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Fujitsu Livetalk: Wie Skype Translator, aber offline

Auf seinem Hausforum in Tokio hat Fujitsu die Übersetzungssoftware Livetalk in Aktion gezeigt. Sie funktioniert zurzeit nur mit PCs, Smartphones sollen folgen - vorerst ist Livetalk allerdings Geschäftskunden vorbehalten.

Artikel veröffentlicht am ,
Live-Übersetzung von der japanischen Sprache ins Englische
Live-Übersetzung von der japanischen Sprache ins Englische (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Fujitsus Livetalk-Software soll Simultanübersetzungen im Geschäftskundenbereich teilweise überflüssig machen. Livetalk übersetzt gesprochene Sprache, allerdings in die schriftliche Form der anderen Sprache. Die Engine hinter der Übersetzung ist bekannt: Es ist dieselbe, die auch der Skype Translator verwendet. Fujitsu arbeitet dafür mit Microsoft zusammen, auch wenn das japanische Unternehmen die Kooperation nur umschrieb und damit nicht direkt zugab.

  • Die Software ist laut Fujitsu fast fertig ... (Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... und soll noch 2016 angeboten werden. (Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Ob anfangs, wie hier, nur PCs unterstützt werden oder auch gleich Smartphones, ist noch unklar. (Andreas Sebayang/Golem.de)
Die Software ist laut Fujitsu fast fertig ... (Andreas Sebayang/Golem.de)
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Es gibt aber einen entscheidenden Unterschied zum Skype Translator: Fujitsus Livetalk hat kein Cloud-Backend, läuft also offline. Auf dem Fujitsu Forum in Tokio wurde uns das bereits anhand einer PC-Version demonstriert. Ein japanisch sprechender Mitarbeiter erklärte uns die Software mit Hilfe eines Mikrofons. Auf dem Bildschirm dahinter konnten wir sehen, wie dies in die japanischen Schriftzeichensysteme transkribiert wurde. Mangels Kenntnissen in Japanisch können wir über die Transkriptionsqualität nichts sagen. Es war aber gut zu erkennen, dass sich die Schrift sehr dynamisch und schnell anpasste, sobald ein gewisser Kontext des Gesprochenen erkannt wurde.

Übersetzung wird vom PC aufs Smartphone geschickt

Auf Smartphones wurde die Simultanübersetzung des PCs in schriftlichem Englisch gezeigt, was ebenfalls schnell bereitstand. Die Qualität ließ sich trotz bereitstehendem Dolmetscher in der kurzen Demonstration aber nicht beurteilen.

Laut Fujitsu werden neben Englisch derzeit Französisch, Chinesisch, Japanisch und Deutsch unterstützt. Demonstriert wurde nur die Übersetzung von Japanisch ins Englische. Gerade die Übersetzung von dieser asiatischen Sprache in eine europäische soll recht komplex sein. Die Qualität werde mit 60 bis 70 Prozent des Idealzustands bewertet, so Fujitsu. Als japanisches Unternehmen hat Fujtisu gewisse Vorteile, was die Erfassung südost- und ostasiatischer Sprachen betrifft. Der Sprachraum ist schon durch den Standort eine Spezialität.

Livetalk soll noch 2016 auf den Markt gebracht werden, allerdings mit einem klaren Fokus auf Geschäftskunden. Das Projekt hat aber auch einen Schwerpunkt auf die Zielgruppe der Gehörlosen. Die Software soll nicht nur wie demonstriert auf PCs funktionierten, sondern künftig auch autark auf Smartphones.



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as (Golem.de) 18. Mai 2016

Hallo, Die Scanner-Abteilung ist ziemlich vom Rest von Fujitsu unabhängig. Die haben...


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