Für eigene Rechenzentren: SpaceX soll Teile für Gasturbinen bauen
Gasturbinen für die Energieversorgung haben sich zu einem ernst zu nehmenden Engpass beim Neubau von Rechenzentren entwickelt. Elon Musk, der für seine Colossus-Rechenzentren besonders auf mobile Generatoren setzt, hatte deshalb bereits einen Generatorhersteller übernommen. Zusätzlich soll sich SpaceX am Turbinenbau beteiligen, wie das Magazin The Information zuerst berichtete(öffnet im neuen Fenster).
Bereits vor Monaten hatte Musk insbesondere die Fertigung der Turbinenschaufeln als Engpass ausgemacht. Diese sind teils hohen Temperaturen ausgesetzt und werden nur von wenigen spezialisierten Unternehmen weltweit hergestellt. Bei X bestätigte Musk die Pläne(öffnet im neuen Fenster). Laut seinen Angaben soll die eigene Fertigung die Lieferzeit von Turbinen um 18 Monate verkürzen.
Wann die eigene Fertigung anlaufen soll, ist allerdings noch offen. Laut The Information soll aktuell ein entsprechendes Werk in Bastrop, Texas, gebaut werden. Hier steht bereits ein Werk von SpaceX. Mit Hochtemperaturkomponenten und Turbinen hat das Unternehmen zumindest von den Triebwerken seiner Raketen Erfahrung.
Erdgas als Bootstrapping der Energiewende?
Die zunehmende Nutzung von Erdgas widerspricht Musks früherer Inszenierung als Vorreiter einer Umstellung auf regenerative Energien. Entsprechend begründet er die Pläne zur Herstellung von Turbinenteilen nicht mit dem offensichtlichen Einsatz für Rechenzentren.
Stattdessen betont er in seinem X-Beitrag, SpaceX wolle eine eigene Solarzellfertigung mit einer jährlichen Kapazität von 100 GW aufbauen. Für deren Anlauf benötige man Gaskraftwerke. Allerdings wurde im Mai 2026 bekannt, dass SpaceX für seine beiden Colossus-Rechenzentren Gasturbinen im Gesamtwert von über 2,8 Milliarden US-Dollar(öffnet im neuen Fenster) bestellt hat. Die aktuell für Colossus genutzten mobilen Generatoren sollen bis Mitte 2027 durch ein stationäres Gaskraftwerk mit 41 Turbinen ersetzt werden(öffnet im neuen Fenster).
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