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Fujitsu: Augsburg will IT-Experten in der Stadt halten

Der letzte große Computerhersteller in Europa hat die Schließung angekündigt. Die zweite Bürgermeisterin Augsburgs will die IT-Experten, die Fujitsu entlassen wird, in der Stadt halten.
/ Achim Sawall
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Das Werk ist noch nicht besetzt. (Bild: Ruth Plössel/Stadt Augsburg)
Das Werk ist noch nicht besetzt. Bild: Ruth Plössel/Stadt Augsburg

Nach der Schließung des Fujitsu-Werkes in Augsburg will die Wirtschaftsreferentin und zweite Bürgermeisterin verhindern, dass die Fachkräfte nach München abwandern. "Oberstes Ziel muss es sein, das vorhandene technische Know-how in der Region zu halten", sagte Eva Weber (CSU) laut einem Bericht der Augsburger Allgemeinen(öffnet im neuen Fenster). Fujitsu müsse einen Sozialplan vorlegen, der dem teils langjährigen Wirken der Beschäftigten gerecht werde.

Fujitsu plant, die Aktivitäten in den Bereichen Produktentwicklung, Fertigung und Logistik in Deutschland auslaufen zu lassen und seine Niederlassung Augsburg bis spätestens September 2020 vollständig zu schließen. Betroffen sind nicht nur 1.500 Mitarbeiter im Werk, auch 300 Leiharbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz.

Das Augsburger Werk sei der letzte und gleichzeitig modernste Computer-Produktionsstandort Europas. Fujitsu Technology Solutions zähle zu den größten Arbeitgebern der Stadt, erklärte die CSU-Fraktion(öffnet im neuen Fenster) im Augsburger Rathaus.

Die Stadt Augsburg werde in engem Schulterschluss mit der Industrie- und Handelskammer, der Handwerkskammer und der Agentur für Arbeit den Prozess aktiv begleiten. Darüber hinaus wird sich die Augsburger Allianz für Arbeitsplätze, zu der auch Gewerkschaftsvertreter gehören, mit den aktuellen Entwicklungen und Handlungsmöglichkeiten auseinandersetzen.

Michael Leppek, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Augsburg, erklärte dagegen: "Wir fordern den Erhalt des Augsburger Standortes. Diese Schließungsankündigung ist ein Schlag ins Gesicht der Betroffenen und aller, die sich seit Jahren für den Standort einsetzen. Wir werden für diesen Standort kämpfen." Die IG Metall werde zusammen mit den Beschäftigten den Protest in die Öffentlichkeit tragen.


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