Abo
  • Services:

Fujitsu: Ansteckbarer Übersetzer hilft Ärzten bei der Kommunikation

Mit Hilfe von mehreren Mikrofonen erkennt Fujitsus Übersetzungsgerät Gesprächspartner im Raum und deren gesprochene Sprache. Es übersetzt automatisch und ohne jede Interaktion. Ganz ohne die Cloud kommt aber auch dieses System nicht aus.

Artikel veröffentlicht am ,
Fujitsus Übersetzer ist so klein wie eine Postkarte oder ein Namensschild.
Fujitsus Übersetzer ist so klein wie eine Postkarte oder ein Namensschild. (Bild: Fujitsu)

Auf der Medizintechnikmesse Ceatec 2017 in Japan hat Fujitsu ein Übersetzungsgerät im Postkartenformat vorgestellt. Es wird von der Forschungsabteilung des Unternehmens Fujitsu Laboratories entwickelt und soll vorerst im medizinischen Umfeld von Ärzten und Pflegepersonal eingesetzt werden - zu Testzwecken jedoch vorerst nur in Japan.

Stellenmarkt
  1. EXCO GmbH, Frankenthal
  2. L-Bank Staatsbank für Baden-Württemberg, Karlsruhe

Der kleine Computer kann mit einer Reihe von integrierten Mikrofonen automatisch die gesprochene Sprache eines Patienten erkennen und übersetzt diese in die gewünschte Sprache des Trägers. Das System kann dabei die Position des Gesprächspartners im Raum lokalisieren und schaltet dementsprechend von selbst auf die jeweils benötigte Sprache um. Fujitsu legt Wert darauf, dass die Übersetzung ohne Interaktion, einen Sprachbefehl oder eine Handberührung funktioniert, damit sie in der Praxis nicht stört.

Ein Raum kann bis zu 60 Dezibel laut sein. Das entspricht laut Fujitsu einer normalen Krankenhausumgebung und einer laufenden Klimaanlage. Patient und Mediziner sollten sich in einer Entfernung von 80 Zentimetern voneinander befinden. Die Spracherkennungsrate liegt bei 95 Prozent. Momentan versteht das System aber nur die Sprachen Englisch, Japanisch und Chinesisch. Weitere Sprachen sind mit der Marktreife denkbar.

Übersetzungssoftware liegt in der Cloud

Ganz ohne Cloud geht es dann doch nicht: Das ansteckbare Übersetzungssystem muss mit einem Speech Translation Server in einem Rechenzentrum über WLAN kommunizieren. Dort werden Übersetzungen verarbeitet und zurück an das Gerät und an den Gesprächspartner über die integrierten Lautsprecher ausgegeben. Es ist also zumindest eine gewisse Latenz zwischen Übersetzungen zu erwarten.

  • Das System ist so groß wie eine Postkarte. (Bild: Fujitsu)
  • Eingebaute Mikrofone erkennen die gesprochene Sprache. (Bild: Fujitsu)
  • Das System ist so groß wie eine Postkarte. (Bild: Fujitsu)
Eingebaute Mikrofone erkennen die gesprochene Sprache. (Bild: Fujitsu)

In Kooperation mit dem Krankenhaus der Universität Tokio wird das neue System im praktischen Einsatz getestet werden - beginnend ab November 2017. Später will Fujitsu dessen Nutzen auch in anderen Branchen wie dem Tourismus oder im öffentlichen Dienst testen. Im Fiskaljahr 2018 des Unternehmens soll es verkauft werden. Dieses startet ab April 2018.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. Fractal Design Meshfy Light Tint 69,90€)
  2. 216,71€
  3. 34,99€

Ovaron 13. Okt 2017

Und Schweigepflicht & Vertraulichkeit der Patientendaten beginnen also erst außerhalb der...

horizontblau 12. Okt 2017

kwT

the_wayne 12. Okt 2017

... der Übersetzung muss dabei allerdings auch erstmal stimmen. Wenn das Übersetzungen...


Folgen Sie uns
       


VR-Brille Varjo VR-1 ausprobiert

Das VR-Headset VR-1 von Varjo stellt den zentralen Bereich des Displays sehr scharf dar, wodurch auch feine Details erkennbar sind.

VR-Brille Varjo VR-1 ausprobiert Video aufrufen
Verschlüsselung: Die meisten Nutzer brauchen kein VPN
Verschlüsselung
Die meisten Nutzer brauchen kein VPN

VPN-Anbieter werben aggressiv und preisen ihre Produkte als Allheilmittel in Sachen Sicherheit an. Doch im modernen Internet nützen sie wenig und bringen oft sogar Gefahren mit sich.
Eine Analyse von Hanno Böck

  1. Security Wireguard-VPN für MacOS erschienen
  2. Security Wireguard-VPN für iOS verfügbar
  3. Outline Digitalocean und Alphabet-Tochter bieten individuelles VPN

Fido-Sticks im Test: Endlich schlechte Passwörter
Fido-Sticks im Test
Endlich schlechte Passwörter

Sicher mit nur einer PIN oder einem schlechten Passwort: Fido-Sticks sollen auf Tastendruck Zwei-Faktor-Authentifizierung oder passwortloses Anmelden ermöglichen. Golem.de hat getestet, ob sie halten, was sie versprechen.
Ein Test von Moritz Tremmel

  1. E-Mail-Marketing Datenbank mit 800 Millionen E-Mail-Adressen online
  2. Webauthn Standard für passwortloses Anmelden verabschiedet
  3. Studie Passwortmanager hinterlassen Passwörter im Arbeitsspeicher

Gesetzesinitiative des Bundesrates: Neuer Straftatbestand Handelsplattform-Betreiber im Darknet
Gesetzesinitiative des Bundesrates
Neuer Straftatbestand Handelsplattform-Betreiber im Darknet

Eine Gesetzesinitiative des Bundesrates soll den Betrieb von Handelsplattformen im Darknet unter Strafe stellen, wenn sie Illegales fördern. Das war auch bisher schon strafbar, das Gesetz könnte jedoch vor allem der Überwachung dienen, kritisieren Juristen.
Von Moritz Tremmel

  1. Security Onionshare 2 ermöglicht einfachen Dateiaustausch per Tor
  2. Tor-Netzwerk Britischer Kleinstprovider testet Tor-SIM-Karte
  3. Tor-Netzwerk Sicherheitslücke für Tor Browser 7 veröffentlicht

    •  /