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Für Rechenzentren: Softbank will in Japan Zink-Brom-Akkus herstellen

Mit Akku-Technik aus Südkorea will Softbank Japan unabhängiger von China machen. Dafür soll ein altes LCD-Werk umgebaut werden.
/ Johannes Hiltscher
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Cosmos Lab stellt Akkus in verschiedenen Bauformen her. (Bild: Cosmos Lab)
Cosmos Lab stellt Akkus in verschiedenen Bauformen her. Bild: Cosmos Lab

Batteriespeicher boomen, nicht nur als Pufferspeicher im Stromnetz, sondern auch für Rechenzentren. Hier plant auch der japanische Investor Softbank über seine Beteiligung am Stargate-Projekt große Projekte. Die Stromspeicher will Softbank dabei als neues Geschäftsfeld erschließen, wie die Wirtschaftszeitung Nikkei Asia berichtet(öffnet im neuen Fenster).

Dafür tut sich Softbank mit dem südkoreanischen Start-up Cosmos Lab(öffnet im neuen Fenster) zusammen. Dieses hat einen Zink-Brom-Akku entwickelt, den es selbst als Capattery(öffnet im neuen Fenster) bezeichnet. Hiermit sind Stromspeicher gemeint, die technologisch zwischen Akkus und Superkondensatoren verortet sind. Cosmos Lab stapelt dabei mehrere Zellschichten, um Pouch- und prismatische Zellen herzustellen.

Das Start-up bewirbt seine Technologie insbesondere mit höherer Sicherheit. Da ein wasserbasierter Elektrolyt verwendet wird, besteht im Gegensatz zu klassischen Lithium-Ionen-Zellen keine Brandgefahr. Die Technologie soll Japan zudem unabhängiger von der Volksrepublik China machen. Zink ist günstig und wird in einer Reihe von Ländern gefördert, Brom gewinnt Japan in geringem Umfang selber(öffnet im neuen Fenster). Trotz niedrigerer Energiedichte sollen die Zink-Brom-Akkus günstiger sein als Lithium-Akkus.

Keine Dendriten dank eigenem Separator

Ein Problem bei Zink-Akkus stellt das Dendritenwachstum dar. Es kann zu Kurzschlüssen führen und den Separator zerstören. Cosmos Lab will dieses Problem gelöst haben, ein 2024 eingereichtes Patent(öffnet im neuen Fenster) nennt Nanozellulosefasern als Separatormaterial. Für die Elektroden nutzt Cosmos Lab aktivierten Kohlenstoff, der aus Holzabfällen gewonnen wird.

Softbank will die Akkus in einem Werk in Sakai bei Osaka produzieren. Hier stellte Sharp früher LCD-Panels her. Die Akkufertigung will Softbank im Fiskaljahr 2027 aufnehmen, das am 1. April 2027 beginnt. Bis 2030 soll eine Fertigungskapazität von 1 GWh pro Jahr aufgebaut werden.


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