Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Für iPhone und Mac: Apple hat fast die gesamte 3-nm-Kapazität von TSMC gebucht

Die Prozessoren für Apples kommende iPhones, Macbooks und iMacs sollen technologisch führend sein. Dafür ist nur der modernste Halbleiterprozess gut genug.
/ Johannes Hiltscher
73 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Apples A16 entsteht noch mit weiterentwickelter 5-nm-Technik, der Nachfolger A17 soll im neuen 3-nm-Prozess von TSMC entstehen. (Bild: Apple/Screenshot: Golem.de)
Apples A16 entsteht noch mit weiterentwickelter 5-nm-Technik, der Nachfolger A17 soll im neuen 3-nm-Prozess von TSMC entstehen. Bild: Apple/Screenshot: Golem.de

Apple nutzt für seine Prozessoren und Systems on Chip (SoCs) stets die besten verfügbaren Fertigungsprozesse. So ist es keine Überraschung, dass bereits früh gemutmaßt wurde, dass Apples M3-Prozessor der erste Großserien-Chip aus TSMCs 3-nm-Produktion sein soll. Wie wichtig die technologische Führung ist, zeigten Berichte, denen zufolge Apple die gesamte anfängliche 3-nm-Produktion von TSMC gebucht haben soll. Diesen Wert korrigiert die taiwanesische Website Digitimes nun etwas nach unten: Statt 100 Prozent soll Apples Anteil lediglich 90 Prozent betragen(öffnet im neuen Fenster) – zumindest 2023.

Da TSMC die Produktion weiter ausbaut, dürfte Apples Anteil nach und nach sinken, zumal auch andere Hersteller Interesse haben. Intel etwa soll ebenfalls große Mengen an 3-nm-Chips bei TSMC gebucht haben .

TSMC entwickelt seine Fertigungsprozesse zudem kontinuierlich weiter, so soll dem bereits in Serienproduktion befindlichen N3-Prozess zunächst 2023 der verbesserte N3E folgen (für Enhanced). Anschließend stehen noch N3P (Performance, für besonders leistungsfähige Chips) und N3X etwa für Grafikkarten auf dem Programm. Parallel zu N3X soll bereits die 2-nm-Produktion anlaufen.

Wer hat den besten Prozess?

Neben TSMC hätte Apple noch die Möglichkeit, seine Chips bei Samsung fertigen zu lassen, das ebenfalls einen 3-nm-Prozess anbietet . Auch wenn die Prozesse der verschiedenen Halbleiterhersteller ähnliche Namen haben, sind sie doch recht unterschiedlich. So bringen Samsung und TSMC unterschiedlich viele Transistoren auf einen Quadratmillimeter Chipfläche – obwohl beide dem Namen nach mit 3 nm fertigen, was zudem nichts mit der tatsächlichen Größe der Transistoren zu tun hat.

Samsung ist zwar technologisch weiter, da der Konzern aus Südkorea seine 3-nm-Chips bereits mit Gate-all-around-Transistoren (GAAFETs) fertigt. TSMC ist konservativer und geht diesen Schritt erst mit dem N2-Prozess . Samsung sieht sich dank guter Daten und der moderneren Fertigungstechnik aktuell technisch wieder vor TSMC(öffnet im neuen Fenster) , verspielte allerdings in den vergangenen Jahren das Vertrauen vieler Kunden. Apple setzt also für seine kommenden Prozessoren auf die guten Erfahrungen der letzten Jahre mit TSMC.


Relevante Themen