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Viele Anschlüsse, leichter Komponententausch und etwas LTE-Ärger

Das Lifebook U727 zeichnet sich durch viele Eigenschaften aus, die vor Jahren noch bei sehr vielen Konkurrenzgeräten zu finden waren, heute aber außergewöhnlich sind. Zusätzlich gibt es Fujitsu-eigene Besonderheiten. Unser Gerät ist die mittlere Ausstattungsvariante, die im Einzelhandel angeboten wird. Es ist das günstigste Gerät der Serie mit einem Venenscanner, den Fujitsu Palmsecure nennt und der bisher noch nicht überlistet wurde. Unterhalb dieses Preises fehlt der Scanner.

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Wer will, kann sich mit der Handfläche autorisieren. Fujitsu ist der einzige Notebook-Hersteller, der dies anbietet. Irritiert sind wir aber, dass wir die Software dafür erst noch extra herunterladen müssen. Sie ist nicht Teil des Betriebssystem-Images. Nach der Installation von Workplace Protect funktionierte alles - nur leider nicht so, wie wir es von Windows gewöhnt sind. Windows Hello wird offenbar nicht unterstützt, stattdessen wird die Software wie unter Windows 7 integriert. Es gibt eine Vorauswahl bei der Anmeldung und beim Wechsel zwischen Anmeldetechniken eine leichte Verzögerung. Immerhin: Die Windows-Hello-Unterstützung wurde angekündigt, allerdings ohne konkretes Datum.

Das Anmelden mit der Handinnenfläche braucht etwas Übung. Die Hand muss recht präzise über dem Scanner positioniert werden, so dass die sichere Anmeldung bei uns länger dauert als andere Techniken. Ab und an sind wir versucht, stattdessen das Passwort einzugeben. Die Funktion erfordert also etwas Disziplin, der Vorteil ist aber deutlich: Wir können uns überall anmelden, ohne uns Sorgen zu machen, dass das Passwort abgeguckt wird.

Anschlussseitig ist das Gerät wie bereits angedeutet vorbildlich. Auf der linken Seite finden sich bei uns ein Barrel-Strom-Anschluss, Gigabit-Ethernet per RJ45, USB 3.0 Typ C und USB 3.0 Typ A. Direkt neben der Headset-Buchse, die allerdings nicht mit einem Apple-Headset funktioniert, ist noch ein Smart-Card-Reader. Die Vorderseite hat zudem zahlreiche, blinkende Status-LEDs für WLAN und SSD-Zugriff sowie die Energieversorgung - ebenfalls vorbildlich. Ein SD-Karten-Leser findet sich ebenfalls an der Front. Er ist zum Glück nicht auf Micro-SD-Karten beschränkt.

  • Der Venenscanner ist auf der rechten Seite. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Es lädt: Am EV2785 funktioniert das Aufladen des Akkus per USB PD. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die wichtigsten Komponenten können ausgetauscht werden. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Der SIM-Kartenschacht ist gleich dreifach gesichert: (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Schiebe-Tray, Umklappmechanismus und Akku schützen die SIM-Karte. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Bei Fujitsu wird noch von unten gedockt. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Anschlüsse der linken ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... und der rechten Seite. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Tastatur mit herabgesetzten Pfeil-Tasten und großem Touchpad. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Macht die SSD gerade etwas? Geht das WLAN? Dank zahlreicher LEDs bleibt der Anwender informiert. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Ergebnis des PCMark 10 (Screenshot: Golem.de)
  • Cinebench R15 (Screenshot: Golem.de)
  • SSD mit Crystaldiskmark 6.0 (Screenshot: Golem.de)
  • Keine Auffälligkeiten sind bei der Ausstattung zu sehen. (Screenshot: Golem.de)
  • Im Gerätemanager fallen die Besonderheiten eher auf. (Screenshot: Golem.de)
Die wichtigsten Komponenten können ausgetauscht werden. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)

Auf der rechten Seite zeigt sich der Fokus auf Unternehmen. Die selten gewordene VGA-Buchse gibt es in normaler Ausführung, was vor allem Nutzer freuen dürfte, die oft an verschiedenen Orten Präsentationen halten. Daneben befindet sich eine Displayport-Buchse.

Eine HDMI-Verbindung hat Fujitsu im Lifebook U727 nicht verbaut. Überwiegend wird HDMI als Heimkino-Anschluss verwendet, aus praktischen Gründen findet sich der Anschluss häufig auch in Geschäftskundennotebooks. Intern wird letztendlich bei Notebooks meist nur das Displayport-Signal umgesetzt. Auf der rechten Seite ist ein zweiter USB-3.0-Anschluss verbaut. Wie die Anschlüsse sich in der Praxis auswirken, werden wir auf der nächsten Seite untersuchen.

