Bild: Golem.de)
  • Der Video-Decoder schafft 1080p24 mit H.264 bei Netflix ... (Bild: Golem.de)
  • ... wohingegen Youtube mit 1080p60 und VP9 über die CPU-Kerne läuft. (Bild: Golem.de)
Der Cato-Chip wird als RX-8210 vermarktet. (Bild: Golem.de)
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Wie unter Windows haben wir auch unter Linux das Problem des fehlenden 3D-Grafiktreibers. Zwar können wir hier mit LLVMpipe ebenfalls auf einen Software-Rasterizer setzen, um wenigstens eine Grafikausgabe zu erhalten. Je nach genutzter Hardware gibt es aber das Problem, dass wir lediglich eine Auflösung von 800 x 600 Pixeln angezeigt bekommen.

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Ein produktiver Einsatz ist so abseits eines kleinen Heim-Servers ohne Display oder Ähnlichem kaum möglich. Tricks, wie das Ändern der PCI-ID, um den Linux-Kernel doch noch zur Nutzung eines echten 3D-Grafiktreibers von AMD zu bewegen, scheiterten.

Zwar ist es anders als unter Windows für Linux noch prinzipiell möglich, dass die Linux-Community einen freien Treiber auf Grundlage des bereits vorhandenen AMD-Codes für das SoC erstellt. Angesichts der sehr geringen Verbreitung des Chips erscheint das jedoch eher unwahrscheinlich.

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hellfire79 30. Jun 2021 / Themenstart

Dann war das damals aber schon der heisse scheiss, mit win2k .. das Zeug läuft heute...

M.P. 30. Jun 2021 / Themenstart

In die TCO sollten aber auch die 70 Watt Idle - Leistungsaufnahme einfließen ... Mit...

ms (Golem.de) 30. Jun 2021 / Themenstart

Die Boards unterscheiden sich leicht.

M.P. 30. Jun 2021 / Themenstart

Wer hätte gedacht, dass eine Spielkonsole eine Leistungsaufnahme von 70 Watt Idle hat...

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