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Für IT- und Tech-Arbeiter: Jobaussichten in den USA nochmals deutlich schlechter

Trotz langjähriger Erfahrung und prestigeträchtiger Lebensläufe haben IT-Experten kaum Chancen, in den USA einen Job zu finden.
/ Mike Faust
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Viele Unternehmen streichen Stellen, um Ressourcen für KI freizusetzen. (Bild: Pexels/Jep Gambardella)
Viele Unternehmen streichen Stellen, um Ressourcen für KI freizusetzen. Bild: Pexels/Jep Gambardella

Die Lage von IT-Fachkräften in den USA hat sich nochmals deutlich verschlechtert. Wie die Los Angeles Times berichtet(öffnet im neuen Fenster), haben Tech-Experten trotz langjähriger Berufserfahrung und prestigeträchtiger Lebensläufe große Schwierigkeiten, eine neue Anstellung zu finden. Besonders stark betroffen ist die San Francisco Bay Area, zu der auch das Silicon Valley gehört.

Seit dem Jahr 2022 wurden in den USA mehr als 800.000 Tech-Angestellte entlassen, wodurch sich Bewerber gegen eine große Anzahl an Konkurrenten durchsetzen müssen. Unternehmen seien zudem deutlich wählerischer geworden, hätten Gehälter gesenkt und Einstellungsverfahren dauerten oft länger als sechs Monate, heißt es weiter.

Die zunehmende Verbreitung von künstlicher Intelligenz wird dabei als Jobkiller und Effizienztreiber beschrieben. So streichen Unternehmen zahlreiche Stellen, um Ressourcen für den Einsatz von KI freizumachen oder repetitive Aufgaben durch KI erledigen zu lassen.

Entlassung bedeutet für Ältere den Vorruhestand

Laut der LA Times entsteht dabei eine Klassengesellschaft, in der eine kleine Elite mit KI-Spezialwissen beispiellose Gehälter erhält, während viele andere um den Verbleib in der Branche kämpfen müssen. Weiterbildungen im KI-Bereich seien unerlässlich, um für mögliche Arbeitgeber überhaupt infrage zu kommen, so die Zeitung.

Für ältere Tech-Experten bedeute eine Entlassung häufig den Vorruhestand, heißt es weiter. Betroffene mittleren und jüngeren Alters hätten zudem die Erfahrung gemacht, dass persönliche Netzwerke und Empfehlungen entscheidend dafür seien, überhaupt von Personalmanagern wahrgenommen zu werden.

Der Golem-Blick

Technologiebedingte Entlassungen sind kein neues Phänomen. Mittelfristig wird die Unsicherheit unter Arbeitnehmern aber bestehen bleiben, da der Prozess des Übergangs für betroffene Arbeitnehmer Zeit in Anspruch nimmt. Wie erfolgreich und mit welchen Auswirkungen diese Übergangszeit vonstattengeht, hängt stark von der Mitwirkung gesellschaftlicher Institutionen und politischer Maßnahmen ab.


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