Abo
  • Services:

Für Lokalsender: Kabelnetzbetreiber wollen 250 Millionen Euro Rundfunkgebühr

Kleinere TV-Kabelnetzbetreiber wollen, dass lokale Privatsender eine Viertelmilliarde Euro der gezahlten Rundfunkbeiträge bekommen. Die FDP Baden-Württemberg hatte dies vorgeschlagen.

Artikel veröffentlicht am ,
Symbolbild: Netz bei Unitymedia
Symbolbild: Netz bei Unitymedia (Bild: Unitymedia)

Der mittelständische Fachverband Rundfunk- und Breitbandkommunikation (FRK) fordert eine Beteiligung lokaler und regionaler Sender an den Rundfunkgebühren im ländlichen Raum in Höhe von 250 Millionen Euro. Das gab der FRK am 28. Juni 2017 bekannt. Der FRK vertritt nach eigenen Angaben rund 150 über das Bundesgebiet verteilte, mittelständische Kabelnetzbetreiber sowie Antennengemeinschaften mit Schwerpunkt in Ostdeutschland.

Stellenmarkt
  1. Hochschule Albstadt-Sigmaringen, Albstadt
  2. Bremer Rechenzentrum GmbH, Bremen

Der FRK-Vorsitzende Heinz-Peter Labonte sagte: "Wir beobachten seit geraumer Zeit einen sich beschleunigenden Rückzug lokaler Printmedien und Rundfunksender aus der Fläche. Dies führt schon mittelfristig zu einer gefährlichen, weil massiven medialen Unterversorgung ländlicher Regionen und Randlagen der Metropolen mit vielfältigen Medien- und Informationsangeboten."

Die Ausdünnung der lokal-regionalen Berichterstattung von Landesrundfunkanstalten verleihe dem privaten Rundfunk eine öffentlich-rechtliche Ersatzfunktion, die auch finanziell honoriert werden müsse.

Neue Wege mit Rundfunkgebühr

Michael Theurer, Landesvorsitzender der FDP Baden-Württemberg, hatte die Beteiligung lokaler Privatsender an der Rundfunkgebühr in einer Podiumsdiskussion mit Vertretern des FRK und BLTV (Bundesverband Lokalfernsehen) erhoben: "Durch den verstärkten Rückzug der öffentlich-rechtlichen Sender aus der lokalen und regionalen Berichterstattung müssen wir neue Wege gehen, um die Medienvielfalt sowie Zuverlässigkeit gut recherchierter Nachrichten und Beiträge langfristig und flächendeckend zu gewährleisten."

Theurer schlug bei der nächsten Novellierung des Rundfunkstaatsvertrags eine Erhöhung der Anteile der Landesmedienanstalten um 250 Millionen Euro vor. Jede Landesmedienanstalt solle vorab einen Grundbetrag von 10 Millionen Euro pro durch sie vertretenes Bundesland aus dem Gesamtbetrag erhalten. Die verbleibenden 90 Millionen Euro sollten an die Anstalten ausgezahlt werden.

Dies sei neben dem von ihm ebenfalls bei der Veranstaltung präsentierten Vorschlag zur beschleunigten Finanzierung der Glasfaserinfrastruktur in ländlichen Regionen die erste wesentliche Voraussetzung zur Sicherung der Medienvielfalt und Meinungsfreiheit und gegen Landflucht der Bevölkerung.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Motorola Moto G5 für 99€ und Nokia 5 für 129€)
  2. 55,11€ (Bestpreis!)
  3. (aktuell u. a. Seagate Expansion+ Desktop 4 TB für 88€, Seagate Backup Plus Hub 6 TB für...
  4. 17,49€

Sicaine 22. Jul 2017

Landflucht vs. Regionalsender oO? Mich bringen Regionalsender nicht zurueck aufs Land...

AngryFrog 29. Jun 2017

Der Grund heisst "Klientelpolitik". Und nein, ich und du sind nicht Teil dieser Klientel.

Neuro-Chef 29. Jun 2017

Es käme ja eher zusätzlich als stattdessen.. Das wäre allerdings toll.

nille02 28. Jun 2017

Um den Bildungsauftrag zu erfüllen kann man vermutlich 90% streichen. Die Spartensender...


Folgen Sie uns
       


Bundesregierung über Lernsoftware gehackt - Bericht

Der Hacker-Angriff auf die Bundesregierung erfolgte offenbar über eine Lernsoftware.

Bundesregierung über Lernsoftware gehackt - Bericht Video aufrufen
Digitalfotografie: Inkonsistentes Rauschen verrät den Fälscher
Digitalfotografie
Inkonsistentes Rauschen verrät den Fälscher

War der Anhänger wirklich so groß wie der Ring? Versucht da gerade einer, die Versicherung zu betuppen? Wenn Omas Erbstück geklaut wurde, muss die Versicherung wohl dem Digitalfoto des Geschädigten glauben. Oder sie engagiert einen Bildforensiker, der das Foto darauf untersucht, ob es bearbeitet wurde.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. iOS und Android Google lanciert drei experimentelle Foto-Apps
  2. Aufstecksucher für TL2 Entwarnung bei Leica

Physik: Maserlicht aus Diamant
Physik
Maserlicht aus Diamant

Ein Stickstoff-Fehlstellen-basierter Maser liefert kontinuierliche und kohärente Mikrowellenstrahlung bei Raumtemperatur. Eine mögliche Anwendung ist die Kommunikation mit Satelliten.
Von Dirk Eidemüller

  1. Xiaoice und Zo Microsoft erforscht menschlicher wirkende Sprachchat-KIs
  2. Hyperschallgeschwindigkeit Projektil schießt sich durch den Boden
  3. Materialforschung Stanen - ein neues Wundermaterial?

Razer Nommo Chroma im Test: Blinkt viel, klingt weniger
Razer Nommo Chroma im Test
Blinkt viel, klingt weniger

Wenn die Razer Nommo Chroma eines sind, dann auffällig. Dafür sorgen die ungewöhnliche Form und die LED-Ringe, die sich beliebig konfigurieren lassen. Die Lautsprecher sind aber eher ein Hingucker als ein Hinhörer.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Razer Kiyo und Seiren X im Test Nicht professionell, aber schnell im Einsatz
  2. Stereolautsprecher Razer Nommo "Sind das Haartrockner?"
  3. Nextbit Cloud-Speicher für Robin-Smartphone wird abgeschaltet

    •  /