Service-Klappen für alles Wichtige

Vorbildlich ist am Lifebook U727 auch die Austauschbarkeit der Komponenten. Zwei Serviceklappen verbergen die Komponenten. Im Falle eines größeren Problems kann mit einem einfachen Schraubendreher eine Klappe geöffnet werden, um die M.2-SSD zu retten. Hierbei kommt nicht etwa Torx zum Einsatz. Wie bei Notebooks dieser Klasse üblich werden weit verbreitete, wenn auch feine Kreuzschlitz-Schrauben verwendet. Auch auf das LTE-Modem lässt sich zugreifen. Hinter einer weiteren Klappe steckt der RAM. Unserem Gerät wurde dort nur ein 8-GByte-Riegel eingesetzt, so dass eine einfache Aufrüstung ohne Müllerzeugung möglich ist. Das finden wir gut, da der Leistungsgewinn durch Dual-Channel in der Praxis eh kaum zählt. Das Maximum liegt laut Datenblatt bei 2 x 16 GByte.

Ebenfalls leicht austauschbar ist der Akku. Der ist Fujitsu-typisch mehrfach gegen versehentliches Entnehmen gesichert. Um die Hauptverriegelung zu öffnen, muss zunächst ein Schiebeschalter hochgedrückt werden, und zwar gleichzeitig mit der Verriegelung. Danach lässt sich der Akku einfach entnehmen. Das Notebook gehört also zu jenen, bei denen sich ein Ersatzakku für unterwegs durchaus lohnt. Das unterscheidet das U727 vom U937, dessen Akku zwar auch austauschbar ist, aber in der Praxis kaum unterwegs getauscht werden würde, da dafür beim U937 geschraubt werden muss.

Unter dem Akku befindet sich ein SIM-Karten-Schacht fürs Modem. Dieser nimmt 3FF-SIMs, also Micro-SIMs auf. Die Karte wird nicht direkt eingeschoben, sondern auf einem Halter platziert, der wiederum hineingeschoben wird. Schade: Fujitsu hätte durchaus eine Fassung konstruieren und Halter für 2FF-, 3FF und 4FF-SIMs beilegen können. Aber das ist nur ein kleines Problem. Die meisten Anwender tauschen ihre SIM-Karte selten.

Im Betrieb ist das Zusammenspiel mit Windows 10 nicht ganz unproblematisch. Ab und an will Windows sich nicht korrekt einwählen. Wir müssen dann auf die App für unsere Vodafone-SIM-Karte zugreifen. Die erkennt manchmal eine bestehende Verbindung nicht. In seltenen Fällen müssen wir zwischen den WWAN-Einwahlstrategien wechseln, halten das aber für ein typisches Windows-Problem. Man gewöhnt sich dran.

Zu guter Letzt hat Fujitsus Lifebook auch noch einen mechanischen Docking-Port, und zwar unten. Das ist insofern erstaunlich, weil die anderen großen Business-Notebook-Hersteller so etwas gar nicht mehr verbauen. Es wird, wenn überhaupt, seitlich gedockt. Der Anschluss wird bei Fujitsu dagegen eine gewisse Beständigkeit haben: Der Hersteller garantiert den Einsatz auch noch für die 2019er-Generation der U7xx. Das passende Dock, auch Port Replikator genannt, bietet auch USB Typ C.

 Fujitsu Lifebook U727 im Test: Kleines, blinkendes AnschlusswunderDie Anschlüsse in der Praxis 
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as (Golem.de) 22. Feb 2018

Hallo, ich kann nix versprechen, derzeit ist keine Luft für einen Linux-Test bei uns...

marcelpape 22. Feb 2018

Privat praktisch nicht mehr, haben hier halbwegs moderne Monitore fast nur mit HDMI und...

p h o s m o 20. Feb 2018

Komisch, ich kann mit Touchpads nicht arbeiten, bin um den Faktor 10 langsamer... Da ich...

Der_Hausmeister 20. Feb 2018

Das Datenblatt mit allen CPUs (etc.) kannst du dir bei Fujitsu.de runter laden. http...

Der_Hausmeister 20. Feb 2018

Update: es wird das U758 :) Ich habe die Gelegenheit gleich mal genutzt und mich mit...


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