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Für Hochseeschiff: Norwegen baut Schiffstunnel zwischen Fjorden

Es soll der weltweit erste Tunnel werden, den Kreuzfahrtschiffe passieren können. Er soll Leben retten, ist aber umstritten.
/ Mario Petzold
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Computersimulation der Tunnelausfahrt mit passierendem Kreuzfahrtschiff (Bild: Kystverket / Multiconsult /Link Arkitektur/Mir)
Computersimulation der Tunnelausfahrt mit passierendem Kreuzfahrtschiff Bild: Kystverket / Multiconsult /Link Arkitektur/Mir

Das Kystverket(öffnet im neuen Fenster), Norwegens Behörde zur Verwaltung des Küstengebiets, hat bekanntgegeben, dass mit dem Bau des Stad-Schiffstunnels(öffnet im neuen Fenster) bereits Anfang 2027 begonnen werden kann. Die Genehmigung des Budgets durch das norwegische Parlament wird für den 19. Juni erwartet.

Anschließend können die Verträge zum Bau des Tunnelprojekts geschlossen werden, das seit mindestens 20 Jahren im Gespräch ist und seit 7 Jahren geplant wird. Der Tunnel soll den Moldefjord und den Vanylvsfjord miteinander verbinden. An der schmalsten Stelle trennt sie ein Felsmassiv mit einer Breite von 1,7 km.

Mit Ein- und Ausfahrt soll das Bauwerk 2,2 km lang werden. Der Tunnel selbst soll 50 m hoch und 36 m breit sein, bei einem Tiefgang von 5 m. Das würde genügen, um die Passagier- und Kreuzfahrtschiffe der Hurtigruten passieren zu lassen, die 136 m lang sind und knapp 1.000 Passagiere aufnehmen können.

Nutzen des Schiffstunnels unklar

Beim Passieren des Tunnels ließe sich die offene See rund um die Halbinsel Stadlandet vermeiden. Sie gilt an vielen Tagen des Jahres als schwer befahrbar. Unfälle mit tödlichem Ausgang gibt es immer wieder.

Hinzu käme eine Zeitersparnis durch die Verkürzung des Weges. Zudem wäre das Bauwerk eine weitere Attraktion entlang der Küste Norwegens, weshalb man sich allein durch die diese Passage zusätzliche Touristen erhofft.

Zu Beginn der Planungen im Jahr 2018 hatte der damalige Sprecher von Hurtigruten(öffnet im neuen Fenster) (deutsche Übersetzung(öffnet im neuen Fenster)), Rune Thomas Ege, allerdings eine Nutzung ausgeschlossen. Die offene See sei für große Schiffe kaum eine Gefahr, der Tunnel ohne Platz für Rettungsboote, mögliche Gefahren bei Feuer und mit dem Risiko von Felsrutschen hingegen schon. Andere Verkehrsunternehmen sollen den Tunnelbau hingegen begrüßen.

Sollte der Bau tatsächlich wie geplant beginnen, wird mit einer Fertigstellung innerhalb von 3 Jahren gerechnet. Derzeit sollen die Kosten bei umgerechnet 800 bis 900 Millionen Euro(öffnet im neuen Fenster) liegen.


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