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Die Anschlüsse in der Praxis

Ein bisschen schauen wir uns auch die Ports bei dem Fujitsu-Notebook an. Neugierig hat uns der Displayport gemacht. Zwar ist er an sich nichts Besonderes, doch wir wollen wissen, ob Daisychaining funktioniert. Das wäre nämlich ein großer Vorteil gegenüber HDMI. Tatsächlich klappt das Hintereinanderschalten mehrerer Dell-Monitore, die nicht nur einen Displayport-Ausgang, sondern auch einen -Eingang haben. Für Endanwender ist allerdings nicht einleuchtend, dass der Monitor auf Displayport 1.2 umgestellt werden muss. Erst dann klappt es auf Anhieb und auch Windows 10 stellt das einigermaßen verständlich dar.

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Das ist natürlich kein Fehler von Fujitsu. Eher ist Dell anzulasten, dass es von Anwendern erwartet, zu wissen, was die unterschiedlichen Displayport-Versionen können, was nicht selbstverständlich ist. Zudem ist der Win+P-Shortcut samt dem Menü, dessen Ursprung bei Windows 8 liegt, dafür nicht so recht vorbereitet. Kein Wunder, dass sich Dutzende Monitore mit einem Displayport kaum durchsetzen, da die Bedienung immer noch unnötig kompliziert ist.

Was kann eigentlich der USB-Typ-C-Anschluss

Zusätzlich hat das Lifebook auch USB Typ C als Ein- und Ausgang, und hier wird es kompliziert. Es gibt ein klassisches USB-Symbol und eine stilisierte Batterie über dem Anschluss. Was das bedeutet, weiß natürlich keiner. Also müssen wir experimentieren. Die ersten Versuche, mit unseren USB-C-Netzteilen das Notebook aufzuladen, scheitern. Nichts klappt. Zum Vergleich: Macbook und Macbook Pro arbeiten unserer Erfahrung nach mit fast allen USB-C-Netzteilen, sofern sie mindestens 10 Watt erreichen. Die Spannung ist den Apple-Geräten weitgehend egal. Das Netzteil muss für Apple also nicht einmal Power Delivery beherrschen.

  • Der Venenscanner ist auf der rechten Seite. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Es lädt: Am EV2785 funktioniert das Aufladen des Akkus per USB PD. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die wichtigsten Komponenten können ausgetauscht werden. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Der SIM-Kartenschacht ist gleich dreifach gesichert: (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Schiebe-Tray, Umklappmechanismus und Akku schützen die SIM-Karte. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Bei Fujitsu wird noch von unten gedockt. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Anschlüsse der linken ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... und der rechten Seite. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Tastatur mit herabgesetzten Pfeil-Tasten und großem Touchpad. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Macht die SSD gerade etwas? Geht das WLAN? Dank zahlreicher LEDs bleibt der Anwender informiert. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Ergebnis des PCMark 10 (Screenshot: Golem.de)
  • Cinebench R15 (Screenshot: Golem.de)
  • SSD mit Crystaldiskmark 6.0 (Screenshot: Golem.de)
  • Keine Auffälligkeiten sind bei der Ausstattung zu sehen. (Screenshot: Golem.de)
  • Im Gerätemanager fallen die Besonderheiten eher auf. (Screenshot: Golem.de)
Schiebe-Tray, Umklappmechanismus und Akku schützen die SIM-Karte. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)

Die PC-Hersteller haben in dieser Hinsicht unseren Erfahrungen nach bisher komplett versagt. Als letzte Verzweiflungstat schließen wir das Fujitsu-Notebook an unseren Eizo EV2785 an - eigentlich nur, um herauszufinden, ob Displayport im Alternate Mode per USB Typ C möglich ist. Und plötzlich wird auch der Akku geladen. Wie sich herausstellt, braucht das Fujitsu Lifebook 20 Volt, und diese Schiene liefern nicht alle Power-Delivery-Netzteile, da es dafür keinen Zwang gibt. Auf die Idee, das vernünftig für den Käufer zu dokumentieren, ist Fujitsu leider nicht gekommen.

