Full Self Driving: Tesla rät zu "Geduld" nach 7 Jahren Wartezeit auf FSD
Der Niederländer Mischa Sigtermans hat bei Tesla nachgefragt, wann er Full Self Driving (FSD) für sein 2019 gekauftes Model 3 bekommen werde. Das berichtet Electrek(öffnet im neuen Fenster). Hintergrund ist, dass die niederländische Zulassungsbehörde das teilassistierte autonome Fahren FSD (Supervised) von Tesla erstmals in Europa zugelassen hat. Allerdings bekommen Besitzer von Tesla-Modellen mit der HW3-Hardware kein FSD.
Um ein solches Fahrzeug handelt es sich bei Sigtermans Model 3. Auf die Frage beim Tesla-Kundenservice, wann sein HW3-Auto FSD bekommt, konnte ihm kein Zeitpunkt genannt werden – und auch nicht, ob es überhaupt erscheinen werde.
Als er nach dem versprochenen kostenlosen Hardware-Upgrade fragte, wurde ihm geantwortet, dass es diesbezüglich keine Informationen für Europa gäbe. Elon Musk hatte Anfang 2025 erklärt, dass FSD nicht auf HW3 laufen würde und die Hardware ausgetauscht werden müsse.
Sigtermans solle sich einfach noch gedulden
Nachdem Sigtermans dem Bericht zufolge gebeten hatte, mit einem Tesla-Sprecher verbunden zu werden, wurde ihm als finale Antwort mitgeteilt, dass er sich einfach noch gedulden müsse. Anschließend wurde der Anruf beendet und die Support-Anfrage als gelöst geschlossen.
Sigtermans hatte bereits zuvor eine Kampagne gestartet, in der er weitere Betroffene für eine Sammelklage sucht. Bislang sollen sich um die 3.000 Besitzer von HW3-Teslas gemeldet haben, die jeweils 6.800 Euro an Schadensersatz fordern. Die Forderung soll als EU-Sammelklage eingereicht werden.
Beim Kauf hatte Sigtermans das Geld für FSD bezahlt, nicht FSD Supervised, wie der Dienst nun genannt werden muss. Trotz des Namens handelt es sich nicht um autonomes Fahren; Fahrer müssen weiterhin bereit zum Eingreifen sein. Sigtermans besteht aber offenbar darauf, für sein Geld echtes FSD zu bekommen.
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