Full Self-Driving Beta: Tesla schaltet Selbstfahrmodus für US-Nutzer frei

Mit einer neuen Software-Version können Tesla-Fahrer den Selbstfahrmodus FSD aktivieren. Vor der Freigabe gibt es aber einen Sicherheitscheck.

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Die Tesla-Software zeigt inzwischen genauer die erkannten Verkehrsteilnehmer an.
Die Tesla-Software zeigt inzwischen genauer die erkannten Verkehrsteilnehmer an. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Der US-Elektroautohersteller Tesla schaltet sein Softwarepaket für autonomes Fahren prinzipiell für alle US-Nutzer frei. Mit der Installation der Software-Version 2021.32.22 werde die Aktivierung des Full Self-Driving (FSD) Beta möglich, berichteten US-Medien unter Berufung auf Tesla-Fahrer. Allerdings wird die Funktion erst nach einem "Sicherheitscheck" freigeschaltet. Zudem ist der Modus vorerst nur in den USA verfügbar.

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Tesla-Chef Elon Musk hatte die Freigabe für alle Nutzer bereits im vergangenen Mai angekündigt. Bislang ist das "volle Potenzial für autonomes Fahren" nur wenigen Testern zugänglich gewesen. Verzögerungen gab es unter anderem wegen Teslas Verzicht auf Radarsensoren, den andere Hersteller beim autonomen Fahren jedoch ablehnen.

Auf Screenshots, die Nutzer auf Twitter veröffentlichten, ist von einem "begrenzten frühen Zugang zu Full Self-Driving Beta" zu lesen. Weiter heißt es: "Das Tesla-Team analysiert die Fahrdaten Ihres Fahrzeugs, um Ihre Eignung zu bestimmen." Der Sicherheitswert ("safety score") könne jederzeit in der Tesla-App eingesehen werden. Nachdem die Eignung bestätigt worden sei, erhalte das Fahrzeug ein weiteres Software-Update.

So berechnet Tesla den Sicherheitswert

Der Sicherheitswert berechnet sich laut Tesla auf der Basis von fünf Faktoren. Dazu zählen Kollisionswarnungen pro 1.000 Meilen, Vollbremsungen, aggressive Beschleunigungen nach recht oder links, zu dichtes Auffahren sowie erzwungenes Abschalten des Autopiloten. Die Formel zur Berechnung des Wertes wurde laut Tesla auf der Basis von sechs Milliarden gefahrenen Kilometern der Tesla-Fahrzeuge berechnet.

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Die Nutzer müssen der Auswertung ihrer Fahrzeugdaten zustimmen. Zudem werden sie darauf hingewiesen, dass sie im aktivierten Selbstfahrmodus permanent das Verkehrsgeschehen überwachen und ihre Hände am Lenkrad behalten müssen. "FSD Beta macht mein Auto nicht autonom", heißt es in dem Hinweis. Zudem könne der Zugang der Software jederzeit widerrufen werden.

Vor zwei Wochen hatte Tesla die Version 10 der FSD-Software veröffentlicht. Ersten Berichten zufolge soll das Auto in Situationen abseits der Autobahn besser fahren.

Kritik von Verbraucherschützern

Trotz der Warnhinweise sehen Verbraucherschützer die Funktion weiterhin kritisch. Die Software lasse Sicherheitsvorkehrungen vermissen, kritisierten die US-Verbraucherschützer im Juli 2021. Sie befürchteten, dass Tesla-Fahrer und andere Verkehrsteilnehmer gefährdet seien, wenn die Software auf öffentlichen Straßen eingesetzt werde.

Die Experten sahen sich Videos in sozialen Medien an, die von Fahrern aufgenommen worden waren, die das System ausprobierten. Darunter sind Situationen, in denen die Fahrzeuge Kurven schneiden, Büsche am Wegesrand touchieren und auf geparkte Autos zusteuern.

"Die Verbraucher zahlen einfach als Testingenieure für die Entwicklung einer Technologie ohne ausreichenden Schutz", sagte Jake Fisher, Senior Director des Auto Test Centers von Consumer Reports. "Es reicht nicht aus, dass Tesla die Leute nur bittet, aufzupassen - das System muss sicherstellen, dass sie wachsam sind, wenn das System in Betrieb ist."

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