Bei einem Business-Notebook sollte man das schon erwarten können. Ein kleiner Zettel reicht ja. Stattdessen sind in unserer Packung teils Dokumentationen zu finden, die für unser Gerät gar nicht relevant sind. Etwa Sicherheitshinweise, wie unser Notebook in einem 19-Zoll-Rack zu verwenden ist, oder wie wir vermeiden können, dass unwuchtige CDs in unserem Notebook brechen, das freilich gar kein optisches Laufwerk hat. Die rund 100 Seiten starke Anleitung zum Herunterladen gibt auch keine ordentlichen USB-C-Hinweise. Ihr zufolge hat das Notebook einen USB-C-Anschluss mit Auflade-Funktion. Die Anleitung suggeriert allerdings nur, dass Endgeräte mit Power Delivery aufgeladen werden können. Doch Power Delivery funktioniert in die Flussrichtung zu Endgeräten gar nicht. Die Aufladbarkeit des Akkus wird also gar nicht erwähnt und selbst die Bios-Einstellungen zu USB PD sind missverständlich.

Das Schöne an solchen Vorfällen ist, dass wir Erfahrungen mit den Unbeschrifteten sammeln und so Fortschritte dokumentieren können - vor allem bei Herstellern, die immer noch nicht wissen, wie sie USB-Anschlüsse Kunden erklären sollen.

Der Akku ist ein wenig klein

Fujitsu selbst legt dem Notebook kein USB-C-Netzteil bei, sondern ein klassisches Netzteil mit Barrel-Anschluss, also nichts Besonderes. Es sollte aber immer mitgenommen werden, da das Aufladen per USB Typ C wegen der Spannungseinschränkung nur selten möglich ist. Der Akku ist mit 45 Wattstunden nicht besonders groß. Da ein Akku aber nur etwa 250 Gramm wiegt, lässt sich ein zweiter locker mitnehmen. In der Praxis reicht eine Akkuladung bei einer 70-Prozent-Helligkeitseinstellung bei unserem Arbeitsverhalten, sprich viel Schreiben und Browser-Benutzung, für etwa sechs Stunden Laufzeit.

Wir würden uns USB-C-Flexibilität wünschen, um etwa einen leichten Power-Delivery-Akku nicht nur für Smartphones nutzen zu können. Ein USB-C-Anschluss im Akku wäre auch nicht schlecht, da Ersatzakkus sich nicht so angenehm laden lassen. In unserer Praxis laufen wir oft mit USB-C-Powerbanks herum. Das ist derzeit nur dann effizient, wenn wir mit Macs unterwegs sind.

Wenig Auffälligkeiten gibt es bei den Benchmarks, die wir in der Screenshot-Galerie dokumentieren. Das Gerät entspricht den Erwartungen, was auch für die SSD gilt, die ein fixes OEM-Modell von Samsung ist.

Auch nach mehreren Wochen Nutzung sind wir über die Lüftersteuerung irritiert. Ab und an läuft der Lüfter an und stört dann in leisen Räumen. Warum das passiert und warum so plötzlich, wird uns nicht klar. Wer die hervorragende Lüftersteuerung eines Macbook Pro kennt, der ist jedenfalls nicht glücklich. Mitunter springt der Lüfter aber auch mehrere Tage hintereinander nicht an. Einmal können wir beobachten, dass plötzlich der Takt der CPU hochgeregelt wird und der Lüfter anspringt. Für das Warum reichte unsere Reaktion aber leider nicht. Während des Tests entdecken wir im Bios eine Silent-Einstellung für den Lüfter, seitdem ist das Notebook wieder angenehmer. Ob das Nachteile im Sommer ergibt, wissen wir vermutlich erst in etwa einem halben Jahr.

 Viele Anschlüsse, leichter Komponententausch und etwas LTE-ÄrgerVerfügbarkeit und Fazit 
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as (Golem.de) 22. Feb 2018

Hallo, ich kann nix versprechen, derzeit ist keine Luft für einen Linux-Test bei uns...

marcelpape 22. Feb 2018

Privat praktisch nicht mehr, haben hier halbwegs moderne Monitore fast nur mit HDMI und...

p h o s m o 20. Feb 2018

Komisch, ich kann mit Touchpads nicht arbeiten, bin um den Faktor 10 langsamer... Da ich...

Der_Hausmeister 20. Feb 2018

Das Datenblatt mit allen CPUs (etc.) kannst du dir bei Fujitsu.de runter laden. http...

Der_Hausmeister 20. Feb 2018

Update: es wird das U758 :) Ich habe die Gelegenheit gleich mal genutzt und mich mit...


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