Für NVMe-SSDs: Neuer M.2 Hat+ Compact passt ins Raspberry-Pi-5-Gehäuse
Adapter für NVMe-SSDs im M.2-Format sind das wohl am häufigsten anzutreffende Extra für den Raspberry Pi 5 (Test). Viele davon haben aber zwei Nachteile: Der Single Board Computer (SBC) braucht mit ihnen ein größeres Gehäuse, um das System on Chip (SoC) aktiv kühlen zu können. Das hat nach fast zwei Jahren auch die Raspberry Pi Ltd. erkannt und schafft Abhilfe.
Der neu vorgestellte M.2 Hat+ Compact(öffnet im neuen Fenster) passt in das offizielle Gehäuse für den Raspberry Pi 5, das mit einem Lüfter ausgestattet ist. Die Platine hat zwar die Außenmaße des Quasistandards Hat für Erweiterungsplatinen für die Raspberry Pis, ist aber über dem SoC großzügig ausgespart. Damit kann der enthaltene Lüfter installiert bleiben, was in dem kleinen Gehäuse schon fast obligatorisch ist.
Eine Kombination mit dem offiziellen Kühlkörper hingegen ist nicht vorgesehen, da die Kompaktvariante kürzere Abstandshalter verwendet als der reguläre M.2 Hat+. Aufgrund der Aussparung bleibt allerdings weniger Platz für die SSD, weshalb auf dem M.2 Hat+ Compact lediglich Speicher im Formfaktor 2230 montiert werden können – welche die Raspberry Pi Ltd. praktischerweise auch anbietet.
Anders als beim M.2 Hat+ liegt der Kompaktvariante kein Header zum Durchführen der GPIOs bei. Im Gehäuse ließe sich eh kein weiteres Modul aufstecken.
Die anderen Parameter sind gleich, die eingesteckte SSD darf bis zu drei Ampere Strom aufnehmen und ist mit einer PCIe-2.0-Lane und somit 500 MByte/s angebunden.
Die Kompaktvariante ist teurer
Trotz weniger Zubehör ist der M.2 Hat+ Compact teurer als die Standardvariante. Die Raspberry Pi Ltd. nennt als Preis 15 US-Dollar, das Standardmodell kostet 12 US-Dollar. Deutsche Händler bieten das neue Modell bereits für rund 15 Euro an.
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