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Für Raketentests: UNO beschuldigen Nordkorea des Krypto-Diebstahls

Staatshacker aus Nordkorea sollen laut einem Bericht der Vereinten Nationen die vergangenen Nuklearwaffentests ermöglicht haben.
/ Lennart Mühlenmeier
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Menschen vor einem Propaganda-Gemälde in Pjöngjang, Nordkorea (Bild: Thomas Evans)
Menschen vor einem Propaganda-Gemälde in Pjöngjang, Nordkorea Bild: Thomas Evans / Unsplash-Lizenz

Die Organisation der Vereinten Nationen (UNO) hat Nordkorea beschuldigt, durch gezieltes Erbeuten von Kryptowährungen ihr Raketenprogramm zu finanzieren. Dies berichtet die BBC(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf einen Bericht, der dem Medium vorliegt. Zwischen Anfang des Jahres 2020 und Mitte 2021 soll Nordkorea mehr als 50 Millionen US-Dollar in digitalem Vermögen erbeutet haben. Im Jahr 2019 sollen es laut dem Bericht sogar zwei Milliarden US-Dollar gewesen sein.

Vorangegangen waren Medienberichte über eine Untersuchung des Blockchain-Analyse-Unternehmens Chainalysis. Diese wurde vergangenen Monat veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) . Sie spricht für den Zeitraum des letzten Jahres sogar von einer möglichen Beute von über 400 Millionen US-Dollar.

Laut der BBC zieht der Bericht zudem ein Fazit zur humanitären Situation in Nordkorea. Demnach verschlechtere sich der Zustand aufgrund der Coronapandemie, sei aber mangels Informationen schlecht zu beurteilen. Der Sicherheitsrat der UNO hatte der Diktatur untersagt, weitere Tests ihrer Atomwaffen durchzuführen. Nordkorea setzte die Versuche dennoch fort.

Hacker gegen Hacker

Nach Angriffen auf westliche Sicherheitsforscher soll ein US-Hacker die Infrastruktur der Diktatur angegriffen haben , um ein Zeichen zu setzen. Er will zudem eine Webseite im Darknet eingerichtet haben, die weitere Hacker dazu animieren soll.

Nordkorea ist in der Tech-Welt bekannt für seine eigene Linux-Distribution Red Star OS und ein abgeriegeltes Internet. Nur wenige Bewohner des Landes haben Zugang zu Computern – geschweige denn zum Internet. Diese Umstände führten während der Coronapandemie zu Problemen beim Schulunterricht .


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